Posts Tagged ‘ Amazon ’

Unglaublich, aber wahr: Ungültiger Product-Key für Office bei Amazon

Dienstag, Mai 12th, 2015

Die Geschichte wollte ich zuerst nicht glauben, aber es ist wirklich passiert. In unserem Immobilienbüro mussten 3 PC’s ausgetauscht werden. Sie waren einfach in die Jahre gekommen und wurden immer langsamer. Auf allen 3 Rechnern war Microsoft Office 2010 installiert und das wollten wir auch wieder auf den neuen PC’s haben. Geht ja auch, wenn man das Programm nur auf einem Rechner aktivieren bzw. laufen lässt. Unser IT-Dienstleister vom PC Service Berlin, mit dem wir seit Jahren zusammen arbeiten, richtete uns im ersten Schritt 2 von den neuen PC’s ein und überspielte die Daten wie Outlook-Emails, Lesezeichen und Musik und Bilder.

Auf beiden PC’s konnte er auch das Office 2010 wieder installieren, alles lief, auch in dem Outlook hat er unsere Email-Konten eingerichtet. Beim nächsten Termin sollte der 3. neue Rechner eingerichtet werden. Nachdem der Computerservice die Daten übertragen hatte, fragte er nach dem Product-Key für die Office 2010-Installation. Und dann begann das Unheil. Wie so oft, das hatte uns auch der Mann vom PC Notdienst bestätigt, findet man dann nicht die benötigten Unterlagen. Eigentlich hatten wir alles in einem Ordner und die 2 Lizenzen, die wir bereits für die beiden PC’s verwendet hatten, waren da auch drin. Nur die dritte fehlte. Nach langem Suchen beschlossen wir gemeinsam mit dem IT-Experten, eine neue Version von Office Home & Business 2013 zu kaufen. Gemeinsam gingen wir auf amazon, um eine Version zu bestellen. Einige Tage später kam dann tatsächlich das Päckchen, so wie man es mittlerweile bei MS Office kennt. Eine eingeschweißte Pappschachtel, in der sich eine scheckkartengroße Pappkarte mit dem Product-Key befindet ohne DVD, eine sogenannte datenträgerlose Version

Wir riefen unseren Dienstleister vom PC Service Berlin an und vereinbarten einen neuen Termin. Er ging also frisch ans Werk und wollte mit dem Product-Key das neue Office installieren. Die Installationsdatei hatte er bereits heruntergeladen. Bloß, der gute Mann ist fast verzweifelt, was auch immer er probiert hatte, es kam immer wieder die Meldung, dass der Key ungültig sei. Schließlich hatte er genug und rief die Hotline von Microsoft an. Und dann kam der Hammer. Laut Microsoft ist der Key definitiv ungültig und nicht von Microsoft herausgegeben. Wir sind also einer Fälschung aufgesessen. Aber die war professionell. Die eingeschweißte Verpackung, die Aufmachung, irgendwie alles war, wie es sein sollte. Dann fiel unserem Dienstleister vom PC-Service Berlin allerdings eins auf. Die in der Packung angegebene Internet-Adresse zum Download der Installationsdatei existierte nicht, soll heißen, wenn man sie aufrief, kam eine Microsoft-Seite, dass die gewünschte Seite nicht existiert. Lange Rede, kurzer Sinn, wir bestellten dann nochmals eine Version, diesmal in einem Computerladen und unser PC-Service Mitarbeiter übernahm freundlicherweise die Rückabwicklung mit Amazon. In Zukunft werde ich mir überlegen, ob ich bei Amazon wieder etwas bestelle. Es bleibt ein ungutes Gefühl, wenn die so lasch ihre Händler, die über den Amazon Marketplace Artikel verkaufen, kontrollieren.

Internethandel: Amazon verkauft bald auch Salat und Wurst

Mittwoch, Mai 7th, 2014
Der Online-Händler Amazon liefert seit Jahren fast alles, nur keine Lebensmittel. Jetzt prüft der Konzern, seine Logistik zu nutzen und in den Handel mit frischen Lebensmitteln einzusteigen. Von Tina Kaiser

Ein Kühlschrank, das neue Stephen-King-Buch, fünf Eier, Grillwürstchen und ein Eisbergsalat – so oder so ähnlich könnte bald eine Bestellung beim Onlinehändler Amazon aussehen. Der US-Konzern will offenbar ins Lebensmittelgeschäft einsteigen. Das berichtet zumindest die Nachrichtenagentur Reuters und bezieht sich dabei auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Amazon bestätigte den Bericht zunächst nicht.

Der Reiz der Idee ist, dass der Konzern geringere Lieferkosten haben könnte als Online-Supermärkte. Die Margen im Lebensmittelhandel sind sehr gering und werden durch die Lieferung oft beinahe aufgefressen. Könnte Amazon jedoch Obst zusammen mit einer Saftpresse versenden, wäre das Geschäft um einiges lukrativer.

Laut Reuters-Informationen testet Amazon bereits seit fünf Jahren am Unternehmenssitz Seattle den Versand von Lebensmitteln. Nun sei es an der Zeit, mit dem Dienst „AmazonFresh“ Supermärkte wie Wal-Mart, Whole Foods oder Supervalu anzugreifen. Als ersten lokalen Markt hat Amazon Los Angeles ausgemacht. Dort sollen Kunden schon in dieser Woche erstmals Lebensmittel bestellen können. Als nächstes ist der Großraum San Francisco geplant.

Sind die Testreihen erfolgreich, könnte Amazon im kommenden Jahr 20 weitere Ballungsräume beliefern. Auch ein Lebensmittelhandel im Ausland ist angeblich geplant.

Beim Transport liegt das Risiko

Um die entsprechende Logistik zu ermöglichen, baut Amazon gerade Kühlräume in seine Lagerhäuser ein. Für den Lebensmittelversand müsste der Händler allerdings auch eine eigene Lastwagenflotte aufbauen. Bislang verschickt Amazon seine Waren mit der Post oder anderen Kurierdiensten.

Kritiker halten den Vorstoß für riskant. Frische Produkte liefen schnell ab und könnten beim Transport leicht beschädigt werden. Die Logistik sei daher um einiges komplizierter als beim Bücherversand.

Es hat gute Gründe, warum der Online-Händler gerade jetzt auf der Suche nach neuen Einnahmequellen ist. Bislang hatte der Konzern einen enormen Vorteil gegenüber Konkurrenten wie den Einzelhandelskonzern Wal-Mart oder dem Buchhändler Barnes & Nobles: Als reiner Online-Versand musste Amazon seinen US-Kunden keine Umsatzsteuer berechnen und konnte daher billiger als der Wettbewerb sein. Diese Sonderregelung für Geschäfte im Internet will die US-Regierung jetzt jedoch abschaffen.

Als weiteres Geschäftsfeld hat Amazon zunehmend die Werbung für sich entdeckt. Allein im vergangenen Jahr setzte die Handelsplattform 610 Millionen Dollar (467 Millionen Euro) mit Werbebannern um. Das schätzt die Forschungsgruppe eMarketer. In diesem Jahr könnte die Summe um 37 Prozent auf 835 Millionen Dollar ansteigen.

Keine Zahlen zu den Werbeumsätzen

Offizielle Zahlen zu seinen Werbeumsätzen veröffentlicht der Konzern nicht. Kein Wunder, schließlich wären die wenigsten der 144 Millionen Kunden begeistert, dass ihre sensiblen Daten zu Werbezwecken gebraucht werden. Nach 18 Jahren im Geschäft verfügt Amazon über eine vermutlich einzigartige Sammlung an persönlichen Daten und Kaufvorlieben ihrer Kunden.

Wer seit vielen Jahren regelmäßig bei dem Onlinehändler Bücher, Kleidung, Bügeleisen oder Büroartikel kauft, der hat einen großen Fußabdruck hinterlassen. Als Grundlage für Werbung sind solche Daten sehr viel wert, da man so potenzielle Kunden gezielt ansprechen kann.

Mit seinen Werbeumsätzen liegt Amazon allerdings noch weit abgeschlagen hinter anderen Online-Konkurrenten. Google konnte seine Erlöse aus Reklame im vergangenen Jahr um 18 Prozent auf 33 Milliarden Dollar steigern. Facebook legte um 36 Prozent auf vier Milliarden Dollar zu.

Viele Kundendaten sind ein Vorteil

Trotzdem habe Amazon Potenzial, in den kommenden Jahren ebenfalls groß ins Werbegeschäft einzusteigen, sagt Analyst Clark Fredricksen von eMarketer: „Der Konzern hat mit seinen enormen Mengen von Kundendaten aus seinem Kerngeschäft einen unglaublichen Vorteil gegenüber vielen seiner Wettbewerber.“

Im Jahr 2015 könnten die Werbeeinnahmen schon bei 1,1 Milliarden Dollar liegen. Denn während etwa Facebook und Google nur sammeln, was Surfer mögen oder suchen, weiß Amazon auch, was davon ihre Kunden tatsächlich später kaufen. Andere Konzerne verfügen auch nur in wenigen Fällen über die Kreditkartendaten der Nutzer.

Die meisten der Amazon-Anzeigen werden direkt neben den Suchergebnissen platziert. Möchte jemand beispielsweise neue Stühle kaufen, präsentiert Amazon neben seinen eigenen Angeboten auch Werbeanzeigen von Möbelgeschäften. Diese Form von Werbung ist auch deswegen so lukrativ, weil die Kunden in diesen Momenten faktisch bereit zum Kauf sind, daher stärker als sonst auf die Werbung ansprechen und unter Umständen sogar gleich zuschlagen.

Neben der Webseite platziert Amazon seine Anzeigen auch auf dem E-Reader Kindle sowie auf Internetseiten von Geschäftspartnern. Um die Kunden über diese Plattformen gezielt mit Werbeanzeigen anzusprechen, hat Amazon eigens eine Software entwickelt. Den Großteil seiner Werbeumsätze macht Amazon laut eMarketer im Heimatmarkt USA. Dort habe das Unternehmen 2012 rund drei Viertel der Anzeigen verkauft.

Streiks: Warum das Amazon-Modell hier nicht funktioniert

Donnerstag, August 1st, 2013

Der Arbeitskampf zwischen dem Onlinehändler Amazon und seinen deutschen Mitarbeitern spitzt sich zu. Die Streiks stellen mittlerweile das Geschäftsmodell der Amerikaner in Deutschland in Frage. Innerhalb eines Monats haben Hunderte Mitarbeiter an zwei der acht Logistikzentren von Amazon in Deutschland vier Mal gestreikt.
 
Die Angestellten im hessischen Bad Hersfeld und im sächsischen Leipzig wollen einen Tarifvertrag, der sich an der Bezahlung im Handel orientiert, und den damit verbundenen Sicherheiten wie Lohnuntergrenzen oder Urlaubsgeld. Am Montag und Dienstag hatten rund 1300 Angestellte ihren Arbeitsplatz verlassen – der längste Streik bisher, wie die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di erklärte.

Amazon weigert sich, mit der Gewerkschaft zu verhandeln. Der Einzelhändler sagt, seine Gehälter seien fair und die Streiks – die ersten in der 15-jährigen Geschichte von Amazon in Deutschland – hätten bisher wenig Einfluss auf die Geschäfte gehabt. (mehr …)

Amazon legt solide Quartalszahlen vor und will weiter expandieren

Freitag, Mai 10th, 2013

Amazon hat mit den Ergebnissen des ersten Quartals die Erwartungen übertroffen, obwohl es weiterhin aggressiv investiert und entsprechend relativ geringe Gewinne ausweist. Der Nettogewinn fiel um 37 Prozent auf 82 Millionen Dollar oder 0,18 Dollar je Aktie – die Börse hatte nur 0,09 Dollar je Aktie erwartet. Die Umsätze hingegen wuchsen um 22 Prozent auf 16,1 Milliarden Dollar und trafen damit fast punktgenau die von Analysten erwarteten 16,2 Milliarden Dollar. (mehr …)