Archive for the ‘ Unternehmen ’ Category

So arbeitet man bei Microsoft und Google

Samstag, Februar 4th, 2017

Arbeiten, wo andere schwimmen gehen: Bei Google fehlt allerdings das Becken.

Wer bei Microsoft in Deutschland für immer seinen Schreibtisch räumen muss, kann sich glücklich schätzen. Dann wartet nicht die Arbeitsagentur, sondern ein ungewöhnlicher Arbeitsplatz in der neuen Zentrale in München Schwabing. Von den 1900 Mitarbeitern, die Ende des vorigen Jahres umgezogen sind, hat fast keiner mehr einen festen Schreibtisch. Jeden Morgen müssen sich die Angestellten erst einen freien Platz in dem 26 000 Quadratmeter großen Gebäude suchen. Die Heimatlosigkeit im Arbeitsalltag ist Teil eines Konzeptes, das Microsoft über zwei Jahre lang in Zusammenarbeit mit einem Fraunhofer-Institut entwickelt hat. Der Verlust des eigenen Schreibtisches soll ein Gewinn für den modernen Mitarbeiter sein.

 

Es darf übrigens auch zu Hause gearbeitet werden. Homeoffice hat den gleichen Stellenwert wie der Gang ins Büro. Microsoft macht keine Vorschriften, wer wo wie lange in der Zentrale seinen Teil zur Zukunft des amerikanischen Unternehmens beiträgt. Einzige Vorgabe der Geschäftsführung: Der tägliche Job muss erledigt werden. Microsoft-Chefin Sabine Bendiek nennt dies die „neue Welt des Arbeitens“ und schiebt hinterher: „Das klingt nach großen Worten, ist aber wirklich wahr.“ Das traditionelle Bürokonzept passe nicht in die digitale Welt, feste Schreibtische gebe es nicht mehr.

 

Der Computer mit Internetzugang ist die Voraussetzung, und auch die einzige, für das grenzenlose Arbeiten. Praktischerweise entwickelt Microsoft selbst seit vielen Jahren die dafür notwendige Software. Die Angestellten greifen erwartungsgemäß auf die Produkte aus dem eigenen Haus zurück. Neben den klassischen Officeprogrammen wie Outlook, Word, Excel und Powerpoint, die in der Bürowelt der Standard sind, kommen „One“-Produkte wie Drive für den Datenaustausch oder Note als digitales Notizbuch hinzu. Mit Skype wird telefoniert und gechattet.

Und selbst auf der Hardware findet sich das Microsoft-Logo. Für das mobile Arbeiten verteilt die Personalabteilung die Hybrid-Notebooks Surface und Surface Book. In den Besprechungsräumen hängt der Surface Hub, ein berührungsempfindlicher, in 4K auflösender Bildschirm in Größen von 55 oder 84 Zoll, mit Windows 10 als Betriebssystem, ausgestattet mit Kameras und Mikrofonen. Der Hub ist zugleich auch ein Whiteboard, also eine digitale Tafel, welche die handschriftliche Eingabe mit Stift erkennt. Der Hub versteht den Standard Miracast, so dass Mitarbeiter ihre Inhalte vom Notebook, Tablet oder Smartphone kabellos übertragen können.

 

Etwa 800 Kilometer nördlich von München, in Hamburg, hat ein anderes großes amerikanisches Unternehmen seine Deutschland-Zentrale. Google hat dort in einem zehnstöckigen Gebäude in der ABC-Straße neun Stockwerke gemietet. 500 Mitarbeiter steuern hier die Geschäfte des Internetgiganten. In den Großraumbüros auf den Bürostühlen hängen Jacken, auf den Schreibtischen stehen leere Tassen, Becher und Brauseflaschen. Die Rollcontainer sind mit Kekstüten, Taschentüchern und anderen privaten Dingen belegt. An den Monitoren hängen eigene Kopfhörer und kleben Post-its. Manche Mitarbeiter brauchen zwei Monitore, eine Tastatur und ein Notebook. Anderen reicht die Kombination aus Laptop und zweitem Bildschirm. Jeder hat seinen eigenen Schreibtisch. Das ist nur ein Unterschied zu Microsofts Zentrale in München. Verlässt man die Hauptarbeitszone, wird es bei Google bunt, witzig und thematisch.

Für die konkrete Umsetzung ist Jason Harper verantwortlich. „Die Zentrale in Hamburg habe ich gebaut“, sagt der Architekt. Der Mann im Kapuzenpulli meint natürlich die Inneneinrichtung. Auch die europäischen Zentralen in Zürich und Dublin hat er geplant. Die Stockwerke haben jeweils ein Thema. Besprechungsräume sehen mal aus wie ein Fernsehstudio mit Weltkarte an der Wand, ein Stadion mit einer Decke voller Fußbälle oder eine Kajüte mit runder Holztür. In der Kaffeeküche hängen Regenschirme von der Decke, auf dem nachempfundenen Sonnendeck lädt eine Hängematte ein, man kann zur Entspannung in einem Becken mit Schaumstoffwürfeln liegen und in Designersesseln Computerspiele wie Fifa 17 spielen. Hintergrundgespräche führen Mitarbeiter auf Startblöcken eines angedeuteten Schwimmbads, oder sie schreiben in einem stilisierten Ruderboot auf ihrem Notebook.

Siehe hier:

www.faz.net/aktuell

Mächtige Familie: Der geheimnisvolle Samsung-Clan

Mittwoch, Oktober 26th, 2016

Fernseher, Smartphones, Tablets, Haushaltsgeräte: Das südkoreanische Unternehmen Samsung gehört zu den führenden Technik-Konzernen der Welt. Aber wer steckt eigentlich hinter dem Riesen und zieht die Strippen? BILD.destellt das Imperium vor.

 

Samsung: Verbund von 80 Firmen

Samsung Electronics ist mit einem Börsenwert von etwa 230 Milliarden Dollar das Kronjuwel der Samsung-Gruppe. 80 Firmen mit einem Umsatz von 268 Milliarden Dollar pro Jahr gehören zum Imperium. Zu dem Konglomerat, das ein immenses Gewicht für die südkoreanische Wirtschaft hat, gehören unter anderem auch der Schiffsbauer Samsung Heavy Industries sowie Baukonzerne, Chemie- und Pharma-Konzernen,eine Versicherung, Krankenhäuser, eine Werbeagentur, eine Modefirma, ein Freizeitpark et cetera. Samsung Electronics ist nicht nur der weltgrößte Smartphone-Anbieter, sondern auch die Nummer eins im Geschäft mit Speicherchips und Fernsehern.

Hält die Fäden bei Samsung fest in der Hand: Präsident Lee Kun-hee.

Lee Kun-hee: Der Patriarch

Der geheimnisvolle Samsung-Clan scheut das Rampenlicht. Oberhaupt und bislang unangefochtener Boss des Imperiums ist Lee Kun-hee (74), Sohn des Konzerngründers Lee Byung-chull. Erst mit dem Tod des Vaters 1987 bestieg Lee Kun-hee den Thron. Lee hatte 2014 einen Herzinfarkt, hält aber noch immer die Fäden in der Hand. Sogar den größten Korruptionsskandal des Landes überlebte der 74-Jährige nahezu unbeschadet. Der Konzern soll fast 300 einflussreiche Persönlichkeiten geschmiert haben, lautete 2005 der Vorwurf. 2009 wurde Lee wegen Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Ein Jahr später wurde er von Staatspräsident Lee Myung Bak begnadigt.

Strenges Regiment

Ein Ex-Manager zum Magazin „Focus“: „40 Wochenstunden stehen bei Entwicklern im Arbeitsvertrag. Tatsächlich arbeiten sie 70 oder 80 Stunden. Wer samstags nicht kommt, muss sich beim Chef entschuldigen.“ Die 82.000 Entwickler arbeiten auf einem fünf Kilometer langen Campus, über das angeblich ständig ein Anti-Spionage-Fahrzeug kurvt. Lee Kun-hee, mit einem geschätzten Vermögen von acht Milliarden Dollar der reichste Mann Südkoreas, will nicht nur Spitzenprodukte. Er befiehlt sie. Ein großes Plus des Elektronik-Giganten: 95 Prozent der Produkte werden selbst gefertigt, in den eigenen Fabriken. Abhängigkeit von Zulieferern gibt es also fast nicht. Samsung kann darum viel schneller auf Trends und Nachfragen reagieren.

 

Lee Yae-jong: Der Erbe

Längst mahnen nicht nur die Investoren, sondern auch die Regierung Südkoreas, Lee müsse seine Nachfolge regeln. Dessen drei Kinder halten sich bedeckt, wie sie die Kontrolle über das Flaggschiff Samsung Electronics ausüben werden. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Sohn Lee Yae-jong (J.Y., 48) – derzeit Vizechef bei Samsung Electronics. Der zweifache Vater steht in der „Forbes“-Liste der mächtigsten Menschen der Welt auf Platz 33. Sein Privatvermögen soll sich auf 13,7 Milliarden Dollar belaufen.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst bei BILD.de.

Originalbeitrag:

www.computerbild.de

Gericht: Yahoo muss Suchpartnerschaft mit Microsoft wie vereinbart fortführen

Montag, April 21st, 2014

Aus veröffentlichten Gerichtsdokumenten geht hervor, wie skeptisch Yahoo die 2009 mit Microsoft auf zehn Jahre vereinbarte Suchpartnerschaft heute sieht. Der Internetkonzern wollte die Zusammenarbeit abbremsen, wurde aber zur fristgemäßen Einhaltung der Abmachungen verurteilt.

 

Yahoo setzt Microsofts Such- und Werbeplattform inzwischen in 14 von 16 internationalen Märkten ein. Vertraglich war vorgesehen, im Oktober auch Taiwan und Hongkong als seine beiden letzten Märkte darauf umzustellen. Laut Reuters erklärte es jedoch gegenüber Microsoft im September die Absicht, nicht im Oktober umstellen zu wollen – aber vielleicht Anfang 2014. (mehr …)

Google I/O: Google I/O mit jeder Menge Neuheiten

Donnerstag, April 17th, 2014

Google hat auf seiner I/O-Konferenz zahlreiche Neuerungen vorgestellt, einige der Erwartungen aber nicht erfüllt. Und Datenschützer dürften entsetzt sein, denn Google will den gläsernen Internetnutzer endgültig Realität werden lassen.

Es war eine lange Veranstaltung im Moscone West in San Francisco, die gestern um 18.00 Uhr deutscher Zeit begann und bis rund 21.00 Uhr dauerte. Die I/O brachte einige tolle Neuerungen, von denen viele aber nur die Entwickler betreffen. Doch etliche Erwartungen blieben auch unerfüllt.  (mehr …)

Natalya Kasperskaya steigt bei G Data ein

Mittwoch, April 16th, 2014

Natalya Kasperskaya hat von einer Venture-Capital-Gesellschaft aus Berlin und anderen Anteilseignern 16,8 Prozent an der G Data Software AG erworben. Am 23. Oktober 2012 wird sie als neues Mitglied in den Aufsichtsrat des Security-Herstellers gewählt werden. Das hat das Bochumer Unternehmen heute bekannt gegeben.

Natalya Ivanovna Kasperskaya hat 16,8 Prozent von G Data erworben und bekommt nun einen Sitz im Aufsichtsrat des Bochumer Unternehmens.

G-Data-Mitgründer Kai Figge kommentiert: “Ich kenne Natalya Kasperskaya seit 1996. Sie ist eine herausragende Persönlichkeit und Managerin einer einzigartigen Erfolgsgeschichte. Ich freue mich auf eine zuverlässige, erfahrene und intelligente Partnerin. Die Zusammenarbeit mit Natalaya ist für uns eine Traumkonstellation.” (mehr …)

Hightech-Labor: Wo die Telekom die Technik der Zukunft testet

Dienstag, April 15th, 2014

Die T-Gallery ist das wohl größte Hightech-Spielzimmer Deutschlands. Hier testet die Design-Chefin, wie wir leben werden. Dabei kommt sie zu einem erstaunlichen Ergebnis: Alles dreht sich um Gefühle. 

Das Licht schaltet sich auf Zuruf an. Der Fernseher verrät, wer aus dem Freundeskreis ebenfalls gerade den Film schaut und wo man den Anzug des Hauptdarstellers kaufen kann. Die Armlehne der Couch wird zum berührungsempfindlichen Display. Caroline Seifert weiß, wie die Zukunft aussehen wird. Nicht, weil sie hellsehen kann, sondern weil sie sich jeden Tag damit beschäftigt. Und weil sie diese Zukunft bereits geschaffen hat. Denn Seifert ist die Design-Chefin der Deutschen Telekom. (mehr …)

Bump, Flock: Google stoppt Sharing-Services

Sonntag, Januar 12th, 2014

Google hat’s gekauft, Google hat’s gestoppt: Zu den vielen Projekten, die der Web-Konzern beendet (oder erst übernommen und dann gestoppt) hat, gesellen sich jetzt auch die Sharing-Apps „Bump“ und „Flock“.

Nutzer haben laut einem Blogeintrag noch wenige Wochen Zeit, ihre Daten zu sichern und woanders zu lagern, schrieb Bump-Mitbegründer David Lieb in einem letzten offiziellen Blog-Eintrag. Am 31. Januar werden beide Services aus dem Google Play Store und Apples App Store entfernt und sind fortan nicht mehr nutzbar. Das gilt wahrscheinlich auch für bereits installierte Versionen, denn die beiden Services funktionierten nur durch kurze Zwischenspeicherung in eine Art Cloud-Funktion. Da dieser Weg wahrscheinlich auch abgeschnitten wird, sind die Services ab da inaktiv. Von Google gibt es keine aktuelle Aussage dazu. (mehr …)

HP setzt auf Forschung und Entwicklung in China

Montag, August 5th, 2013

Durch Forschung und Entwicklung in China will sich Hewlett-Packard stärker im chinesischen Markt integrieren. Mit besser angepassten Produkten in Lenovos Heimatmarkt hofft es, seine eigene Position als weltgrößter PC-Hersteller halten zu können.

 

In seinem zweiten Fiskalquartal 2013 (bis 30. April) hatte HP einen zehnprozentigen Umsatzrückgang sowie einen Gewinnrückgang von 32 Prozent hinnehmen müssen. Die Personal Systems Group verlor im Jahresvergleich sogar 20 Prozent an Umsatz, während der Geschäftsbereich Printing ein Prozent einbüßte. Auch wenn HP damit immer noch weltweiter Marktführer ist, holt Lenovo durch die starke Position in seinem Heimatmarkt schnell auf. (mehr …)

Amazon legt solide Quartalszahlen vor und will weiter expandieren

Freitag, Mai 10th, 2013

Amazon hat mit den Ergebnissen des ersten Quartals die Erwartungen übertroffen, obwohl es weiterhin aggressiv investiert und entsprechend relativ geringe Gewinne ausweist. Der Nettogewinn fiel um 37 Prozent auf 82 Millionen Dollar oder 0,18 Dollar je Aktie – die Börse hatte nur 0,09 Dollar je Aktie erwartet. Die Umsätze hingegen wuchsen um 22 Prozent auf 16,1 Milliarden Dollar und trafen damit fast punktgenau die von Analysten erwarteten 16,2 Milliarden Dollar. (mehr …)

Michael Dell: Dell soll bei Servern die Nummer eins werden

Donnerstag, Mai 9th, 2013

 

Dell soll im laufenden Geschäftsjahr 2013/2014 zum größten Serverhersteller der Welt werden. Dieses Ziel gab Dell-Chef Michael Dell aus.

Michael Dell sieht sein Unternehmen in den Bereichen Server, Storage und Netzwerk gut aufgestellt. So gut, dass Dell im seinem Geschäftsjahr 2013/2014, das Anfang Februar 2014 endet, zur Nummer 1 bei Servern gemessen am Marktanteil aufsteigen soll. Dieses Ziel formuliert Dell-Chef Michael Dell in einer E-Mail an alle Dell-Mitarbeiter, die Dell bei der US-Börsenaufsicht veröffentlicht hat. (mehr …)

Bußgeld gegen Google verhängt: Der neugierige Straßensammler

Freitag, Mai 3rd, 2013

Bußgeld gegen Google verhängt

Hamburgs Datenschützer verhängt gegen Google ein Bußgeld von 145.000 Euro. Grund ist das Speichern von Daten aus unverschlüsselten WLAN-Netzen beim Street-View-Einsatz.

 

HAMBURG/LONDON afp | Hamburgs Datenschutz-Beauftragter Johannes Caspar hat ein Bußgeld in Höhe von 145.000 Euro gegen den Internetkonzern Google verhängt. Geahndet wird damit eine illegale Datensammlung des Konzerns, wie die Behörde am Montag in der Hansestadt mitteilte. Google hatte zwischen 2008 und 2010 bei Aufnahmen von Bildern für seinen Straßenfoto-Dienst Street View auch Daten aus unverschlüsselten WLAN-Netzen erfasst. (mehr …)

Oracle kündigt neue Sparc-Server mit “weltweit schnellstem Prozessor” an

Mittwoch, April 3rd, 2013

Oracle hat in seiner Zentrale im kalifornischen Redwood City eine neue Generation von Sparc-Servern für geschäftskritische Anwendungen vorgestellt. Es führte Weltrekorde in Benchmarkergebnissen an und verglich sie vor allem mit Systemen von IBM, von dem es offenbar Kunden in einem schrumpfenden Markt abwerben will. (mehr …)