Archive for the ‘ Internet ’ Category

Exklusiver Praxis-Test: Aldi life eBooks

Mittwoch, Oktober 12th, 2016

Über eine Million eBooks bietet Aldi life eBooks schon zum Start an. Dazu gibt es Apps für Smartphone und Tablet.

Geht’s um eBooks und eBook-Reader, denken viele zunächst an die beiden Platzhirsche im Lande: In Deutschland haben derzeit Amazon und die Tolino-Allianz (unter anderem Telekom, Thalia, Hugendubel, Weltbild und Libri) die Nase vorn. Nun stößt ein dritter Konkurrent dazu: Aldi! Der Discounter steigt ab sofort ins eBook-Geschäft ein. Zum Start gibt’s nicht nur einen eBook-Online-Shop mit umfangreichem Sortiment, sondern auch ein Medion-Tablet als Lesegerät. COMPUTER BILD nahm exklusiv beide Angebote unter die Lupe.

Zum Start macht Aldi alles richtig: Die eBook-Lese-App lässt sich bequem bedienen, der Kauf von eBooks gestaltet sich problemlos. Mit seinem eBook-Angebot dürfte Aldi den etablierten Buchshops gehörig einheizen, zumal Aldi schon eine eingeführte Marke ist und Millionen Kunden hat, die man unter anderem in den Filialen für das eBook-Angebot begeistern kann.

Pro

  • über 1 Million eBooks verfügbar
  • App für alle Systeme
  • komfortable Bedienung
  • gute Kopierschutz-Lösung

Einschätzung der Redaktion

gut

Einstieg leicht gemacht

Der eBook-Shop ist nicht das erste digitale Unterhaltungsangebot von Aldi. Seit einiger Zeit gibt es mit Aldi life Musik bereits einen Streamingdienst, den der Discounter gemeinsam mit Napster betreibt. Zudem bietet Aldi einen hauseigenen Fotoservice und mit Aldi Talk auch einen Mobilfunktarif an. Zum Start von Aldi life eBooks stehen über eine Million digitale Bücher und Comics zum Download bereit – inklusive aller Bestseller, versichert Aldi. Alle namhaften deutschen Verlage sind mit an Bord. Wer also auf der Suche nach dem neuen „Harry Potter“ oder den aktuellen Titeln von Jojo Moyes, Frank Schätzing oder Charlotte Link ist, wird bei Aldi life eBooks fündig. Allerdings nicht zum Discount-Preis: Die Buchpreise macht nicht Aldi, sondern der jeweilige Verlag – es gilt die Buchpreisbindung.

Apps für alle Systeme

Der Zugang zu Aldi life eBooks klappt per Smartphone-/Tablet-App oder über den Webbrowser. Die App gibt’s für Android, iOS und Windows Mobile. Um eBooks zu kaufen, ist eine (kostenlose) Registrierung bei Aldi life erforderlich – bei der übergeordneten Plattform, die neben dem Musik- auch das eBook-Angebot bereithält. Über Aldi life geht’s zum eBook-Online-Shop mit den digitalen Büchern im ePUB-Format. Die gekauften Titel wandern in eine Cloud, von wo sie sich auf jedes Gerät laden lassen, das mit dem Aldi-life-Konto verknüpft ist. Die Bezahlung erfolgt per PayPal, Kreditkarte oder mit einem sogenannten Guthaben-Bon. Das ist ein Aldi-Kassenzettel mit Guthaben-Code. Den gibt’s an jeder Aldi-Kasse zu kaufen – ideal etwa als Mitbringsel oder Geschenk.

» Test: Android-Tablet Medion E6912

iOS: eBook-Kauf über Umwege

Sowohl unter Android als auch Windows Mobile lassen sich neue eBooks direkt aus den jeweiligen Aldi-Lese-Apps kaufen und auf das Gerät laden. Das klappt unter iOS nicht: Wer über iPhone oder iPad ein neues eBook erwerben möchte, muss hierfür die Lese-App verlassen und den Aldi-Buchshop über einen Browser aufrufen. Das hat einen einfachen Grund: Jeder direkte Verweis in einer iOS-App auf ein kaufbares Produkt spült Apple 30 Prozent des Erlöses in die Kasse. Klar, dass die beteiligten Verlage das gern vermeiden würden. Aus demselben Grund bieten Tolino und Amazon unter iOS lediglich Lese-Apps ohne integrierte Kaufmöglichkeit an.

Aldis eBook-App macht Spaß

Die Aldi-Lese-App überzeugte im Praxis-Test auf Anhieb. Die Bedienung ist kinderleicht und erfolgt intuitiv; binnen weniger Minuten hat der Nutzer die wichtigsten Funktionen im Griff. Auf dem Smartphone oder dem Tablet reicht ein Wisch nach links oder rechts, um zu blättern. Ein Fingertipp in die Mitte des Displays ruft eine Bedienoberfläche auf, die an das iPod-Clickwheel von Apple erinnert. Über die lassen sich unter anderem Schriftart, Randabstände, Helligkeit oder Farbe der Seiten (Weiß, Schwarz, Grau, Sepia) einstellen. Fährt der Leser zwei Finger auf dem Display auseinander oder zusammen, vergrößert beziehungsweise verkleinert er die Schrift automatisch und passt sie dem Bildschirm an.

Gute Kopierschutz-Lösung

Prima: Mit Aldis eBook-System lassen sich mehrere sogenannte Adobe-IDs verwalten. Über den von Adobe entwickelten Kopierschutz wird der eBook-Leser als rechtmäßiger Besitzer des Buches identifiziert. Dank der Multi-ID-Funktion bei Aldi lassen sich so auch eBooks, die der Nutzer nicht über den Buchshop des Discounters gekauft hat, nachträglich mit dem Aldi-Konto verknüpfen und anschließend über die Aldi-App lesen.

Das Medion-Tablet E6912 verfügt über einen speziellen Lesemodus. Der spart Energie und soll so die Akkulaufzeit deutlich erhöhen.

Eingebaute Gedächtnisstütze

In der Aldi-Lese-App lassen sich auch Lesezeichen setzen. Praktisch: Markieren Sie etwa am Smartphone eine Seite mit einem Lesezeichen und lesen Sie das Buch später auf einem anderen Gerät weiter, zum Beispiel auf einem Tablet, wird das Lesezeichen wieder aufgerufen – die Aldi-Cloud synchronisiert automatisch sämtliche Einstellungen über alle Geräte hinweg. Voraussetzung: Alle Geräte sind mit demselben Aldi-life-Konto angemeldet.

Androide als eBook-Reader

Auch das passende Gerät zum eBook-Angebot gibt es bei Aldi: Parallel zum Start des eBook-Angebots bieten Aldi Nord und Süd das kompakte Medion-Android-Tablet E6912 an – für 129 Euro. Das gibt’s in den Nord-Filialen zum Launch des eBook-Angebots und solange der Vorrat reicht. Aldi Süd plant, das Tablet dauerhaft ins Sortiment aufzunehmen. Das Tablet liegt ab 20. Oktober in den Regalen des Discounters – an diesem Tag öffnet auch der eBook-Shop.

 

Fazit: Aldi life eBooks

Zum Start macht Aldi alles richtig: Die eBook-Lese-App lässt sich bequem bedienen, der Kauf von eBooks gestaltet sich problemlos. Mit seinem eBook-Angebot dürfte Aldi den etablierten Buchshops gehörig einheizen, zumal Aldi schon eine eingeführte Marke ist und Millionen Kunden hat, die man unter anderem in den Filialen für das eBook-Angebot begeistern kann.

Adresse der Quelle:

http://www.computerbild.de/artikel/cb-Tests-App-Check-Aldi-life-eBooks-16457205.html

Netzpolitik – Google verbietet Werbung für Kredite mit horrenden Zinsen

Dienstag, Mai 24th, 2016

Der Internetriese Google verbietet bald Werbeanzeigen für Kleinkredite mit extrem hohen Zinsen, die Kunden in eine Schuldenfalle treiben können. Ab 13. Juli würden Anzeigen für Kredite dieser Art auf Google nicht mehr veröffentlicht, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Betroffen seien unter anderem Geldverleiher, die eine Rückzahlung binnen 60 Tagen verlangten.

In den USA richte sich die Maßnahme zudem gegen Kredite mit einem jährlichen Zinssatz von 36 Prozent und mehr.

Im Kern geht es um sogenannte Payday Loans – also Kredite, die mit dem nächsten Gehalt automatisch beglichen werden. Allerdings geraten Kunden dieser Angebote oft in einen Schuldenkreislauf, da die Zinssätze meist horrend hoch sind.

Schutz für Nutzer

„Diese Änderung soll unsere Nutzer von irreführenden oder gefährlichen Finanzprodukten schützen“, erklärte Google. Anzeigen für Hypotheken, Autokredite, Studentendarlehen oder Kreditkarten sind demnach nicht betroffen. Nutzer, die nach Kleinkrediten Ausschau halten, bekommen sie künftig nur noch als Suchergebnis angezeigt – aber nicht mehr als Werbeanzeige.

Verbraucherschützer begrüßten die Ankündigung von Google. Damit würden Kleinkredite „wie Sprengstoff und Tabak als gefährliche Produkte“ gekennzeichnet, erklärte Wade Henderson von der Leadership Conference on Civil and Human Rights.

Originalbeitrag:

derstandard.at

Deutscher Städte- und Gemeindebund: Schließung von 50.000 Läden wegen Onlinehandel

Freitag, Januar 22nd, 2016

Vielen Läden in den städtischen Zentren droht wegen der Zunahme des Onlinehandels die Schließung. Jetzt sollen zur Rettung die Ladenöffnungszeiten angepasst werden.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund sieht angesichts des Booms des Onlinehandels bis zu 50.000 Läden in Innenstädten in Gefahr. „Leere Schaufenster in unseren Innenstädten führen zu einer Abwärtsspirale, die Zentren verlieren an Attraktivität“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Gerd Landsberg, den Ruhr Nachrichten.

Um gegenzusteuern, sollten die Länder den Kommunen bei den Ladenöffnungszeiten einen größeren Entscheidungsspielraum einräumen, forderte Landsberg. Der Einkauf in der Innenstadt müsse zum „Erlebniseinkauf“ werden.

Auch der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, warnte vor einer weiter zurückgehenden Nachfrage in den Innenstädten: „Vor allem kleine und mittelständische Händler geraten immer mehr unter Druck. Bis 2020 könnten in der Folge des Strukturwandels bis zu 50.000 Standorte vom Markt verschwinden“, sagte Genth der Zeitung. Er forderte ebenfalls flexiblere Ladenöffnungszeiten. Der Onlinehandel sei rund um die Uhr geöffnet.

Onlinehandel wächst stark

Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet einen Umsatz von 86,7 Milliarden Euro im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Im Vorjahresvergleich entspricht das einem nominalen Umsatzplus von zwei Prozent. Der Onlinehandel wird zu diesem Umsatz einen Anteil von rund 11 Milliarden Euro beitragen.

Der stationäre Handel erzielt knapp 19 Prozent, der E-Commerce gut 25 Prozent seines Jahresumsatzes in November und Dezember.

Nach Angaben des HDE vom 24. September 2015 wurde für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum im deutschen Einzelhandel von zwei Prozent erwartet. Damit werden nach HDE-Einschätzung die Einzelhandelsumsätze in diesem Jahr bei 469 Milliarden Euro liegen. Allein im Onlinehandel werden dabei 41,7 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Plus von zwölf Prozent.

 

Website:

www.golem.de/news/deutscher-staedte-und-gemeindebund-schliessung-von-50-000-laeden-wegen-onlinehandel-1512-118251.html

XXX – Wie Apple, Google und Facebook die Pornobranche zerstören

Freitag, November 27th, 2015

Seit Jahren gehen immer mehr Nutzer über ihr Smartphone online. Darunter hat die Pornobranche allerdings doppelt gelitten: Einerseits wird es durch mobile Geräte noch leichter, Amateuraufnahmen herzustellen und zu verbreiten – was der Pornobranche schon im Desktop-Bereich zu schaffen machte; andererseits wird Pornografie von einem Großteil der IT-Konzerne schlicht ausgeschlossen. Ein schwerwiegendes Problem: Denn die Nutzungsgewohnheiten haben sich mittlerweile auf den Abruf von Apps verlagert. Viele Nutzer verbringen die meiste Zeit auf Facebook, dort sind erotische Darstellungen ebenfalls verboten.

Steve Jobs lästert über Android und Porno

Flashback ins Jahr 2009: Aus Protest gegen die Politik von Google und Apple, keine pornografischen Anwendungen in ihren App-Stores zu verkaufen, gründet sich das Start-up Mikandi. Android-Nutzer können die App installieren, wenn sie Mikandi über den Browser aufrufen. In einer Pressekonferenz lästert Steve Jobs darüber: Auf Apple-Geräten werde so etwas nie möglich sein. „Es gibt da einen Pornstore für Android, den sich jeder herunterladen kann – auch Kinder. Das ist kein Ort, an den wir wollen.“

Alle gegen Porno

Nach der Erwähnung durch Jobs stiegen die Download-Zahlen von Mikandi übrigens in die Höhe, mit mittlerweile 2,5 Millionen Nutzern ist allerdings nur eine kleine Community entstanden. Die Aussage des mittlerweile verstorbenen Apple-Gründers ist symptomatisch für den Umgang der großen IT-Konzerne mit Pornografie: Google drängt pornografische Suchergebnisse in hintere Teile der angezeigten Liste, Apple blockiert Anwendungen mit nackter Haut. Facebook löschte eine Weile sogar stillende Mütter; noch heute werden Nacktfotos in dem sozialen Netzwerk und dem dazugehörigen Instagram schnell gesperrt.

Kein Ankauf von Technologien

Dazu kommt, dass viele Start-ups und etablierte Technologiekonzerne keinen Handel mit Pornoseiten treiben. Newsletter-, Videobuffering- und Bezahlsysteme müssen da selbst entwickelt werden, obwohl die Gewinnspannen nach dem Siegeszug der kostenlosen Tubes (Youporn, Redtube) sowieso dezimiert sind. Immer mehr Insider warnen deshalb davor, dass die kommerzielle Pornobranche vor dem Aus steht.

Kein sorgenfreie Horizont

Im Bereich Virtual Reality, der als nächste große Nutzungsrevolution gilt, stehen die Vorzeichen nämlich ebenfalls schlecht: Zwar werden erste Virtual-Reality-Pornos bereits sehr positiv beurteilt, doch wollen die großen Konzerne nichts davon wissen. Geht man davon aus, dass Virtual Reality auch primär über Apps ablaufen wird, müssen sich Pornofirmen also weiterhin Sorgen machen. Denn: Oculus gehört zu Facebook, Hololens wird von Microsoft entwickelt – und Google hat erste für Glass entwickelte Porno-Apps sogar bereits entfernen lassen. Angesichts dessen ist es nicht verwunderlich, dass der „Playboy“ künftig auf Erotik verzichtet.

 

Quelle:

derstandard.at/2000024119087/Wie-Apple-Google-und-Facebook-die-Pornobranche-zerstoeren

Streaming-Apps: Periscope und Meerkat: rechtliche Risiken für Nutzer

Sonntag, Mai 31st, 2015

Live-Streaming-Apps wie Periscope und Meerkat werden immer beliebter. Vielen Nutzern ist dabei nicht bewusst, dass die neuartigen Apps zu einem großen Risiko im Bezug auf Copyright-Gesetze werden können.

Durch die neuen Live-Streaming-Apps wie Meerkat und Periscope ist es seit Kurzem fast jedem Menschen mit einem Smartphone und der entsprechenden App möglich, einen Live-Stream zu starten, der weltweit übertragen wird. Neben dem Hype um die Apps gehen mit der erhöhten Nutzung auch immer mehr Beschwerden und Gerichtsverfahren aufgrund von Verstößen gegen Copyright und Datenschutz einher.

Während viele Nutzer die Apps nutzen um einen Live-Stream von zu Hause aus zu übertragen, werden diese auch immer öfter in der Öffentlichkeit genutzt. Da kaum ein Nutzer vor dem Start des Live-Streams die Erlaubnis von den auch im Stream zu sehenden Personen einholt, ist in vielen Fällen der Verstoß gegen verschiedene Gesetze die Folge.

Der Anwältin Kerry O’Shea zufolge ist die Live-Übertragung dabei das größte Problem. Während bei traditionellen Videoaufnahmen auch nach der Aufnahme noch die Erlaubnis von aufgezeichneten Personen eingeholt werden kann, ist dies bei Live-Übertragungen nicht der Fall.

Während fremde Personen in der Öffentlichkeit meist ohne explizite Erlaubnis gefilmt werden dürfen, ist eine Erlaubnis der betroffenen Personen notwendig sobald das Videomaterial für kommerzielle Zwecke wie einen Social-Media-Post genutzt wird. Verstöße gegen den Datenschutz und die Privatsphäre sind daher vor allem für Unternehmen ein Risiko. Im Gegensatz dazu sind Copyright-Verstöße allerdings auch für Privatpersonen, die Live-Streams starten, relevant.

Periscope und Meerkat sind zwei Shootingsstars in der App-Landschaft. Beide sind sich sehr ähnlich und erlauben es, einen einfachen Livestream über das iPhone zu starten und dies per Push-Nachricht an „Abonnenten“ zu melden, die ebenfalls die App nutzen. Zuschauer können während der Übertragung Fragen im Chat stellen. Beide sind eng an Twitter gebunden, man kann sein Twitterkonto als Login nutzen, Periscope stammt sogar direkt von Twitter, das Unternehmen hat die App kürzlich übernommen.

Kleinere Unterschiede gibt es bei den Funktionen: Während Periscope vergangene Übertragungen für 24 Stunden speichert und so abrufbar macht, speichert Meerkat keine Videos, erlaubt aber Vorankündigungen geplanter Übertragungen. Zudem ist die Bildqualität nach unserem Eindruck bei Meerkat etwas besser, dafür hat Periscope deutlich mehr Nutzer.

Sie finden auch die Macwelt auf beiden Plattformen, jeweils als @macwelt. Dort werden wir in Zukunft gerne Einblicke in die Redaktion geben.

Livestreams von TV und Theater?

Auch wenn Pericope und Meerkat in den Nutzungsbedingungen ausdrücklich Copyright-Verstöße verbieten, passiert es inzwischen häufig, dass Nutzer der Apps Video oder Audio von TV-Shows wie Game of Thrones live übertragen. Dies resultierte bereits in einigen Unterlassungs-Verfügungen durch den Sender HBO, der solche Übertragungen verhindert will.

Zusätzlich zu TV-Shows, Filmen und Musik sind auch Theateraufführungen und Konzerte urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Erlaubnis ins Internet übertragen werden. Während die Dienste wie Periscope und Meerkat als Plattform für die Live-Streams vor gerichtlichen Konsequenzen geschützt sind, trifft dies nicht auf die Nutzer zu.

 

Webseite:

http://www.macwelt.de

Unglaublich, aber wahr: Ungültiger Product-Key für Office bei Amazon

Dienstag, Mai 12th, 2015

Die Geschichte wollte ich zuerst nicht glauben, aber es ist wirklich passiert. In unserem Immobilienbüro mussten 3 PC’s ausgetauscht werden. Sie waren einfach in die Jahre gekommen und wurden immer langsamer. Auf allen 3 Rechnern war Microsoft Office 2010 installiert und das wollten wir auch wieder auf den neuen PC’s haben. Geht ja auch, wenn man das Programm nur auf einem Rechner aktivieren bzw. laufen lässt. Unser IT-Dienstleister vom PC Service Berlin, mit dem wir seit Jahren zusammen arbeiten, richtete uns im ersten Schritt 2 von den neuen PC’s ein und überspielte die Daten wie Outlook-Emails, Lesezeichen und Musik und Bilder.

Auf beiden PC’s konnte er auch das Office 2010 wieder installieren, alles lief, auch in dem Outlook hat er unsere Email-Konten eingerichtet. Beim nächsten Termin sollte der 3. neue Rechner eingerichtet werden. Nachdem der Computerservice die Daten übertragen hatte, fragte er nach dem Product-Key für die Office 2010-Installation. Und dann begann das Unheil. Wie so oft, das hatte uns auch der Mann vom PC Notdienst bestätigt, findet man dann nicht die benötigten Unterlagen. Eigentlich hatten wir alles in einem Ordner und die 2 Lizenzen, die wir bereits für die beiden PC’s verwendet hatten, waren da auch drin. Nur die dritte fehlte. Nach langem Suchen beschlossen wir gemeinsam mit dem IT-Experten, eine neue Version von Office Home & Business 2013 zu kaufen. Gemeinsam gingen wir auf amazon, um eine Version zu bestellen. Einige Tage später kam dann tatsächlich das Päckchen, so wie man es mittlerweile bei MS Office kennt. Eine eingeschweißte Pappschachtel, in der sich eine scheckkartengroße Pappkarte mit dem Product-Key befindet ohne DVD, eine sogenannte datenträgerlose Version

Wir riefen unseren Dienstleister vom PC Service Berlin an und vereinbarten einen neuen Termin. Er ging also frisch ans Werk und wollte mit dem Product-Key das neue Office installieren. Die Installationsdatei hatte er bereits heruntergeladen. Bloß, der gute Mann ist fast verzweifelt, was auch immer er probiert hatte, es kam immer wieder die Meldung, dass der Key ungültig sei. Schließlich hatte er genug und rief die Hotline von Microsoft an. Und dann kam der Hammer. Laut Microsoft ist der Key definitiv ungültig und nicht von Microsoft herausgegeben. Wir sind also einer Fälschung aufgesessen. Aber die war professionell. Die eingeschweißte Verpackung, die Aufmachung, irgendwie alles war, wie es sein sollte. Dann fiel unserem Dienstleister vom PC-Service Berlin allerdings eins auf. Die in der Packung angegebene Internet-Adresse zum Download der Installationsdatei existierte nicht, soll heißen, wenn man sie aufrief, kam eine Microsoft-Seite, dass die gewünschte Seite nicht existiert. Lange Rede, kurzer Sinn, wir bestellten dann nochmals eine Version, diesmal in einem Computerladen und unser PC-Service Mitarbeiter übernahm freundlicherweise die Rückabwicklung mit Amazon. In Zukunft werde ich mir überlegen, ob ich bei Amazon wieder etwas bestelle. Es bleibt ein ungutes Gefühl, wenn die so lasch ihre Händler, die über den Amazon Marketplace Artikel verkaufen, kontrollieren.

Livestreaming: Younow-Nutzung erleichtert Belästigungen durch Erwachsene

Donnerstag, Februar 26th, 2015

Der in Deutschland seit kurzem beliebte Dienst Younow ist für Kinder eindeutig nicht geeignet. Der Betreiber ist „sehr stolz auf den Erfolg, den Younow in Deutschland hat.“ Für die Eltern von Jugendlichen gibt es Tipps für die Nutzung.

Das Bundesfamilienministerium hat eindeutig vor der Nutzung der Livestream-Plattform Younow durch Kinder gewarnt. Dort sind meist sehr junge Jugendliche aktiv, um per Video ihr Leben mit zahlreichen fremden Nutzern zu teilen. Younow „betreibt jedoch keine Vorsorge, um Kinder und Jugendliche wirkungsvoll vor Übergriffen und Gefährdungen zu schützen“, sagte ein Sprecher des Familienministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Die Nutzer gäben Einblicke in ihr Privatleben und „erleichtern so Mobbing durch Gleichaltrige und sexuelle Belästigungen durch Erwachsene.“

Altersangaben würden nicht verifiziert und das Angebot lasse sich nicht so einstellen, dass die Zugänglichkeit von Livestreams beschränkt werden könne. „Für Kinder ist der Dienst nicht geeignet.“

Die Videostreams, die dort abgerufen werden, sind immer live, und es gibt eine Chatfunktion. Die Streams sind auch ohne Anmeldung abrufbar. Wer selbst chatten möchte, braucht ein Nutzerkonto. Meist stellen die Zuschauer Fragen und die Streamenden antworten und werden dann bewertet.

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) rät: „Eltern von jüngeren Minderjährigen sollten ihren Kindern die Nutzung von Younow eher verbieten und durch technische Mittel sicherstellen, dass die Seite nicht aufgerufen wird.“ Hierzu können Schutzmaßnahmen wie Einstellungen im Betriebssystem mit Administratorenrechten getroffen werden.

„Ältere Minderjährige sollten sich vor allem der Gefahren und möglichen Probleme bei der Nutzung bewusst sein und niemals persönliche Daten preisgeben, sich nicht in körperlicher und psychischer Form entblößen.“ Zudem wird den jugendlichen Nutzern geraten, sich nicht auf direktes Messaging oder gar persönlichen Kontakt in Form eines Treffens einzulassen und Dritte nur mit deren Einverständnis filmen.

Laut einem Bericht des Stern sind die Nutzerzahlen in Deutschland seit November 2014 sprunghaft gestiegen, im Januar wurde Younow 16 Millionen Mal genutzt.

Der Betreiber erklärte: „Wir sind sehr stolz auf den Erfolg, den Younow in Deutschland hat.“ Man stimme zu, dass der Service für Jugendliche unter 13 Jahren nicht geeignet sei. Ein Moderationsteam arbeite 24 Stunden am Tag, um User zu verbannen, die gegen die Bedingungen und Regeln von Younow verstoßen.

 

Link zum Artikel:

http://www.golem.de/news/

Internetkonferenz DLD: Samwer fordert Start-ups zu Börsengängen auf

Sonntag, Februar 15th, 2015

Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer hofft auf eine Signalwirkung des Börsengangs seiner Start-up-Schmiede Rocket Internet für die europäische Online-Wirtschaft. „Das ist gut für Europa. Je mehr Unternehmen an die Börse gehen, umso mehr kann man diesen europäischen Traum haben“, sagte Samwer auf der Internetkonferenz Digital-Life-Design (DLD) in München. „Die wichtigste Erfahrung des Börsengangs war: Es ist machbar.“ Das sollte anderen Unternehmen Mut machen.

Rocket Internet hatte bei dem Börsengang in Frankfurt im Oktober über 1,4 Milliarden Euro eingenommen. Die Aktie war zunächst unter den Ausgabepreis gestürzt, erholte sich inzwischen aber.

Der Marktwert des Unternehmens liegt über 6,5 Milliarden Euro. Rocket Internet entwickelt weltweit junge Unternehmen vor allem im Bereich des Online-Handels.

Die Idee von Samwer und seiner Brüder Marc und Alexander ist, den Gründungsprozess mithilfe einer einheitlichen Plattform aufs Fließband zu stellen. „Die Sache mit den verschiedenen Kulturen in einzelnen Ländern wird überbewertet: E-Commerce funktioniert überall“, sagte Samwer. Aktuell arbeiten rund 50 Firmen unter dem Rocket-Dach. Sie schreiben bisher quer durch die Bank Verluste.

Rocket-Eintritt in USA möglich

Fragen zur künftigen Strategie wich Samwer unter Hinweis auf die Mitteilungspflichten bei einem börsennotierten Unternehmen aus. Einen groß angelegten Markteintritt in den USA schloss er allerdings nicht aus.

 

„Wir greifen nicht an. Wir könnten freundlich Amerika betreten. Nichts ist unmöglich“, sagte er auf die Frage nach Plänen für einen Angriff auf die Konkurrenz in den USA. Bisher sind nur einige wenige Rocket-Start-ups in den USA aktiv.

Zugleich machte Samwer keinen Hehl daraus, dass er seine Start-ups dynamischer als die etablierten Internetkonzerne aus den USA findet. „Bei Google haben Sie eine Cafeteria mit Gratis-Getränken und Sushi – bei uns können Sie Unternehmen aufbauen“, beschrieb er die Perspektive für Neueinsteiger.

Samwer wehrt sich gegen Kopier-Vorwürfe

Im Silicon Valley wird Rocket Internet oft vorgeworfen, Geschäftsideen aus den USA zu kopieren. Samwer kontert, die Herausforderung sei vor allem die Umsetzung einer Idee.

Der 42-jährige Samwer machte bei seinem Auftritt insgesamt seinem Ruf eines aggressiven und ungeduldigen Managers alle Ehre. „Wir sind sehr hungrig“, beschrieb er Rocket Internet. „Es ist egal, wie gut jemand gestern war, wenn der Hospitant heute besser ist.“

Er selbst arbeite so viel wie nötig – und schlafe am liebsten in Flugzeugen, um Zeit zu sparen. Die Börsengänge von Rocket und des Modehändlers Zalando haben die Samwer-Brüder offiziell zu Milliardären gemacht.

 

Die Homepage besuchen:

www.welt.de/wirtschaft

Sicherheit – Freemail-Dienste getestet: Kein Anbieter überzeugt voll

Dienstag, Februar 3rd, 2015

Sicherheit im Internet war noch nie ein so wichtiges und viel diskutiertes Thema wie heute. Bei Messaging-Apps gab es in den vergangenen Monaten einen Boom von Diensten, die mehr Sicherheit und Anonymität versprechen. Auch bei E-Mail-Diensten steht Sicherheit seit den Enthüllungen Whistleblower Edward Snowden stärker im Fokus. Das deutsche Internet-Security-Unternehmen PSW Group hat populäre Freemail-Angebote getestet, sieht jedoch noch keinen Anlass für Jubel. „Bei keinem können sich Nutzer wirklich sicher fühlen“, so das Unternehmen in einer Aussendung.

Verschlüsselung

Getestet wurden zunächst Gmail, Yahoo, GMX, Web.de und T-Online vor allem in Hinblick auf die Sicherheit. Wieso die Angebote von Microsoft und Apple nicht berücksichtigt wurden, meldeten die Tester auf Nachfrage des Webstandard nicht zurück. Allen Anbietern mangle es derzeit noch an effizienter Verschlüsselung, bei einigen würden sogar ordentliche Passwortkontrollen fehlen.

Keiner der Anbieter verschickt die E-Mails mit einer End-to-End-Verschlüsselung. Die Anbieter beschränken sich auf eine reine Transportverschlüsselung. Für die Tester ist das zwar ein Anfang, sei für die komplette Sicherheit einer E-Mail jedoch nicht ausreichend. Einige Anbieter haben sich zur Initiative „E-Mail made in Germany“ zusammengeschlossen. Die Mitglieder würden jedoch umso mehr enttäuschen. Denn die Transportverschlüsselung von GMX, Web.de und T-Online finde nur mit anderen Teilnehmern der Initiative statt.

Zumindest unterstützten alle getesteten Anbieter laut der PSW Group Perfect Forward Secrecy. Dadurch wird verhindert, dass Daten nachträglich entschlüsselt werden können, wenn ein geheimer Schlüssel geknackt wird.

Alternative Anbieter

Alternativ zu den großen Anbietern hat sich PWS auch die weniger bekannten Dienste Posteo, mailbox.org, MyKolab.com, Secure-Mail.biz, eclipso und aikQ Mail angesehen, von denen einige jedoch kostenpflichtig sind. Alle würden sich durch starke Webseiten- und Backend-Verschlüsselung, Perfect Forward Secrecy eine effiziente Transportverschlüsselung auszeichnen.

Die Server befänden sich alle in der Schweiz oder Deutschland mit Ausnahme von Secure-Maik.biz mit einem Hauptserver in Russland. Besonders hervorgehoben wird mailbox.org, da der Anbieter erst gar keine unverschlüsselten E-Mails zustellt. Nutzer könnten auch einstellen, ob ihre Mails entweder verschlüsselt oder gar nicht versendet werden.

Passwortsicherheit

„Desaströse Sicherheitsmängel“ orten die Tester bei der Passwortsicherheitsprüfung von GMX und Web.de. Einfachste Passwörter würden bereits als sicher angesehen. „Eigentlich war die Passwortsicherheit keines unserer geplanten Kriterien. Angesichts der Tatsache, dass wir schon im ersten Test mit ‚Passwort‘ und ‚12345678‘ durchgekommen wären, haben wir diesen Punkt nachträglich ergänzt. Und wir waren schockiert, was Anbieter, die das Thema Sicherheit offenbar in ihrer Marketing-Strategie mit aufgenommen haben, hier machen“, so Heutger.

Nur T-Online und mailbox.org schnitten hier gut ab. Bei letzterem sei auch eine Buchstaben-/Zahlenkombination verpflichtend und ein Passwort dürfe nicht im Duden stehen.

Die Angebote wurden auch hinsichtlich Usability, Werbung und Auffindbarkeit sowie Formulierung der Geschäfts- und Datenschutzbedingungen getestet. Alle Ergebnisse im Detail sind im Blog der PWS Group auffindbar.

Fazit und Ausblick

Testsieger für die PWS Group ist mailbox.org aufgrund seiner Verschlüsselung und Passwortsicherheit. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen Freemail-Anbieter. „Bei den US-Anbietern wäre sogar vieles stimmig, sowohl in Sachen Verschlüsselung als auch in der Usability. Wären da nicht Punkte in den Datenschutzvereinbarungen, die das jeweilige Testergebnis wieder zunichtemachten“, so PSW-Geschäftsführer Christian Heutger. „Das Safe Harbor-Abkommen, das derzeit wieder rege diskutiert wird, gibt ihnen die Erlaubnis, Nutzerdaten in die USA zu transferieren. Und was dort mit den Daten geschieht, bleibt Unternehmensgeheimnis.“

Die großen Anbieter arbeiten jedoch an mehr Verschlüsselung für ihre Dienste. Google hat für seinen Browser Chrome etwa die Erweiterung „End-to-End“ zur Verschlüsselung von Gmail via PGP entwickelt. Das Tool steht über GitHub zur Verfügung, eine Veröffentlichung über den Chrome Store ist für 2015 anvisiert. Auch Yahoo und kürzlich die deutschen Dienste Web.de und GMX haben angekündigt bis Ende 2015 Verschlüsselung mittels PGP einzuführen. (br, derStandard.at, 18.1.2015)

Übernommen aus:

derstandard.at

TV-Zukunft – Warum Sie noch keinen 4K-Fernseher kaufen sollten

Samstag, Januar 24th, 2015

Mit allerlei Neuerungen versuchen Fernseher-Hersteller schon seit geraumer Zeit, den trudelnden Markt für TV-Geräte wieder in Schwung zu kriegen. Der Fortschritt der Technik war auch auf der CES in Las Vegas kaum zu übersehen. Groß, gebogen und hochauflösend sind das Motto für Flimmerkisten des Jahres 2015.

Immer mehr springen dabei auf den UltraHD-Zug auf und bieten Geräte mit Auflösungen von 3.840 x 2.160 Pixel und mehr, auch angepriesen als „4K“. Darin liegt auch zweifelsohne die Zukunft. Doch Konsumenten sollten mit dem Kauf eines solchen Fernsehers noch zuwarten, denn im Hintergrund des Marktgeschehens kämpfen Hersteller und Contentanbieter noch um Inhalte, wie Wired erklärt.

Streaminginhalte im Fokus

Die jetzige Entwicklung unterscheidet sich dabei von früheren Wettrennen wie etwa jenem zwischen Betamax und VHS oder der Blu-ray und der HD-DVD. Denn da ging es um Medien, die sich mit einem Wiedergabegerät an beliebigen Fernsehern abspielen lassen. Entschieden wird die Zukunft aber nicht durch Speichermedien, bestimmte Kabelanschlüsse oder herkömmliche Fernsehstandards.

Der Schritt von Full HD auf 4K markiert den Wechsel zur ersten TV-Generation, bei der Streaminginhalte wichtiger sein werden als traditionelle Formen der Contentauslieferung. Doch ob man seine Lieblingsinhalte auch in dieser Auflösung ansehen kann, wird davon abhängen, ob das eigene Gerät auf Anbieter zugreifen kann, welche sie in dieser Qualität auch anbieten. Denn leistbare Streamingboxen mit UltraHD-Support und breiter Unterstützung von Netflix und anderen Video-on-Demand-Anbietern gibt es noch nicht.

Viele Hersteller, unterschiedlicher Content

Stattdessen zeigte sich auf der CES eine sehr heterogene Entwicklung. TCL will mit Roku kooperieren und künftig Fernseher bauen, die einen Erwerb von dessen Streamingbox überflüssig machen. Auch andere Produzenten arbeiten erst daran, zusätzliche Streaminggeräte möglichst überflüssig zu machen. Das Satelliten-TV-Netzwerk Dish wiederum wird 4K-Abos ab 30 Dollar pro Monat anbieten, die wiederum eine DVR-Box des Herstellers Hopper voraussetzt.

Zusätzlich erschwert wird die Auswahl der Konsumenten durch Exklusivvereinbarungen. So ermöglichen manche 4K-TVs den Zugriff auf Netflix und Amazon Instant Video, andere wiederum unterstützen nur einen der beiden oder konkurrenzierende Streamingdienste. M-Go und Comcast bieten ihre Apps in den USA derzeit nur auf Samsung-Fernsehern an. Sonys relativ umfangreiche Sammlung an 4K-Inhalten steht wiederum nur auf seinen eigenen Fernsehern bereit und verlangt die Anschaffung eines zusätzlichen Players für 700 Dollar.

Codecs und Services

Auch auf technischer Seite fehlt es noch an einer gemeinsamen Basis, was Kompatibilitätsprobleme nach sich ziehen kann. Google pusht zum Beispiel den VP9-Codec für UHD-Content, Netflix und Amazon setzen auf H.265. Doch selbst wenn ein Fernseher, wie die meisten aktuellen Geräte, beide unterstützt, heißt das nicht, dass auch alle darauf basierenden Dienste einwandfrei funktionieren. Dazu rittern diverse Betriebssysteme – von Android TV über Firefox OS bis hin zu proprietären Lösungen der Hersteller – um die Vorherrschaft im Wohnzimmer.

Wired empfiehlt daher, mit der Anschaffung eines 4K-Fernsehers noch zumindest ein paar Monate zu warten. In absehbarer Zeit dürften technische Kinderkrankheiten des beginnenden UHD-Zeitalters ausgemerzt sein. Dazu sollte nicht nur das Angebot an hochauflösenden Inhalten insgesamt wachsen, sondern auch mehr plattform-agnostische Dienste verfügbar werden, die nicht mehr ein bestimmtes Endgerät bzw. ein TV-Gerät eines bestimmten Herstellers voraussetzen.

Herausforderung für Telekommunikationsbranche

Gleichzeitig stellt 4K auch eine Herausforderung für die Telekommunikationsbranche dar. Populäre Streaminganbieter wie Netflix sorgen bereits heute mit 1080p-Inhalten für hohe Mengen an Traffic. Trotz aller Kniffe bei der Videokomprimierung erzeugen UltraHD-Videos dank der im Vergleich vierfachen Menge von Pixeln am Bildschirm nochmals deutlich mehr Last.

Außerdem ist die Voraussetzung auf Seiten des Endkunden ein Internetanschluss mit hoher Bandbreite, will man die Inhalte zügig und in guter Qualität genießen. Laut einem Report von Akamai sind aktuell nur 19 Prozent aller US-Haushalte „4K-ready“, surfen also mit einer Geschwindigkeit von 15 Megabit pro Sekunde oder mehr im Netz.

Günstige Preise für Full HD-Fernseher erwartet

Weil die Hersteller sich künftig fast ausschließlich auf die Verbreitung und Bewerbung von 4K kümmern werden, so Wired weiter, könnte sich dafür bald die Chance auf ein günstiges letztes Upgrade im Full-HD-Segment bieten.

Weil allerlei neue Funktionen und Technologien den kommenden Highend-UHD-Geräten vorbehalten bleiben, könnten hochwertige HD-Fernseher samt Unterstützung für diverse Streaminganbieter bald erheblich billiger werden. (gpi, derStandard.at, 14.01.2015)

 

Quelle:

derstandard.at/2000010376913/

Kartellamt weist Verleger-Beschwerde gegen Google ab (und wie)

Samstag, September 13th, 2014

Die deutschen Verleger haben vom Kartellamt einen Korb bekommen, die Wettbewerbshüter haben eine Beschwerde gegen den Suchmaschinenriesen abgewiesen, ja abgeschmettert. Die VG Media, die das Leistungsschutzrecht abwickeln soll, argumentiere „nicht schlüssig“ und soll zudem selbst kartellrechtlich aufpassen.

Klare Absage in Richtung VG Media

Wie die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) schreibt (via @GillyBerlin), hat das Bundeskartellamt eine Verleger-Beschwerde zum Thema Leistungsschutzrecht (LSR) klar zurückgewiesen: Die Verleger hatten über ihre für die LSR-Durchsetzung gegründete VG Media einen Machtmissbrauch Googles moniert.

Das Suchmaschinenunternehmen hatte nach der Verabschiedung des Leistungsschutzrechts den Verlagen das „Angebot“ gemacht, sich explizit mit der kostenlosen Nutzung ihrer Inhalte auf Google News einverstanden zu erklären oder aus dem Nachrichtenportal als Quelle gestrichen zu werden. Die meisten der (Print-)Verlage gingen darauf ein, gleichzeitig reichte die VG Media aber beim Kartellamt eine Beschwerde ein und wollte hier einen Machtmissbrauch Googles erkennen.

Die Wettbewerbshüter folgten den Argumenten laut FAZ aber nicht, ganz im Gegenteil, die Verlegerbeschwerde wurde regelrecht zerlegt. „Die Anknüpfungspunkte für ein eventuell kartellrechtsrelevantes Verhalten von Google beruhen teilweise nur auf Mutmaßungen“, so das Kartellamt, das auch zur Ansicht kam, dass das „eigentliche Beschwerdeziel unklar“ sei. Insgesamt sei das Vorgehen der VG Media weder „schlüssig“ noch „substantiiert.“

Das Kartellamt kam zur Auffassung, dass Google nicht verpflichtet sei, den Verlagen die „Snippets“, also kurzen Textauszüge, abzukaufen. Kartellamtspräsident Andreas Mundt sieht nicht einmal einen für ein Verfahren erforderlichen „hinreichenden Anfangsverdacht.“

Geht der Schuss nach hinten los?

Google wollen die Kartellwächter aber weiterhin beobachten und tätig werden, sollte Google etwa eine Seite komplett aus dem Index werfen (was aber faktisch ausgeschlossen werden kann). Interessant ist aber vor allem die Drohung des Kartellamtes in Richtung der Verleger: Denn man stellt sich die Frage, ob nicht auch die VG Media ein verbotenes Kartell sei und behält sich eine entsprechende Prüfung vor.

 

externer Link zum Artikel:

 

winfuture.de/

Rdio: Gratis-Musikstreaming auch für Smartphones

Dienstag, September 9th, 2014

Spotify-Konkurrent Rdio hat sein kostenloses, werbefinanziertes Musikstreaming-Angebot ausgebaut. Aber sofort können auch europäische Rdio-Nutzer auf Smartphones gratis die Musik ihrer Wahl hören.

Rdio bietet einen entweder kostenlosen/werbefinanzierten oder aber kostenpflichtigen/werbefreien Musikstreamingdienst an. Ab sofort können Rdio-Nutzer in Europa ihre Musik aber auch auf Smartphones ( iPhone , Android und Windows Phone) gratis streamen. Wer Werbung akzeptiert, kann von den Streaming-Servern von Rdio 30 Millionen Lieder abrufen. Sowohl auf PCs als auch auf Tablets und Smartphones – per Rdio-App.
 

Werbefrei kostet 
Wer den Musikstream werbefrei genießen möchte, kann das Gratis-Abonnement in ein kostenpflichtiges umwandeln. Ohne Werbung kostet Rdio 9,99 Euro im Monat.

 

Neue Funktionen

Zudem haben die Macher von Rdio ihren Streamingdienst um einige neue Funktionen erweitert: Home (ein personalisierter Feed mit Musik-Stories), Favoriten (die Lieblingslieder, Alben. Genres etc. der Nutzer) und Browse (hier kann man neu generierte Kanäle durchstöbern) und Trending (zum Entdecken von Stationen, Titel, Alben, Künstler oder Wiedergabelisten, die unter Rdio-Musikfans populär sind).
 
Rdio wurde im August 2010 gegründet, unter anderem von Janus Friis, der auch den mittlerweile von Microsoft aufgekauften VoIP-Dienst Skype sowie die Tauschbörse Kazaa aus der Taufe gehoben hat. Der Musikstreamingdienst mit derzeit laut Unternehmen 30 Millionen Liedern ist in 60 Ländern verfügbar und hat seinen Hauptsitz in San Francisco.

 

Original-Artikel:

www.pcwelt.de/news/Rdio_bietet_ab_sofort_Gratis-Musikstreaming_auch_fuer_Smartphones-Spotify-Konkurrent-8892966.html

Urheberrecht: E-Book-Anbieter dürfen Weiterverkauf von Dateien untersagen

Montag, September 1st, 2014

Urheberrecht

Was für Software gilt, gilt noch lange nicht für andere digitale Waren. Bei E-Books und Hörbüchern darf der Weiterverkauf von Downloads untersagt werden.

Anbieter von E-Book- und Hörbuch-Downloads dürfen den Weiterverkauf der Dateien untersagen. Ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm vom Mai 2014 ist jetzt rechtskräftig geworden. Wie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Donnerstag bestätigte, nahm der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. seinen Einspruch gegen die Entscheidung des OLG, eine Revision nicht zuzulassen, zurück. Die Verbraucherzentrale hatte gegen den Online-Händler buch.de geklagt, der das Verbot des Weiterverkaufs in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert hat. (BGH AZ: I-ZR 120/14, OLG Hamm AZ: 22 U 60/13)

Das nun rechtskräftige Urteil sei ein wichtiges, positives Signal, hieß es in einer Mitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Die Entstehung eines „Gebrauchtmarktes“ für E-Books und Hörbücher könne weder im Sinne der Autoren, Verlage und Händler noch der Kunden sein. Der Primärmarkt für digitale Inhalte würde in einem solchen Fall völlig zusammenbrechen. „Im Gegensatz zu gedruckten Büchern können digitale Bücher praktisch unendlich vervielfältigt und weitergegeben werden, zudem nutzen sie sich nicht ab. Welchen Grund gäbe es, das Original zu kaufen, wenn es eine riesige Auswahl identischer, aber günstigerer Kopien gibt?“, fragte der Börsenverein.

Software ist ein spezieller Fall

Ebenso hatte das OLG Hamm argumentiert. Nach Ansicht der Richter unterliegen aus dem Internet heruntergeladene Audio-Dateien und deren Kopien der Regelung von Paragraf 19 des Urheberrechtsgesetzes. Demnach bleibt das „Recht der öffentlichen Zugänglichmachung“ auch nach dem Download beim Urheber. Anders als bei gedruckten Büchern oder CDs ende das Verbreitungsrecht des Urhebers nicht mit dem Verkauf, urteilten die Richter.

Der Gesetzgeber unterscheide zudem bewusst zwischen Computerprogrammen und anderen digitalen Dateien. Beim entsprechenden Paragrafen 69a-g des Urheberrechtsgesetzes handele es sich „um eine ganz spezielle, maßgeschneiderte Lösung exakt für und nur für Computerprogramme …, die nicht analogiefähig ist und es auch nicht sein soll“. Die Entscheidung des EuGH (C 128/11), wonach Software ohne Zustimmung des Herstellers weiterverkauft werden darf, betreffe Software und nicht andere digitale Produkte, insbesondere nicht Multimediadateien, speziell Hörbücher. „Ausgehend von den vorstehenden Ausführungen lassen sich die Spezialregelungen für Software nicht generalisieren“, schrieb das Gericht.  (fg)

 

www.golem.de/news/urheberrecht-e-book-anbieter-duerfen-weiterverkauf-von-dateien-untersagen-1408-108879.html

www.golem.de/

Youtube und Google+: Google schafft Klarnamenzwang ab

Mittwoch, August 13th, 2014

So wie Facebook wollte auch Google die Mitglieder seines sozialen Netzwerks zwingen, ihre echten Namen zu benutzen. Nach einer Lockerung der Regelung vor zwei Jahren verzichtet Google jetzt ganz auf den Klarnamenzwang und entschuldigt sich.

In einem unerwarteten Schritt hat Google für Google+-Benutzerkonten den Klarnamenzwang sowie bisherige Verifizierungsmodalitäten für Pseudonyme abgeschafft. Ab sofort sind Nutzer bei der Wahl ihrer Namensangaben im Profil völlig frei, wie das Unternehmen auf Google+ verkündet.

Überraschend ist der Schritt, weil die Debatte über Sinn und Unsinn der Erforderlichkeit des Klarnamens bei Google+ schon drei Jahre zurückliegt. Damals waren Google selbst und leidenschaftliche Nutzer seiner kurz zuvor eingeführten, alle Google-Dienste vernetzenden „soziale Ebene“ voller Hoffnung.

Mittlerweile ist Google+ die Puste ausgegangen. Auch, weil aus Unternehmenssicht eine wichtige Aufgabe von Google+ abgeschlossen wurde, nämlich die Vereinheitlichung der Benutzerkonten zur besseren, effektiveren Werbevermarktung und Nutzerdatenanalyse. Dass der Konzern selbst keine großen Ambitionen mehr für Google+ hat, zeigt die Abwesenheit seiner Erwähnungen auf der jüngst abgehaltenen Google-Entwicklerkonferenz I/O. Der „Vater“ des Projekts, Vic Gundrota, verließ das Unternehmen jüngst.

Anfang 2012 hatte Google zwar schon Pseudonyme erlaubt und damit seine „Gebrauchsnamenpflicht“, wie das Unternehmen es selbst nannte, etwas aufgeweicht. Doch Kritikern ging der Schritt nicht weit genug, zumal er erheblichen Einschränkungen unterlag.

Die jetzige Entscheidung zur Abschaffung des Klarnamenzwangs begründet Google mit dem Streben nach einem alle Menschen inkludierenden Ort. Das Unternehmen entschuldigt sich auch gleich noch bei allen Personen, die sich bislang durch den Zwang zur Angabe ihres vollen Namens ausgegrenzt fühlten.

Ein Schritt, um Youtube-Nutzer zu besänftigen?

Der Schritt, ausgeführt zum Höhepunkt des medialen Sommerlochs, im Urlaubsmonat Juli kurz nach Abschluss der Fußballweltmeisterschaft, wirkt schon etwas kurios. Als Reaktion auf die einstigen Proteste gegen Googles sture Haltung kann der Entschluss aufgrund der seitdem vergangenen Zeit kaum gewertet werden. Und ganz ohne Begrenzungen kommen die Namensrichtlinien auch weiterhin nicht aus: Auf der Hilfeseite, die während einer Namensänderung verlinkt wird, informiert Google darüber, dass nach einer Modifizierung bis zu drei Monate lang keine weiteren Änderungen möglich sind.

Unterm Strich lässt sich die Neuigkeit, so nebensächlich sie für viele Anwender auch klingen mag, dennoch als Strategiewechsel bezeichnen. Google scheint nicht länger um jeden Preis die namentliche Identität der Nutzer in Erfahrung bringen zu wollen. Sei es, weil für die gezielte Anzeigenauslieferung ohnehin hinreichend Datenpunkte über jeden einzelnen Google-Nutzer vorhanden sind. Oder vielleicht, weil das Unternehmen doch noch einmal versuchen möchte, Google+ einen Push zu geben – und das dieses Mal über eine Differenzierung vom Hauptwettbewerber Facebook, nicht als „Me too“-Produkt.

Vielleicht geht es aber auch nur darum, Kritiker der unpopulären Implementierung von Google+ als Kommentarmodul bei Youtube zu besänftigen: Seit November ist ein Profil bei Google plus nötig, um Youtube-Videos zu kommentieren – was unter Youtube-Nutzern einigen Ärger erregt hat. Und anders als das aktuelle Google+ ist Youtube für Google wichtig.

Vermutlich ist die Maßnahme nur der erste von mehreren Teilschritten, mit denen Google+ in den nächsten Monaten umgebaut, in den Hintergrund gerückt oder für einen Relaunch fit gemacht wird. Denn in der aktuellen Form erfüllt das Produkt für Google keine bedeutende Rolle (mehr).

 

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www.golem.de/news/

Schad- und Spähsoftware

Samstag, August 9th, 2014

Trojaner

Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
 

Virus

Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang – weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
 

Rootkit

Das kleine Kompositum führt die Worte „Wurzel“ und „Bausatz“ zusammen: „Root“ ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein „Kit“ ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
 

Wurm

Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt – und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
 

Drive-by

Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten – also potentiell so gut wie jeder.
 

Botnetz

Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner – den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
 

Fakeware, Ransomware

Das Wort setzt sich aus „Fake“, also „Fälschung“, und „Ware“, der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um „falsche Software“ . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine „Reinigungsgebühr“ oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.

 

Zero-Day-Exploits

Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
 

Risiko Nummer eins: Nutzer

Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.

 

DDoS-Attacken

Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.
 
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Twitter und Facebook – Rekordzahlen beim deutschen WM-Sieg

Freitag, Juli 25th, 2014
Deutschland ist Weltmeister – und Twitter die Bühne, auf der gefeiert wird. 32 Millionen Posts wurden rund um das Finale gegen Argentinien abgesetzt. Darunter jede Menge Selfies von Spielern und Glückwünsche von prominenten Gratulanten. Auch Facebook verzeichnete Höchstwerte.

Wir sind Twitter. Der Kurznachrichtendienst meldete mit 618.725 Tweets pro Minute nach Schlusspfiff den höchsten Wert seiner Geschichte. Facebook verzeichnete mit 280 Millionen Interaktionen während des Spiels am Sonntagabend in Rio de Janeiro die höchsten Nutzungszahlen während eines Einzelsportereignisses seit Bestehen der Plattform.

Eine Millionen Likes für Sieger-Selfie

Twitter dagegen verpasste die höchste Zahl an Tweets während des gesamten Spiels: die abgesetzten 32,1 Millionen Nachrichten konnten die 35,6 Millionen Tweets bei der 7:1-Gala gegen Brasilien nicht toppen. In beiden Netzwerken waren Matchwinner Mario Götze und Argentiniens Superstar Lionel Messi die meistgenannten Spieler. Die WM in Brasilien war die Twitter-WM. Niemals zuvor zwitscherten Spieler und Fans so eifrig, wie während des Fußballfests in Brasilien.

Bereits kurz nach dem großen Triumph erfuhren die Fans dank des sozialen Netzwerks, wie die WM-Helden feierten. Lukas Podolski schickte bereits erste Tweeds direkt von der Feier auf dem grünen Rasen. Zunächst gab’s einen Schmatzer von Kumpel Bastian Schweinsteiger, dann nahm Poldi die Kanzlerin in die Mangel – das Kabinen-Selfie mit Kanzlerin Angela Merkel. Nationalspieler Lukas Podolski schickte noch vom Spielfeld ein Foto mit Teamkollege Bastian Schweinsteiger ins Netz. Das Gewinner-Selfie bekam mehr als eine Million „Gefällt mir“-Klicks auf Facebook. Ein Schnappschuss von Podolski mit Kanzlerin Angela Merkel schaffte ebenfalls mehr als eine Million „Likes“. Abwehr-Riese Per Mertesacker legte nach und postete ein Gruppenbild, diesmal auch mit Bundespräsident Joachim Gauck und Weltmeister-Coach Jogi Löw. „Weltmeister“.

Rihanna: „Ich habe ein Selfie mit dem Pokal gemacht“

Zahlreiche Promis stimmten in den Siegestaumel ein. Popstar Rihanna jubelte, es sei der beste Tag ihres Lebens. Sie schickte Fotos aus dem Stadion, mit den deutschen Nationalspielern – und dem WM-Pokal in der Hand. Rihanna schrieb: „Ich habe den Pokal angefasst, ich habe den Pokal gehalten, ich habe den Pokal geküsst, ich habe ein Selfie mit dem Pokal gemacht!!!“

Ein anderes Bild zeigte den Popstar zusammen mit Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski, die Rihanna je ein Küsschen auf die Wange drücken. Basketball-Star Dirk Nowitzki stimmte ebenfalls in den Jubel ein. „Weltmeister!!!!! Freu mich wahnsinnig fuer die Jungs! Super Mannschaftsleistung ueber das ganze Turnier“, schrieb er. 

Auch die ARD stellte einen neuen Allzeitrekord auf. Der 1:0-Erfolg nach Verlängerung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im WM-Finale gegen Argentinien hat mit 34,65 Millionen Zuschauern (ARD) für einen deutschen TV-Rekord gesorgt. Die alte Bestmarke stand bei 32,57 Millionen Fans (ZDF) vom historischen 7:1 am 8. Juli im Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien.

 

Zuerst erschienen auf:

http://www.focus.de/digital/internet/fussball-twitter-und-facebook-mit-rekord-bei-wm-finale_id_3988159.html

Recht auf Vergessen bei Google: Zehntausende Löschanträge

Sonntag, Juni 29th, 2014

Recht auf Vergessen bei Google

Die Möglichkeit, Verweise bei der Suchmaschine entfernen zu lassen, wird offenbar rege genutzt. Google informiert, dass über 40.000 Anträge gestellt wurden.


Am ersten Tag hatte es 12.000 Anfragen gegeben. Jetzt wird klar, dass das Interesse auch danach hoch geblieben ist. Das wirft die Frage auf, wie hoch der Aufwand von Google für die Bearbeitung am Ende sein wird und wie lange die Prüfung dauern könnte. Google-Chef Larry Page hatte bereits gewarnt, die EuGH-Entscheidung könne jungen Internet-Startups schaden, die nicht über die Ressourcen seines Konzerns verfügten.

 

Die Flut von Anträgen zur Löschung von Suchergebnissen bei Google ebbt nicht ab. Bis Montagabend gingen rund 41.000 Anträge ein, wie ein Google-Sprecher am Mittwoch mitteilte. Der Konzern hatte erst am Freitagmorgen in Europa ein Online-Formular für die Anträge freigeschaltet. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte vor gut zwei Wochen entschieden, dass Europas Bürger Google dazu verpflichten können, Links zu unangenehmen Dingen aus ihrer Vergangenheit aus dem Netz verschwinden zu lassen.

Google macht noch keine Angaben dazu, wie viele Links von den Anträgen betroffen sind und wie sich die Anfragen auf einzelne europäische Länder verteilen. Von den „einigen tausend“ Anträgen, die noch vor Bereitstellung des Web-Formulars eingingen, kamen laut Google 40 Prozent aus Deutschland.

Google soll die Verweise aus seiner Ergebnisliste entfernen, wenn dort enthaltene Informationen das Recht auf Privatsphäre und Datenschutz einer Person verletzten. Die Informationen können dabei auch weiterhin im Netz verfügbar bleiben.

Google will nur Links in seinen Diensten in den 28 EU-Ländern sowie Island, Norwegen, Lichtenstein und der Schweiz löschen – nicht aber etwa in der Domain google.com. Der Konzern rechnet damit, dass es strittige Fälle geben wird, die vor Gericht landen werden.

 

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www.taz.de/

Internethandel: Amazon verkauft bald auch Salat und Wurst

Mittwoch, Mai 7th, 2014
Der Online-Händler Amazon liefert seit Jahren fast alles, nur keine Lebensmittel. Jetzt prüft der Konzern, seine Logistik zu nutzen und in den Handel mit frischen Lebensmitteln einzusteigen. Von Tina Kaiser

Ein Kühlschrank, das neue Stephen-King-Buch, fünf Eier, Grillwürstchen und ein Eisbergsalat – so oder so ähnlich könnte bald eine Bestellung beim Onlinehändler Amazon aussehen. Der US-Konzern will offenbar ins Lebensmittelgeschäft einsteigen. Das berichtet zumindest die Nachrichtenagentur Reuters und bezieht sich dabei auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Amazon bestätigte den Bericht zunächst nicht.

Der Reiz der Idee ist, dass der Konzern geringere Lieferkosten haben könnte als Online-Supermärkte. Die Margen im Lebensmittelhandel sind sehr gering und werden durch die Lieferung oft beinahe aufgefressen. Könnte Amazon jedoch Obst zusammen mit einer Saftpresse versenden, wäre das Geschäft um einiges lukrativer.

Laut Reuters-Informationen testet Amazon bereits seit fünf Jahren am Unternehmenssitz Seattle den Versand von Lebensmitteln. Nun sei es an der Zeit, mit dem Dienst „AmazonFresh“ Supermärkte wie Wal-Mart, Whole Foods oder Supervalu anzugreifen. Als ersten lokalen Markt hat Amazon Los Angeles ausgemacht. Dort sollen Kunden schon in dieser Woche erstmals Lebensmittel bestellen können. Als nächstes ist der Großraum San Francisco geplant.

Sind die Testreihen erfolgreich, könnte Amazon im kommenden Jahr 20 weitere Ballungsräume beliefern. Auch ein Lebensmittelhandel im Ausland ist angeblich geplant.

Beim Transport liegt das Risiko

Um die entsprechende Logistik zu ermöglichen, baut Amazon gerade Kühlräume in seine Lagerhäuser ein. Für den Lebensmittelversand müsste der Händler allerdings auch eine eigene Lastwagenflotte aufbauen. Bislang verschickt Amazon seine Waren mit der Post oder anderen Kurierdiensten.

Kritiker halten den Vorstoß für riskant. Frische Produkte liefen schnell ab und könnten beim Transport leicht beschädigt werden. Die Logistik sei daher um einiges komplizierter als beim Bücherversand.

Es hat gute Gründe, warum der Online-Händler gerade jetzt auf der Suche nach neuen Einnahmequellen ist. Bislang hatte der Konzern einen enormen Vorteil gegenüber Konkurrenten wie den Einzelhandelskonzern Wal-Mart oder dem Buchhändler Barnes & Nobles: Als reiner Online-Versand musste Amazon seinen US-Kunden keine Umsatzsteuer berechnen und konnte daher billiger als der Wettbewerb sein. Diese Sonderregelung für Geschäfte im Internet will die US-Regierung jetzt jedoch abschaffen.

Als weiteres Geschäftsfeld hat Amazon zunehmend die Werbung für sich entdeckt. Allein im vergangenen Jahr setzte die Handelsplattform 610 Millionen Dollar (467 Millionen Euro) mit Werbebannern um. Das schätzt die Forschungsgruppe eMarketer. In diesem Jahr könnte die Summe um 37 Prozent auf 835 Millionen Dollar ansteigen.

Keine Zahlen zu den Werbeumsätzen

Offizielle Zahlen zu seinen Werbeumsätzen veröffentlicht der Konzern nicht. Kein Wunder, schließlich wären die wenigsten der 144 Millionen Kunden begeistert, dass ihre sensiblen Daten zu Werbezwecken gebraucht werden. Nach 18 Jahren im Geschäft verfügt Amazon über eine vermutlich einzigartige Sammlung an persönlichen Daten und Kaufvorlieben ihrer Kunden.

Wer seit vielen Jahren regelmäßig bei dem Onlinehändler Bücher, Kleidung, Bügeleisen oder Büroartikel kauft, der hat einen großen Fußabdruck hinterlassen. Als Grundlage für Werbung sind solche Daten sehr viel wert, da man so potenzielle Kunden gezielt ansprechen kann.

Mit seinen Werbeumsätzen liegt Amazon allerdings noch weit abgeschlagen hinter anderen Online-Konkurrenten. Google konnte seine Erlöse aus Reklame im vergangenen Jahr um 18 Prozent auf 33 Milliarden Dollar steigern. Facebook legte um 36 Prozent auf vier Milliarden Dollar zu.

Viele Kundendaten sind ein Vorteil

Trotzdem habe Amazon Potenzial, in den kommenden Jahren ebenfalls groß ins Werbegeschäft einzusteigen, sagt Analyst Clark Fredricksen von eMarketer: „Der Konzern hat mit seinen enormen Mengen von Kundendaten aus seinem Kerngeschäft einen unglaublichen Vorteil gegenüber vielen seiner Wettbewerber.“

Im Jahr 2015 könnten die Werbeeinnahmen schon bei 1,1 Milliarden Dollar liegen. Denn während etwa Facebook und Google nur sammeln, was Surfer mögen oder suchen, weiß Amazon auch, was davon ihre Kunden tatsächlich später kaufen. Andere Konzerne verfügen auch nur in wenigen Fällen über die Kreditkartendaten der Nutzer.

Die meisten der Amazon-Anzeigen werden direkt neben den Suchergebnissen platziert. Möchte jemand beispielsweise neue Stühle kaufen, präsentiert Amazon neben seinen eigenen Angeboten auch Werbeanzeigen von Möbelgeschäften. Diese Form von Werbung ist auch deswegen so lukrativ, weil die Kunden in diesen Momenten faktisch bereit zum Kauf sind, daher stärker als sonst auf die Werbung ansprechen und unter Umständen sogar gleich zuschlagen.

Neben der Webseite platziert Amazon seine Anzeigen auch auf dem E-Reader Kindle sowie auf Internetseiten von Geschäftspartnern. Um die Kunden über diese Plattformen gezielt mit Werbeanzeigen anzusprechen, hat Amazon eigens eine Software entwickelt. Den Großteil seiner Werbeumsätze macht Amazon laut eMarketer im Heimatmarkt USA. Dort habe das Unternehmen 2012 rund drei Viertel der Anzeigen verkauft.

Böser Zwilling der Telekom-Rechnung hat Virus im Gepäck

Donnerstag, Mai 1st, 2014

Nach gefälschten Bahn-Buchungsbestätigungen sind nun auch nachgeahmte Telekom-Rechnungen im Umlauf, die man kaum vom Original unterscheiden kann. Der Dateianhang enthält einen Virus. Der Betreff lautet perfiderweise „RechungOnline Monat April 2013“ – genau so eine Mail versendet die Telekom derzeit im Original an ihre Kunden. Auch inhaltlich ist die HTML-Mail kaum von ihrem Vorbild zu unterscheiden. Die Grafiken werden direkt vom Server der Telekom nachgeladen.

Bislang konnte man Viren- und Phishing-Mail in der Vergangenheit meist schon aufgrund der schlechten Grammatik auf den ersten Blick als Fälschung identifizieren. Derzeit sind jedoch verstärkt Malware-Mails im Umlauf, für die offenbar echte Mails bekannter deutscher Unternehmen Modell gestanden haben.


Bis auf die fehlende persönliche Anrede gleicht die virulente Telekom-Rechnung dem Original.

Der wichtigste Anhaltspunkt dafür, dass es sich um eine Fälschung handelt, ist die fehlende persönliche Anrede. Der Absender lautet bei dem uns vorliegenden Exemplar angeblich „rechnungonline.@telekom.de“, es befindet sich also ein Punkt vor dem @-Zeichen, der dort nicht hin gehört. Spätestens aber bei dem Anhang sollte man misstrauisch werden: Es handelt sich um ein Zip-Archiv mit dem Namen Telekom-2013_04-Rechnung.zip, teilweise enthält der Dateiname noch eine gefälschte Auftragsnummer.

Der Dateiname des darin enthaltenen Schädlings hat zwei Erweiterungen, nämlich pdf.exe, was höchst verdächtig ist. Da Windows allerdings standardmäßig bekannte Dateinamen-Erweiterungen ausblendet, dürfte das vielen Windows-Nutzern nicht auffallen. Laut einer Analyse in der Anubis-Sandbox erstellt der Schädling eine Datei „C:Documents and SettingsAll Userssvchost.exe“, die er mit der Bezeichung „SunJavaUpdateSched“ als vermeintlichen Java-Updater in den Systemstart einhängt.

Man kann sich übrigens keinesfalls darauf verlassen, dass man Virenmails an den oben genannten Indikatoren erkennt. Der zusätzliche Punkt in der Absenderadresse etwa lässt sich spielend einfach korrigieren. Eine persönliche Anrede könnte die Cyber-Kriminellen mit gestohlenen Kundendaten umsetzen. Und der Anhang muss auch nicht zwangsläufig auf .exe enden – auf vielen Rechnern ist eine veraltete und somit verwundbare Version des PDF-Anzeigeprogramms Adobe Reader installiert. Diese Systemen könnten die Ganoven auch mit einem präparierten .pdf-Dokument knacken.

Darüber hinaus kursiert derzeit unter anderem recht gemachte Phishing-Mails, die angeblich von der Sparkasse stammen. Die Betreffzeilen lauten etwa „Konto Re-Aktivierung nötig!!“ oder „Update Online Banking“, als Absender ist zum Beispiel „info@sparkasse.de“ oder die Sparkasse Erlangen angegeben.

 

 

Übernommen aus:

www.heise.de

Android schlägt iOS auch bei ausgelieferten Anzeigen

Mittwoch, April 30th, 2014

Millennial Media hat einen neuen Mobilwerbungs-Quartalsbericht der Reihe MobileMix ausgeliefert. Demnach verzeichnete Android mit 52 Prozent mehr als die Hälfte aller Impressions. Unter diesem Wert ist die Anzahl zu verstehen, wie oft eine Mobilanzeige ausgeliefert wurde. Vor einem Jahr war Googles Betriebssystem noch auf 49 Prozent gekommen.

 

Auf Rang zwei liegt iOS, das sich innerhalb eines Jahres von 33 auf 39 Prozent steigern konnte. Blackberry ist von 14 auf 7 Prozent zurückgefallen. Verschlechtert hat sich auch Windows Phone, nämlich von 3 auf 1 Prozent, während Nokias eingestellte Plattform Symbian bei 1 Prozent stagnierte.

Nach Geräteherstellern liegt Apple mit 36,8 Prozent aller Impressions vorne. Dass diese Zahl hinter der Quote von iOS zurückbleibt, lässt sich damit erklären, dass hier eine größere Zahl Anzeigen zugrunde liegt, wie Millennial Media auf Nachfrage mitteilte. Die Betriebssystem-Prozentangabe beziehe sich nur auf die Top 5, die Herstellerwertung dagegen auf alle vorliegenden Daten, heißt es in einer Mail an ZDNet.de. Den zweiten Rang der Herstellerwertung belegt jedenfalls Samsung mit 27 Prozent.

45 Prozent der Tablet-Anzeigen wurden auf einem 9,7 Zoll großen iPad ausgeliefert – Apple konnte sich hier um 96 Prozent verbessern. Nimmt man das iPad Mini dazu, beansprucht der Konzern sogar 54 Prozent aller Tablet-Werbung für sich. Als bestes Android-Tablet verzeichnet die Statistik Samsungs Galaxy Tab, gefolgt vom Amazon Kindle Fire.

Der Report basiert auf Zahlen aus der Anzeigenplattform von Millennial Media. Dem Unternehmen zufolge sammelt sie jeden Monat Daten von “mehreren zehn Milliarden Anzeigenabrufen”.

 

:

www.zdnet.de

Social Graph – Was Facebooks neue Suche kann und wie gefährlich sie ist

Freitag, April 25th, 2014
Alle Singles aus München oder alle Freunde, die Fans der TV-Serie „Game of Thrones“ sind: Facebook ermöglicht nun eine viel genauere Suche. Das kann aber gefährlich werden – wenn man sich nicht schützt.
„Graph Search“ oder „Social Graph“ soll es Nutzern einfacher machen, gemeinsame Interessen zu entdecken. Die Facebook-Suche ist nun auch in Deutschland verfügbar – zurzeit aber nur auf Englisch. Sie soll auch auf Deutsch kommen, es ist aber noch offen, wann das sein wird. Mitglieder des Sozialen Netzwerks sollten deshalb die Informationen in ihrem Profil überprüfen, raten Datenschützer der Electronic Frontier Foundation (EFF).

Die Suche funktioniert bisher nur auf Englisch und ist auch in Deutschland nur für Nutzer verfügbar, die US-amerikanisches Englisch als Sprache eingestellt haben. Man findet nur das, was die Facebook-Freunde auch geteilt haben. Auf die Suche nach „Restaurants, die meinen Freunden gefallen“ gibt es zum Beispiel nur eine Antwort, wenn die Freunde bei einer entsprechenden Fanseite „Gefällt mir“ geklickt oder etwas zu einem Restaurant geschrieben haben. Facebook will die Suche weiter ausbauen. (mehr …)

Virenmail tarnt sich als Bahn-Buchungsbestätigung

Montag, April 21st, 2014


Ein Ticket ins Paradies sieht anders aus: Wer den Anhang der vermeintlichen Bahn-Buchungsbestätigung öffnet, fängt sich einen Virus ein.
Aufgepasst: Cyber-Kriminelle versenden derzeit Virenmails, die als Buchungsbestätigung der Deutschen Bahn getarnt sind. Die uns vorliegenden Exemplare stammen vermeintlich von buchungsbestaetigung@bahn.de und sind sauber formuliert; offensichtlich diente eine echte Bestätigungsmail als Vorlage. (mehr …)

Internet-Werbung: Facebook stellt Kinderriegel zum Toilettensex

Montag, April 21st, 2014
Dem Online-Netzwerk laufen die Werbekunden davon, da deren Anzeigen allzu oft neben Skandalfotos auftauchen. Nun will Facebook seine Nutzer strenger kontrollieren. Von Benedikt Fuest

Die grausamsten Fotos entstehen oft, wenn die Fotografierten es gar nicht merken – etwa weil sie betrunken und halbnackt am morgen nach der Party unter dem Tisch liegen. Oder weil sie gerade Sex haben, und ein Spanner sie ungefragt ablichtet. „Die besten Partyfotos“ verspricht eine Facebook-Gruppe, die solche Bilder in einem gemeinsamen, öffentlichen Photoalbum sammelt – sie fand in den vergangenen Wochen über 680.000 Fans in dem sozialen Netzwerk, die das Material so fröhlich wie moralbefreit mit Sprüchen wie „Gibt das jetzt gleich nen Gang Bang“ oder „Einfach mal reinhalten“ kommentieren. (mehr …)

Webhosting-Probleme: Störung im 1&1-Rechenzentrum

Montag, April 21st, 2014

Der Webhoster 1&1 kämpft seit einigen Stunden mit Problemen. Das Unternehmen bestätigte die Störung, konnte aber noch keine Details nennen.

1&1 hat Probleme in einem seiner Rechenzentren. Das bestätigte der Webhosting-Anbieter am Abend des 26. November 2012 in einem offiziellen Tweet.

Kunden melden, nicht auf das Control Center und E-Mail-Postfächer zugreifen zu können. Außerdem sind viele bei 1&1 gehostete Domains nicht erreichbar. (mehr …)

Für mehr Sicherheit: Facebook fragt Nutzer nach Handynummern

Montag, April 21st, 2014

Wie Google drängt jetzt auch Facebook seine Nutzer, ihre Mobilfunknummern zu hinterlegen. Eine verifizierte Nummer soll ihnen zum erneuten Zugriff auf ihr Konto verhelfen, wenn sie ihr Passwort verloren haben oder es kompromittiert wurde. „Wenn Du Dein Passwort vergisst, können wir Dir per SMS ein neues schicken. Um sicherzustellen, dass wir Dich erreichen können, bestätige Deine Handynummer“, so die Aufforderung des Social Network. (mehr …)

#OpFreeKorea – Anonymous kapert Nordkoreas Twitter-Account

Sonntag, April 20th, 2014

Am Mittwoch wurde bekannt, dass das Hackerkollektiv Anonymous an tausende Passwörter der nordkoreanischen Propagandaseite uriminzokkiri.com gekommen ist. Die Aktivisten hinterließen die Nachricht: „Zuerst löschen wir eure Daten, dann löschen wir eure Regierung“ – der WebStandard berichtete.

„Tango Down“

Nun hat Anonymous laut The Next Web auch den Twitter- und Flickr-Account gekapert und einige Websites manipuliert. Der Account @uriminzok weist seit kurzem die Handschrift des Kollektivs auf. Beim Bilderdienst Flickr wurde ein Bild mit dem Titel „Tango Down“ hochgeladen. Der nordkoreanische Bücherstore Ryomyong.com und die mit Nordkorea in Verbindung gebrachte südkoreanische Seite Aindf.com wurden von Anonymous ebenfalls manipuliert. Auf letzterer befindet sich ein mit Kim Jong-un versehenes Bild, auf dem der nordkoreanische Diktator als Schwein abgebildet ist. (mehr …)

Marketing für Handwerker – Eine Story für sich

Samstag, April 19th, 2014

Marketing für Handwerker ist nach heutigem Stand zwar größtenteils erforscht – bei Weitem auch kein Hexenwerk, wird aber von rund 50% aller Handwerksbetriebe in Deutschland nicht angewendet

Keine andere Branche ist so mäßig im strategischen Marketing aktiv, wie das Handwerk. Mit Ausnahme vom „Tante Emma“-Laden und dem kleinen Kiosk an der Straßenecke, haben doch die meisten Klein- und Einzelunternehmer einen Webauftritt – nicht zwingend einen guten, aber man hat ihn. (immerhin ein Anfang…) (mehr …)

How Mastering Search Engine Optimization Can Improve Your Business

Samstag, April 19th, 2014

How Mastering Search Engine Optimization Can Improve Your Business

If you have a website, you are sure to have heard of the importance of high search engine rankings. You are probably wondering exactly how to get them and how they will add to your success. Follow these guidelines to discover new approaches for improving your site’s ranking on search result pages. (mehr …)