Posts Tagged ‘ Urheberrecht ’

„Null Toleranz“: Google Glass ist nun in allen US-Kinos verboten

Mittwoch, Januar 7th, 2015

Die Augmented-Reality-Brille von Google sorgte in Vergangenheit schon das eine oder andere Mal für Ärger zwischen den Besitzern und Betreibern von Kinos. Die Vereinigung der US-Kinobetreiber hat gemeinsam mit der Motion Picture Association of America (MPAA) eine „Null-Toleranz-Politik“ beschlossen bzw. bekräftigt.

Kameras sind und bleiben verboten

Grund dafür ist natürlich in erster Linie die integrierte Google-Glass-Kamera, Kinos und Hollywood-Studios fürchten, dass damit das Abfilmen von Kinoproduktionen noch leichter wird und die einschlägigen Netzwerke mit „Glass-Raubkopien“ geflutet werden.
Wie das Hollywood-Branchenblatt Variety berichtet, haben die Kinobetreiber der National Association of Theatre Owners (NATO) sowie die Motion Picture Association of America (MPAA) sich auf eine gemeinsame Richtlinie in Bezug auf Wearables geeinigt und diese nun bekannt gegeben. Die beiden Organisationen sprechen zwar allgemein von Wearables, also tragbarer Elektronik, es ist aber sicherlich dennoch eine „Lex Google Glass.“

In einer gemeinsamen Mitteilung von NATO und MPAA heißt es dazu, dass man eine „lange Geschichte“ habe, technologische Fortschritte willkommen zu heißen, man verstehe auch das große Interesse der Konsumenten an Smartphones und tragbaren „intelligenten“ Geräten.

„Null Toleranz“

Dennoch müsse man eine „Null-Toleranz-Politik“ gegenüber allen Geräten, mit denen Aufnahmen durchgeführt werden können, beibehalten. Elektronik, die zum filmen geeignet ist, muss generell ausgeschaltet werden, wer dem nicht nachkommt und erwischt wird, dem droht ein Verweis aus dem Kino. Sollten die Kinobetreiber den Verdacht haben, dass eine Person „illegale Aufnahme-Aktivitäten“ durchführt, dann wird man bei Bedarf die zuständigen Exekutivorgane alarmieren, heißt es in der Erklärung.

Link zur Homepage:

http://winfuture.de/news,84306.html

Urheberrecht: E-Book-Anbieter dürfen Weiterverkauf von Dateien untersagen

Montag, September 1st, 2014

Urheberrecht

Was für Software gilt, gilt noch lange nicht für andere digitale Waren. Bei E-Books und Hörbüchern darf der Weiterverkauf von Downloads untersagt werden.

Anbieter von E-Book- und Hörbuch-Downloads dürfen den Weiterverkauf der Dateien untersagen. Ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm vom Mai 2014 ist jetzt rechtskräftig geworden. Wie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Donnerstag bestätigte, nahm der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. seinen Einspruch gegen die Entscheidung des OLG, eine Revision nicht zuzulassen, zurück. Die Verbraucherzentrale hatte gegen den Online-Händler buch.de geklagt, der das Verbot des Weiterverkaufs in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert hat. (BGH AZ: I-ZR 120/14, OLG Hamm AZ: 22 U 60/13)

Das nun rechtskräftige Urteil sei ein wichtiges, positives Signal, hieß es in einer Mitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Die Entstehung eines „Gebrauchtmarktes“ für E-Books und Hörbücher könne weder im Sinne der Autoren, Verlage und Händler noch der Kunden sein. Der Primärmarkt für digitale Inhalte würde in einem solchen Fall völlig zusammenbrechen. „Im Gegensatz zu gedruckten Büchern können digitale Bücher praktisch unendlich vervielfältigt und weitergegeben werden, zudem nutzen sie sich nicht ab. Welchen Grund gäbe es, das Original zu kaufen, wenn es eine riesige Auswahl identischer, aber günstigerer Kopien gibt?“, fragte der Börsenverein.

Software ist ein spezieller Fall

Ebenso hatte das OLG Hamm argumentiert. Nach Ansicht der Richter unterliegen aus dem Internet heruntergeladene Audio-Dateien und deren Kopien der Regelung von Paragraf 19 des Urheberrechtsgesetzes. Demnach bleibt das „Recht der öffentlichen Zugänglichmachung“ auch nach dem Download beim Urheber. Anders als bei gedruckten Büchern oder CDs ende das Verbreitungsrecht des Urhebers nicht mit dem Verkauf, urteilten die Richter.

Der Gesetzgeber unterscheide zudem bewusst zwischen Computerprogrammen und anderen digitalen Dateien. Beim entsprechenden Paragrafen 69a-g des Urheberrechtsgesetzes handele es sich „um eine ganz spezielle, maßgeschneiderte Lösung exakt für und nur für Computerprogramme …, die nicht analogiefähig ist und es auch nicht sein soll“. Die Entscheidung des EuGH (C 128/11), wonach Software ohne Zustimmung des Herstellers weiterverkauft werden darf, betreffe Software und nicht andere digitale Produkte, insbesondere nicht Multimediadateien, speziell Hörbücher. „Ausgehend von den vorstehenden Ausführungen lassen sich die Spezialregelungen für Software nicht generalisieren“, schrieb das Gericht.  (fg)

 

www.golem.de/news/urheberrecht-e-book-anbieter-duerfen-weiterverkauf-von-dateien-untersagen-1408-108879.html

www.golem.de/

Urheberrecht: Movie2k.to leitet auf Piratenpartei um

Dienstag, Juni 18th, 2013

Die Besitzer der Movie2k.to-Domain haben den DNS-Server der deutschen Piratenpartei als Primary DNS eingetragen. Ergebnis sind rund 10.000 Seitenaufrufe in der Minute und Anrufe der Polizei und Staatsanwaltschaft bei den Piraten.

Wer die illegale Streaming-Plattform Movie2k.to im Internet ansteuert, wird auf die Webseite der Piratenpartei umgeleitet. Das beschert den Piraten, die derzeit bei Meinungsumfragen bei 2 Prozent liegen, viele Zugriffe: „Mini-Stats zu Movie2k.to: Circa 10.000 Seitenaufrufe in der Minute“, erklärte die Bundes-IT der Piraten bei Twitter. (mehr …)

Bundesrat: SPD wird Leistungsschutzrecht nicht aufhalten

Montag, April 1st, 2013

 

Die Länder werden nicht den Vermittlungsausschuss des Bundesrates anrufen. Damit ist die letzte Hoffnung der Gegner dahin, das Leistungsschutzrecht zu verhindern.

Bis zum heutigen Donnerstag hofften die Gegner des Leistungsschutzrechtes, das Gesetz im Bundesrat noch aufhalten zu können. Diese Hoffnung ist nun dahin.

Das Gesetz soll erreichen, dass Medienunternehmen Geld verlangen dürfen, wenn Suchmaschinen und Aggregatoren ihre Inhalte im Netz mit einigen Worten anpreisen und verlinken. Jedoch ist der Entwurfstext so unklar formuliert, dass derzeit niemand sagen kann, wie lang diese sogenannten Snippets sein dürfen. Kritiker fürchten daher, dass es zu Rechtsunsicherheit und Klagen kommt. Auch halten sie die ganze Idee dieses Leistungsschutzrechtes für gefährlich, da sie glauben, dass der Zugang zu Informationen beschränkt werden könnte. (mehr …)