Netzpolitik – Google verbietet Werbung für Kredite mit horrenden Zinsen

Mai 24th, 2016

Der Internetriese Google verbietet bald Werbeanzeigen für Kleinkredite mit extrem hohen Zinsen, die Kunden in eine Schuldenfalle treiben können. Ab 13. Juli würden Anzeigen für Kredite dieser Art auf Google nicht mehr veröffentlicht, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Betroffen seien unter anderem Geldverleiher, die eine Rückzahlung binnen 60 Tagen verlangten.

In den USA richte sich die Maßnahme zudem gegen Kredite mit einem jährlichen Zinssatz von 36 Prozent und mehr.

Im Kern geht es um sogenannte Payday Loans – also Kredite, die mit dem nächsten Gehalt automatisch beglichen werden. Allerdings geraten Kunden dieser Angebote oft in einen Schuldenkreislauf, da die Zinssätze meist horrend hoch sind.

Schutz für Nutzer

„Diese Änderung soll unsere Nutzer von irreführenden oder gefährlichen Finanzprodukten schützen“, erklärte Google. Anzeigen für Hypotheken, Autokredite, Studentendarlehen oder Kreditkarten sind demnach nicht betroffen. Nutzer, die nach Kleinkrediten Ausschau halten, bekommen sie künftig nur noch als Suchergebnis angezeigt – aber nicht mehr als Werbeanzeige.

Verbraucherschützer begrüßten die Ankündigung von Google. Damit würden Kleinkredite „wie Sprengstoff und Tabak als gefährliche Produkte“ gekennzeichnet, erklärte Wade Henderson von der Leadership Conference on Civil and Human Rights.

Originalbeitrag:

derstandard.at

Künstliche Intelligenz: Siri-Entwickler stellen neues Projekt Viv vor

Mai 15th, 2016

Die neue KI der Väter von Siri soll als offene Plattform mit den verschiedensten Diensten kommunizieren und so auch komplexe Aufgaben lösen können.

Die Köpfe hinter Apples digitaler Assistentin Siri haben auf einer Konferenz in New York erstmals ihr neues KI-Projekt Viv vorgestellt. Die künstliche Intelligenz (KI) von Viv soll auch komplexere Aufgaben lösen können. Anders als Siri oder ihre Pendants Cortana und Google Now soll Viv eine offene Plattform werden, an die viele verschiedenen Dienste andocken können und die so in der Lage ist, Aufgaben zu lösen und nicht nur eine Websuche auszugeben.

Hinter Viv steckt das Startup von Dag Kittlaus und Adam Cheyer, die zuvor Siri entwickelt hatten und 2010 von Apple übernommen worden waren. 2011 verließen die beiden den iPhone-Hersteller, um an Viv zu arbeiten. Zahlreiche Kollegen aus dem Siri-Team folgten den Gründern zu Viv Labs, darunter auch Chris Brigham, der einer der ersten Entwickler von Siri war.

Dag Kittlaus demonstriert sein KI-Projekt Viv.

Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz ist ein heißes Thema. Neben den Branchenriesen Apple, Google und Microsoft steckt Amazon viel Geld und Hoffnungen in seine Alexa. Auch bei Facebook wird mit KI experimentiert, wenngleich das soziale Netzwerk auch ganz altmodisch auf Handarbeit setzt. Die Telekom kooperiert mit dem Startup i.am+, dessen KI-Plattform Aneeda ein ähnliches Anforderungsprofil wie Viv erfüllen soll.

Originalbeitrag:

www.heise.de

Netzausbau:

April 18th, 2016

Ericsson baut Mobilfunknetze in aller Welt. Damit arbeitet der Konzern mit am Fundament für die digitale Transformation, die Wirtschaft und Gesellschaft revolutioniert. 10 bis 15 Jahre werde es noch dauern, so Konzernchef Hans Vestberg, bis der Übergang in die Netzgesellschaft abgeschlossen ist.

Die Welt: Herr Vestberg, Apple wehrt sich gerade im Grundsatz gegen den staatlichen Zugriff auf die Nutzerdaten. Steht Ericsson hier an Apples Seite?

Hans Vestberg: Wenn alles miteinander verbunden wird, haben wir drei Herausforderungen: Datensicherheit, Datenschutz und Datenzuverlässigkeit. Wir müssen sichergehen, dass jeder über seine Daten bestimmen kann. Das ist bisher nicht so. Niemand sollte ohne Erlaubnis an die Daten gelangen.

Die Welt: Das klingt nach einem Bekenntnis für Apple.

Vestberg: Ich kenne in diesem Fall nur die öffentlichen Informationen und bin vorsichtig in der Einschätzung. Grundsätzlich gilt aber, dass diese Herausforderungen kein Unternehmen und keine Regierung allein lösen kann. Nicht mal Apple. Es muss einen Dialog zwischen allen Betroffenen geben. Das ist unser Ansatz. Wir sind in 180 Ländern vertreten und damit womöglich der globalste Konzern überhaupt. Wir müssen diese Dinge mit den Regierungen und mit unseren Kunden diskutieren, um hier weiterzukommen.

Die Welt: Und um am Ende Hintertüren in die Produkte einzubauen?

Vestberg: Hintertüren sind eine schlechte Idee. Aber wir brauchen in irgendeiner Weise Regeln, mit denen man sich auch gegen Kriminelle wehren kann, die es immer geben wird. Das kann aber kein Unternehmen allein lösen.

Die Welt: Die Transformation in die digitale Welt geschieht schneller, als wir es bei der Industrialisierung gesehen haben. Können wir uns in dieser Geschwindigkeit anpassen?

Vestberg: Verbraucher schaffen das schnell, das sehen wir schon. Industrien tun sich schwerer, weil sie ihr Erbe mitschleppen. Regierungen und Gesellschaften werden möglicherweise die letzten sein. Für den Übergang in die Netzgesellschaft werden wir zehn bis 15 Jahre brauchen. Ich glaube, dass sich heute noch niemand wirklich vorstellen kann, wie viel sich in dieser Zeit durch die Digitalisierung ändern wird. Wir werden viele neue Unternehmen sehen.

Die Welt: Viele Unternehmen und Jobs werden dabei auf der Strecke bleiben.

Vestberg: Es stimmt, wir werden große Effizienzgewinne sehen in dieser Transformation. Aber alle Studien zeigen, dass wir am Ende mehr Jobs aufbauen, als wir verlieren. Die Frage ist nur, wie lang man sich mit der Transformation Zeit lässt. Je länger man wartet, desto größer wird der Wandel und damit auch der Einschnitt sein, bis diese neuen Jobs entstehen. Wir haben bereits mehrere dieser Revolutionen erlebt, und alle haben zu diesem Ergebnis geführt. Man kann das mit Gesetzen beschleunigen oder verlangsamen, aber die technologische Revolution und die Netzwerk-Gesellschaft wird das nicht aufhalten.

Die Welt: Veränderungen sind schon jetzt absehbar. Google und Facebook experimentieren mit Drohnen und Ballons, um Internet in entlegene Regionen zu bringen. Verschläft Ericsson als Netzausrüster dort eine Entwicklung?

Vestberg: Wir haben das auch getestet. Aber Drohnen und Ballons sind nicht Bestandteil unseres Geschäftes. Das Hauptproblem liegt woanders. In fünf Jahren wird es 1,7 Milliarden Menschen geben, die keinen Internet-Anschluss nutzen. Aber nur 300 Millionen davon sind außerhalb der Reichweite eines Netzes. Das heißt, dass 1,4 Milliarden Menschen eine Verbindung in irgendeiner Form haben könnten, sie aber nicht nutzen.

Die Welt: Warum?

Vestberg: Das hat mehrere Gründe. Analphabetismus gehört dazu. Einigen wird schlichtweg der Strom fehlen. Viele werden sich ein Endgerät nicht leisten können. Wir wissen aus Studien, dass 100 Millionen Menschen mehr sich ein Smartphone kaufen, wenn der Kaufpreis um zehn Dollar zurückgeht. An diesen Problemen müssen wir arbeiten. Die Regierungen müssen verstehen, dass sie das Leben dieser 1,4 Milliarden Menschen verbessern können, wenn sie diese Technologien auch nutzen können.

Die Welt: Facebook hat versucht, kostenloses Internet über Mobilfunknetze in Indien anzubieten. Aus Gründen der Netzneutralität hat der Regulierer es unterbunden.

Vestberg: Es kommt darauf an, wie man es macht. Wenn Regierungen beispielsweise Angebote für Fort- und Ausbildung kostenlos über das Mobilfunknetz anbieten, sollte das in Ordnung sein.

Die Welt: Facebook hat ein kostenloses Angebot gemacht.

Vestberg: Mit einer begrenzten Auswahl an Anwendungen. Das war ihre Entscheidung, dazu möchte ich mich nicht weiter äußern.

Die Welt: Werden Unternehmen wie Google und Facebook zu Netzbetreibern?

Vestberg: Google macht in den USA schon entsprechende Angebote. Die Grenzen werden künftig in vielen Fällen immer weniger deutlich sein.

Die Welt: Ein Problem für Ericsson?

Vestberg: Nein, denn auch diese Unternehmen sind unsere Kunden. Auf absehbare Zukunft machen wir unser Geschäft natürlich in der Hauptsache mit den klassischen Netzbetreibern. Aber wir werden auch mit neuen Anbietern zusammenarbeiten, wie wir es schon jetzt teilweise machen. 2020 wollen wir bis zu einem Viertel unseres Umsatzes mit Anbietern machen, die nicht klassische Netzbetreiber sind.

Die Welt: Vorerst geht es um immer schnellere Netze. Brauchen wir das eigentlich? Mein Smartphone ist heute schon schneller, als ich lesen kann.

Vestberg: Bislang hat der private Nutzer unseren Takt angegeben. Wir kommen von den Handy-Gesprächen über das mobile Internet bis hin zum noch schnelleren mobilen Breitband-Internet, wie wir es nun mit der vierten Generation des Mobilfunks, mit LTE, sehen. Jetzt stehen wir an einem Wendepunkt, wo es nicht mehr nur um den privaten Nutzer geht. Es geht nicht mehr nur um Geschwindigkeit.

Die Welt: Worum geht es dann?

Vestberg: Es geht jetzt um die vollständige Vernetzung. In Deutschland ist von Industrie 4.0 die Rede, also Vernetzung innerhalb der Produktion. Aber das geht natürlich noch viel weiter. Die fünfte Generation des Mobilfunks ist für ganz andere Einsatzszenarien ausgelegt.

Die Welt: Was haben wir davon?

Vestberg: Zu den frühen 5G-Anwendungen gehören Dinge wie ultrahochauflösendes Fernsehen über Mobilfunk, also die vierfache HD-Auflösung. Hier geht es um Geschwindigkeit. Oder das taktile Internet, bei dem Sie beispielsweise Drohnen mit Sensoren ausstatten können, sodass Sie auch ohne Sichtverbindungen fühlen können, wenn sich die Drohne einem Hindernis nähert. 5G ermöglicht außerdem selbstfahrende Autos, die sich gegenseitig warnen. Bei diesen Anwendungen sind kurze Reaktionszeiten im Netz wichtig. In vielen Fällen, wir reden dann vom Internet der Dinge, geht es aber vor allem auch um den geringen Stromverbrauch, sodass Sensoren mehrere Jahre Informationen übertragen können, ohne dass ihre Batterie ausgetauscht werden muss.

Die Welt: Jeder will jetzt der Erste sein: Südkorea hat die fünfte Generation des Mobilfunks für die Olympischen Spiele 2018 angekündigt, Europa will 2020 so weit sein, Netzbetreiber in den USA starten schon in diesem Jahr ihre Tests. Wer wird das Rennen gewinnen?

Vestberg: Am Ende ist es eine Sache der Standardisierung. Kommerziell kann man nicht vor 2020 anfangen, weil dann erst die Standards weltweit feststehen. Südkorea war schon bei 4G früh dran.

Die Welt: Und Europa?

Vestberg: Wir arbeiten in Europa schon länger an 5G. Die Netzbetreiber zeigen großes Interesse. Aber wenn wir uns 4G ansehen, hatten Ende vergangenen Jahres erst 35 Prozent der Nutzer einen 4G-Anschluss. 60 Prozent der Menschen könnten 4G schon nutzen. In Südkorea nutzen es schon mehr als 80 Prozent.

Die Welt: Warum geht das so langsam?

Vestberg: In den vergangenen acht Jahren haben die USA doppelt so viel Geld in ihre Netze investiert wie Europa. Natürlich würde ich Europa auch gern weiter vorn sehen. Ericsson gibt 60 Prozent seiner Forschungsausgaben – 2,4 Milliarden Euro im Jahr – auf diesem Kontinent aus.

Die Welt: Sollte Europa mehr investieren?

Vestberg: Europa sollte mobiles Breitband und Cloud Computing mit als die wichtigsten Treiber von Wirtschaftswachstum verstehen und hier weiter führend mitspielen, so wie es in der Vergangenheit schon einmal war. Digitalisierung ist wichtig, um neue Jobs, Produkte und Unternehmen entstehen zu lassen.

Die Welt: Die EU arbeitet am gemeinsamen digitalen Binnenmarkt.

Vestberg: Das ist auch sehr wichtig, denn Protektionismus passt nicht zur Natur von Daten, die nicht an Landesgrenzen halt machen. Natürlich muss es Regeln geben für Cybersicherheit, Datenschutz und Urheberrecht. Aber die meisten Staaten haben erkannt, wie wichtig das ist. Inzwischen gibt es Pläne zum Breitbandausbau in fast 140 Ländern weltweit. Die fortschreitende Digitalisierung ist dann der nächste Schritt, über den in vielen Ländern nachgedacht wird.

Die Welt: Muss man denn immer der Erste sein?

Vestberg: Nein, aber man sollte dabei sein, wenn es den größten Nutzen bringt. Das muss nicht immer am Anfang einer Technologie sein. Aber wenn man zu spät ist, besteht die Gefahr, dass die Umwälzungen sehr groß werden.

Erstmalig veröffentlicht auf:

http://www.welt.de/wirtschaft/

Microsoft: Neue ISO-Images von Windows 10 beinhalten das Februar-Update

März 10th, 2016

Microsoft hat über das MSDN und Technet neue ISO-Abbilder von Windows 10 veröffentlicht. Sie beinhalten kumulative Updates und vereinfachen damit Neuinstallationen.

Microsoft hat für die Neuinstallation von Windows 10 neue Images bereitgestellt. Die Windows-10-Abbilder werden zwar weiterhin als Version 1511 alias Build 10586 betitelt, doch Microsoft hat diese Version jetzt noch einmal aktualisiert und setzt den Zusatz „Updated Feb 2016“ dahinter.

Damit beinhalten die Images bereits Updates, die bis zum Februar 2016 veröffentlicht wurden. Für Anwender ist das praktisch. Sie müssen nicht selbst neue Abbilder erzeugen und sparen sich die dann notwendigen Aktualisierungen nach der Neuinstallation. Die Integration der letzten kumulativen Updates stellt gewissermaßen ein Mini-Service-Pack dar. Und wie zu Windows-7-Zeiten gibt es einen neuen Datenträger.

Die neue Version 1511 (10586.104) beinhaltet noch nicht das vor wenigen Tagen erschienene größere März-Update (10586.122), das einige Fehler behebt. Eine Aktualisierung muss der Anwender nach der Neuinstallation dementsprechend durchführen.

Die aktualisierte Februar-Fassung von Windows 10 der Version 1511 (10586.104) wird auch über den kostenlosen Upgrade-Prozess bereits seit einigen Wochen ausgeliefert, wie wir bei einer Neuinstallation vor kurzem feststellten. Wer also jetzt ein Windows-7- oder Windows-8.x-Gerät aktualisiert, spart sich den Download zahlreicher Updates, da die kumulativen Updates mit in das Abbild integriert wurden.

Über das Media Creation Tool gelang uns der Download des neuen ISO-Images hingegen noch nicht. Dieses Werkzeug wurde bereits modifiziert und zeigt die Version 10586.117 an. Es sollte also ebenfalls ein aktualisiertes Build herunterladen, wir erhalten unter Windows 7 jedoch nur eine Fehlermeldung. Wer einen Technet- oder MSDN-Zugang hat, kann die Images direkt herunterladen.  (as)

Quelle:

http://www.golem.de

Tablet: Apple soll ein kleines iPad Pro planen

März 5th, 2016

Das nächste iPad soll nicht iPad Air 3 heißen, sondern wie das größte iPad die Bezeichnung Pro im Namen tragen. Die Hardwareausstattung der beiden Geräte soll nahezu identisch sein. Auch eine Stifteingabe mit dem Apple Pencil soll möglich sein.

Das neue iPad soll laut einem Bericht der Website 9to5Mac ein neues Namenschema bekommen. Apple will demnach das Nummernschema aufgeben und das 9,7 Zoll große Gerät stattdessen nur iPad Pro nennen. Das könnte für Kunden verwirrend sein.

Das kleinere iPad Pro solle genauso gut ausgerüstet sein wie das 12,9 Zoll große Pro, berichtet 9to5Mac. Auch hier soll ein A9X-SoC eingebaut sein. Der Speicher soll bis zu 128 GByte groß sein. Auch die Displaytechnik soll das kleine Pro vom großen Vorbild erben. So soll es sich ebenfalls mit dem Stift Apple Pencil bedienen lassen.

Dem Bericht zufolge soll auch der Smart Connector zum Anschluss von Peripherie beim kleinen Pro integriert sein. Darüber kann eine Tastatur-Schutzhülle-Kombination angeschlossen werden, die Apple angeblich auch anbieten will, obwohl diese dann wesentlich kleiner ausfallen müsste.

Vermutlich wird Apple das Produktsortiment mit Erscheinen des neuen Tablets ausdünnen und das immer noch erhältliche iPad Air der ersten Generation nicht mehr anbieten. Das iPad Air 2 dürfte es weiterhin geben.

Das kleine iPad Pro wird Gerüchten zufolge Mitte März 2016 zusammen mit dem 4 Zoll großen iPhone 5se vorgestellt.  (ad)

Quelle:

www.golem.de/news/tablet-apple-soll-ein-kleines-ipad-pro-planen-1602-119409.html

DSL- und Kabelpakete im Tarifvergleich – Die Internet-Flatrate-Schnäppchen im Januar

Januar 26th, 2016

Wer einen günstigen Internettarif mit Telefonanschluss sucht, stößt auf zahlreiche Angebote der DSL- und Kabelanbieter. Jeden Monat kommen neue Komplettpakete auf den Markt. Doch wie erkennt man das beste Schnäppchen – bei dem dann auch die Leistung stimmt?

Das unabhängige Verbraucherportal Verivox, Tarifpartner von Focus Online, zeigt, bei welchen DSL- und Kabelanbietern Kunden im Januar die attraktivsten Aktionsangebote zum kleinsten Preis erhalten. Außerdem liefert Verivox eine Vorschau auf den kommenden Vectoring-Ausbau.

Schnell & günstig ins Internet: Die Top-Angebote im Januar

Unter 20 Euro zahlen Neukunden beim Schnäppchen des Monats: Der Vodafone-Tarif Internet & Phone DSL 16 kostet gerade 19,61 Euro. Die maximale Surfgeschwindigkeit von bis zu 16 Mbit pro Sekunde ist dabei für den durchschnittlichen Nutzer ausreichend.

 

Mehr Geschwindigkeit gibt’s bei Vodafone Kabel Deutschland: Für Highspeed bis zu 100 Mbit/s zahlen Neukunden 23,32 Euro im Monat. In Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen gilt das Angebot von Unitymedia: Bis zu 120 Mbit/s Datenvolumen kosten 26,24 Euro.

Die Preise wurden über 24 Monate berechnet und beinhalten Rabatte wie grundgebührfreie Monate oder reduzierte Einrichtungskosten.

Das ändert sich 2016:  Noch mehr Speed beim Surfen

Das Internet in Deutschland wird immer rasanter: Im kommenden Jahr soll das herkömmliche Kupferleitungsnetz im großen Umfang aufgerüstet werden – ganz ohne Grabungsarbeiten.

Was müssen Verbraucher dazu wissen?

  • Mit der sogenannten Vectoring-Technik werden Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s erreicht – das ist doppelt so viel wie bisher bei VDSL und schließt die Geschwindigkeitslücke zu den Kabelnetzen.
  • Diese Technik bringt uns dem von der Bundesregierung geforderten Breitband-Ausbauziel bis zum Jahr 2018 ein großes Stück näher.
  • Die Anbieter beraten noch zusammen mit der Netzagentur, wer an welchen Stellen ausbauen darf.
  • Das Sparpotenzial für Verbraucher beträgt beim schnellen Internet über 60 Prozent.

Die eigene DSL-Verbindung beschleunigen

Die Geschwindigkeit der DSL-Internetverbindung kann auch bei exakt gleichen Zugangsbedingungen variieren – etwa zu abendlichen Stoßzeiten, wenn das Netz besonders stark ausgelastet ist. Wer dann noch veraltete oder überlastete Geräte verwendet, verlangsamt seine Verbindung zusätzlich. Updates der Software, eine Neuausrichtung des Routers, das Vermeiden von Störquellen oder der Einsatz eines Repeaters können hier Abhilfe schaffen.

Anbieterwechsel: Fristen und Laufzeiten beachten

Neben der Leistung hat sich am DSL- und Kabelmarkt auch die Breite des Angebots verbessert – Anbieter locken Neukunden regelmäßig mit attraktiven Angeboten. Wer sich zu einem Anbieterwechsel entscheidet, sollte bestehende Vertragslaufzeiten prüfen und Kündigungsfristen sowie einen Zeitpuffer für die Kündigung einplanen. Unser Tipp: Beauftragen Sie den neuen Anbieter mit der Kündigung des alten Vertrags. Auch wer vertraglich noch gebunden ist, hat die Möglichkeit, seinen Vertrag aufzuwerten. Sprechen Sie einfach mit Ihrem Anbieter über die Verfügbarkeit einer schnelleren Verbindung.

DSL oder Kabel: Wo liegen eigentlich die Unterschiede?

Die Buchse an der Wand entscheidet: Wer mit DSL surft, nutzt dazu seine Telefonleitung, während Kabelinternet über die TV-Leitung nach Hause kommt. Doch welche Technik leistet eigentlich mehr?

Geschwindigkeit: Highspeed-Internet für alle?

Kabelinternet liefert zum Teil doppelt so hohe Geschwindigkeiten wie DSL: Bis zu 300 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen von Daten erreicht derzeit kein DSL-Anschluss.

Die Geschwindigkeit der DSL-Leitung kann stark variieren – je nachdem, welche Technik am Wohnort eingesetzt wird: Mit ADSL werden nur wenige Mbit/s erreicht, mit VDSL sind dreistellige Bandbreiten drin (bis zu 150 Mbit/s). Die DSL-Geschwindigkeit nimmt ab, je weiter der Hausanschluss vom nächsten Verteiler entfernt ist – anders als beim Kabelinternet, das sich nur bei deutlicher Mehrbelastung verlangsamt.

Triple Play: Wer bietet Internet, Telefon und TV?

Beide Technologien ermöglichen eine Triple-Play-Versorgung. Der Vorteil liegt allerdings bei Kabel. Denn die Möglichkeit zum Fernsehen via DSL hängt von der Geschwindigkeit der Leitung ab: Für Internet-TV muss sie mindestens 16 Mbit Übertragungsvolumen bieten.

Datenschutz-Ratgeber als PDF-Download – Sicherheit im Internet für PC & Laptop 

Verfügbarkeit: Wer versorgt Deutschland besser?

In punkto Verfügbarkeit gewinnt der DSL-Anschluss gegenüber dem Kabelinternet: Mehrere Anbieter erreichen über 95 Prozent der Haushalte – damit ist DSL praktisch überall in Deutschland verfügbar. Kabelinternet ist im Gegensatz dazu noch nicht flächendeckend buchbar: Das Netz erreicht derzeit knapp 65 Prozent aller Haushalte.

Auswahl: Hat der Kunde Alternativen?

DSL-Kunden können fast immer zwischen verschiedenen Anbietern wählen. Dagegen müssen Kabelkunden auch bei der Auswahlmöglichkeit Abstriche machen: Sie sind an den örtlichen Kabelnetzbetreiber, der ihr Bundesland versorgt, gebunden.

Egal, für welchen Anbieter Sie sich entscheiden – damit der Wechsel reibungslos funktioniert, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

Die Technik unter die Lupe nehmen

Manchmal ist auch veraltete oder überlastete Hardware dafür verantwortlich, wenn der Internetanschluss lahmt. Hier können Updates der Software, der Einsatz eines Repeaters oder eine Neuausrichtung des Routers Abhilfe schaffen. Mit einem Speedtest kann man überprüfen, wie viel Geschwindigkeit tatsächlich am häuslichen Anschluss ankommt. Um zu prüfen, welche Zugangstechniken am eigenen Wohnort ausgebaut sind, ist ein Verfügbarkeitscheck im Internet zu empfehlen.Kabel Deutschland Internet Kündigung – Vorlage 

Tipps zum Vertragsabschluss

Der richtige Vertrag zeichnet sich nicht nur durch einen günstigen Preis aus, sondern ist auch auf den individuellen Bedarf abgestimmt. Daher

ist es sinnvoll, nur die benötigte Surfgeschwindigkeit zu buchen: Für einen durchschnittlichen Verbrauch genügen in der Regel 16 Mbit/s. Bei der Bestellung gilt es, die Daten sehr sorgfältig einzugeben, da schon kleine Fehler bei den Angaben den Wechsel erschweren können.

 

Generell sollte bei DSL- oder Kabelinternetverträgen auf folgende Punkte geachtet werden:

• Kunden sollten eine möglichst kurze Vertragslaufzeit wählen, um flexibel auf andere Angebote umsteigen zu können. Das Ende der Vertragslaufzeit sollten sie sofort im Kalender markieren, um die rechtzeitige Kündigung nicht zu vergessen

• Interessenten sollten nicht mehr Surfgeschwindigkeit buchen als unbedingt benötigt. Denn mehr Tempo kostet auch mehr. Für ein durchschnittliches Nutzungsverhalten reichen 16 Mbit/s in der Regel aus.

• Kunden müssen auf Erhöhungen der Grundgebühr nach der Mindestvertragslaufzeit achten: Ab dem 24. Monat wird es meist teurer. Ein rechtzeitiger Wechsel lohnt sich – denn nur Neukunden profitieren von besonders günstigen Preisen. Datenschutz-Ratgeber als PDF-Download – Sicherheit im Internet für PC & Laptop

 

Zuerst veröffentlicht auf:

http://www.focus.de/digital/tarife/dsl-und-kabel-komplettpakete-im-tarifvergleich-die-internet-flatrate-schnaeppchen-im-august_id_2028106.html

Hintergrund – CES: Autobauer stecken Positionen für Kampf um Datenschatz ab

Januar 25th, 2016

Die Autoindustrie bereitet sich auf eine Zukunft vor, in der Daten aus dem vernetzten Fahrzeug zum großen Geschäft werden. „Daten sind die künftige Währung in dieser Industrie“, sagt der Chef des amerikanischen Elektronik-Konzerns und Autozulieferers Harman, Dinesh Paliwal, auf der Technik-Messe CES in Las Vegas. „Und wer die Kontrolle über das Datenmanagement hat, wird der König sein.“

Einsatz

Die deutschen Autohersteller Daimler, Audi und BMW gehen mit einem Einsatz von 2,8 Mrd. Euro ins Spiel. So viel ließen sie sich im Sommer die Übernahme des Kartendienstes Here kosten, den Nokia zum Verkauf gestellt hatte. Here soll den deutschen Premium-Herstellern nicht nur hochpräzise Karten liefern, ohne die selbstfahrende Auto nicht auskommen können. Unter dem Dach der Firma wird auch eine Plattform zum Austausch von Daten zwischen Fahrzeugen aufgebaut, deren Technik Here als weltweiten Standard zu etablieren hofft.

Die drei Eigentümer gaben bereits bekannt, dass Daten von Sensoren aus ihren vernetzten Autos in die präzisen Livekarten von Here einfließen werden. Es geht darum, Informationen über Glatteis, Unfälle, Schlaglöcher oder Staus zu registrieren und über einen Cloud-Service an andere Autos weiterzuleiten.

Vorteil

Damit bekommen die deutschen Autohersteller auf ihrem Spielfeld einen Vorteil gegenüber dem Internet-Riesen Google, der zwar Ortungsinformationen von Millionen Android-Smartphones auswerten kann, aber von vielen Marken nicht an die präzisen Daten aus dem Auto herangelassen wird.

Here arbeitet daran, die Datenbasis für die Live-Karten mit Informationen von anderen Herstellern auszuweiten. „Wir machen Machbarkeitsstudien und Pilotprojekte mit zehn bis zwölf Herstellern“, sagt Here-Manager Floris von de Klashorst. „Ich denke, der Industrie ist bewusst, dass diese Architektur auf Zusammenarbeit basiert und mehr Hersteller dazu beitragen müssen.“ Here lud andere Autobauer zum Datenaustausch ein, der Dienst wird als unabhängiges Unternehmen weitergeführt.

Kritik

In der Branche gibt es aber auch Vorbehalte gegen eine Öffnung der Daten für Here. So zeigt sich der IT-Chef des Autobauers Volvo, Klas Bendrik, skeptisch. „Alles muss offen und vertrauenswürdig organisiert sein. Eine Einladung ist eine Sache, die Realität eine andere“, sagt er und betont, es gebe neben Here auch viele weitere Initiativen zur Entwicklung von Standards.

Volvo experimentiert bereits auf eigene Faust mit Datendiensten und setzte unter anderem auch einen eigenen Cloud-Service auf, über den sich vernetzte Fahrzeuge der Marke zum Beispiel über Glatteis oder Unfälle unterrichten. In Schweden wird so eine gute Abdeckung erreicht, in Ländern mit niedrigerem Volvo-Marktanteil gibt es dagegen schnell weiße Flecken.

Insgesamt habe die Branche verstanden, wie wichtig durchgängige Standards für einen übergreifenden Datenfluss zwischen verschiedenen Automarken sind. Lieber als auf eine fremde Plattform aufzuspringen, wäre es Bendrik aber, wenn die Daten zwischen Clouds verschiedener Hersteller ausgetauscht würden.

Gespräche

Auf die Frage, ob er sich dann eine Allianz anderer Hersteller gegen die Deutschen vorstellen könne, gibt Bendrik nur eine ausweichende Antwort. „Es läuft derzeit eine Reihe von Gesprächen. Es wird aber wie immer einfacher sein, auf bestehende Strukturen zu setzen statt neue zu schaffen.“

Insgesamt bräuchten Hersteller noch Unterstützung bei Cloud-Diensten und Daten-Analyse, sagt Harman-Chef Paliwal. Er bringt Harman als Dienstleister für Here ins Gespräch. Sein Unternehmen wolle den Kartendienst bei der Datenauswertung unterstützten. „Wir können das in einigen Bereichen besser als sie.“ Auf der CES habe er Lösungen von Harman auch Top-Managern der deutschen Autobauer vorgeführt.

„Die Autohersteller befinden sich in einer Phase des Experimentierens mit neuen Geschäftsmodellen und stoßen dabei auch in völlig neue Branchen vor“, sagt Autoexperte Axel Schmidt von der Unternehmensberatung Accenture. Die deutschen Autobauer hätten mit der Here-Übernahme ihren Anspruch auf die Vorherrschaft im Zeitalter der vernetzten Mobilität untermauert. Der Erfolg werde aber nicht von der besten technischen Lösung abhängen, sondern davon, wer die beste integrierte Plattform für alle Alltagsaspekte anbiete. (APA, 10.1.2016)

Aufgespürt auf:

http://derstandard.at

Deutscher Städte- und Gemeindebund: Schließung von 50.000 Läden wegen Onlinehandel

Januar 22nd, 2016

Vielen Läden in den städtischen Zentren droht wegen der Zunahme des Onlinehandels die Schließung. Jetzt sollen zur Rettung die Ladenöffnungszeiten angepasst werden.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund sieht angesichts des Booms des Onlinehandels bis zu 50.000 Läden in Innenstädten in Gefahr. „Leere Schaufenster in unseren Innenstädten führen zu einer Abwärtsspirale, die Zentren verlieren an Attraktivität“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Gerd Landsberg, den Ruhr Nachrichten.

Um gegenzusteuern, sollten die Länder den Kommunen bei den Ladenöffnungszeiten einen größeren Entscheidungsspielraum einräumen, forderte Landsberg. Der Einkauf in der Innenstadt müsse zum „Erlebniseinkauf“ werden.

Auch der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, warnte vor einer weiter zurückgehenden Nachfrage in den Innenstädten: „Vor allem kleine und mittelständische Händler geraten immer mehr unter Druck. Bis 2020 könnten in der Folge des Strukturwandels bis zu 50.000 Standorte vom Markt verschwinden“, sagte Genth der Zeitung. Er forderte ebenfalls flexiblere Ladenöffnungszeiten. Der Onlinehandel sei rund um die Uhr geöffnet.

Onlinehandel wächst stark

Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet einen Umsatz von 86,7 Milliarden Euro im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Im Vorjahresvergleich entspricht das einem nominalen Umsatzplus von zwei Prozent. Der Onlinehandel wird zu diesem Umsatz einen Anteil von rund 11 Milliarden Euro beitragen.

Der stationäre Handel erzielt knapp 19 Prozent, der E-Commerce gut 25 Prozent seines Jahresumsatzes in November und Dezember.

Nach Angaben des HDE vom 24. September 2015 wurde für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum im deutschen Einzelhandel von zwei Prozent erwartet. Damit werden nach HDE-Einschätzung die Einzelhandelsumsätze in diesem Jahr bei 469 Milliarden Euro liegen. Allein im Onlinehandel werden dabei 41,7 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Plus von zwölf Prozent.

 

Website:

www.golem.de/news/deutscher-staedte-und-gemeindebund-schliessung-von-50-000-laeden-wegen-onlinehandel-1512-118251.html

Maas gegen Hatespeech auf Facebook: Das war wohl nichts

Januar 20th, 2016

Maas gegen Hatespeech auf Facebook

Die groß angekündigten Initiative des Justizministers bringt nur dünne Ergebnisse. Die Konzerne bestimmen weiterhin, was rechtens ist.

In den Überschriften zum Thema steht: Gehasst werden darf auf diesen Plattformen nun nur noch maximal 24 Stunden lang. Spätestens dann, verpflichten sich deren Betreiber, müssen die entsprechenden Posts gelöscht sein. Klingt erst mal gut, ist aber dann doch ein bisschen komplizierter. Der genauere Wortlaut ist: Die Mehrheit von Einträgen, die als Hatespeech gemeldet wurden, werden binnen 24 Stunden überprüft – und entfernt, wenn sie rechtswidrig sind.Breaking News: Facebook hält sich künftig an deutsches Recht. Google und YouTube und Twitter auch. Das präsentierten Justizminister Maas und Vertreter von Facebook und Google am Montag in Berlin als Ergebnis von Verhandlungen gegen Hatespeech im Netz.

Das als großen Erfolg verkaufen zu müssen ist für Justizminister Heiko Maas eine sportliche Aufgabe. Im September hatte er Facebook noch einen gepfefferten Brief geschrieben, in dem er den Umgang mit rassistischen und fremdenfeindlichen Kommentaren als „Farce“ bezeichnete, eine „dringende Überprüfung“ einforderte und Vertreter der Firma ins Ministerium zitierte.

Angesichts dessen sind die nun vorgelegten Ergebnisse der daraus entstandenen Verhandlungen dünn. Man könnte auch sagen: Der Plan des Bundesjustizministers, jetzt mal richtig aufzuräumen, ist gescheitert. Statt Facebook an die Kette zu legen, schnappt der Minister ein paar Brocken auf, die die Großkonzerne ihm gnädig hinwerfen.

Wohlverpacktes Wegmoderieren

Das belegen auch andere Punkte der Vereinbarung: Facebook und Co wollen das Melden unangemessener Inhalte einfacher machen. Aber das ist auch heute schon keine Raketenwissenschaft. Außerdem verpflichten sich die Konzerne, geschulte und deutschsprachige Mitarbeiter mit der Überprüfung gemeldeter Inhalte zu betrauen. Deutsche Mitarbeiter hat Facebook auch jetzt schon – ist aber peinlichst darum bemüht, nicht allzu öffentlich zu machen, wie viele Menschen dort wie genau arbeiten. Es besteht also wenig Hoffnung, dass sich das mit einer weiteren Ankündigung, mehr Transparenz schaffen zu wollen, groß ändern wird. Mehr als wohlverpacktes Wegmoderieren ist das alles nicht.

Hinzu kommt: Natürlich ist es nicht verkehrt, volksverhetzende Gewaltaufrufe binnen 24 Stunden zu löschen. Nur was bringt das auf Plattformen, die Neuigkeiten durch Newsfeeds und Timelines pumpen, weil Posts vor allem in den ersten Stunden die größte Aufmerksamkeit genießen? Und haben die Konzerne nicht noch ganz andere technische Möglichkeiten zum schnelleren Erkennen von Hassrede in der Besteckschublade? Ob man wirklich will, dass sie die auspacken, wäre allerdings noch zu diskutieren.

Warum bestimmt nicht die Justiz?

Die Ergebnisse könnten nur ein Anfang sein, wird Heiko Maas seit Montag nicht müde zu betonen. Damit gibt er selbst zu: Nur weil er das gern möchte, krempelt Facebook seinen Umgang mit Hatespeech nicht um. Es liegt auch weiterhin im Interpretationsspielraum von Facebook und Co, zu entscheiden, was mit deutschem Recht vereinbar ist und was nicht. Warum bestimmt der Konzern und nicht die Justiz? Auch Ansätze dafür, dass die Urheber dieser Kommentare dann an deutsche Strafverfolgungsbehörden gemeldet werden, finden sich in dem Papier nicht.

Im Zentrum der Arbeit von Maas sollte doch eigentlich dies stehen: Strafverfolgung zu erleichtern, gegen Leute, die im Netz hetzen und damit gegen deutsche Gesetze verstoßen. Volksverhetzung so zu bestrafen, wie das auch im Analogen stattfindet. Hindernisse auf dem Weg dahin zu beseitigen. Der Vorteil wäre: Konzentriert man sich darauf, muss man sich nicht von multinationalen Konzernen wie ein Schuljunge behandeln lassen.

Gesehen auf:

http://www.taz.de/

XXX – Wie Apple, Google und Facebook die Pornobranche zerstören

November 27th, 2015

Seit Jahren gehen immer mehr Nutzer über ihr Smartphone online. Darunter hat die Pornobranche allerdings doppelt gelitten: Einerseits wird es durch mobile Geräte noch leichter, Amateuraufnahmen herzustellen und zu verbreiten – was der Pornobranche schon im Desktop-Bereich zu schaffen machte; andererseits wird Pornografie von einem Großteil der IT-Konzerne schlicht ausgeschlossen. Ein schwerwiegendes Problem: Denn die Nutzungsgewohnheiten haben sich mittlerweile auf den Abruf von Apps verlagert. Viele Nutzer verbringen die meiste Zeit auf Facebook, dort sind erotische Darstellungen ebenfalls verboten.

Steve Jobs lästert über Android und Porno

Flashback ins Jahr 2009: Aus Protest gegen die Politik von Google und Apple, keine pornografischen Anwendungen in ihren App-Stores zu verkaufen, gründet sich das Start-up Mikandi. Android-Nutzer können die App installieren, wenn sie Mikandi über den Browser aufrufen. In einer Pressekonferenz lästert Steve Jobs darüber: Auf Apple-Geräten werde so etwas nie möglich sein. „Es gibt da einen Pornstore für Android, den sich jeder herunterladen kann – auch Kinder. Das ist kein Ort, an den wir wollen.“

Alle gegen Porno

Nach der Erwähnung durch Jobs stiegen die Download-Zahlen von Mikandi übrigens in die Höhe, mit mittlerweile 2,5 Millionen Nutzern ist allerdings nur eine kleine Community entstanden. Die Aussage des mittlerweile verstorbenen Apple-Gründers ist symptomatisch für den Umgang der großen IT-Konzerne mit Pornografie: Google drängt pornografische Suchergebnisse in hintere Teile der angezeigten Liste, Apple blockiert Anwendungen mit nackter Haut. Facebook löschte eine Weile sogar stillende Mütter; noch heute werden Nacktfotos in dem sozialen Netzwerk und dem dazugehörigen Instagram schnell gesperrt.

Kein Ankauf von Technologien

Dazu kommt, dass viele Start-ups und etablierte Technologiekonzerne keinen Handel mit Pornoseiten treiben. Newsletter-, Videobuffering- und Bezahlsysteme müssen da selbst entwickelt werden, obwohl die Gewinnspannen nach dem Siegeszug der kostenlosen Tubes (Youporn, Redtube) sowieso dezimiert sind. Immer mehr Insider warnen deshalb davor, dass die kommerzielle Pornobranche vor dem Aus steht.

Kein sorgenfreie Horizont

Im Bereich Virtual Reality, der als nächste große Nutzungsrevolution gilt, stehen die Vorzeichen nämlich ebenfalls schlecht: Zwar werden erste Virtual-Reality-Pornos bereits sehr positiv beurteilt, doch wollen die großen Konzerne nichts davon wissen. Geht man davon aus, dass Virtual Reality auch primär über Apps ablaufen wird, müssen sich Pornofirmen also weiterhin Sorgen machen. Denn: Oculus gehört zu Facebook, Hololens wird von Microsoft entwickelt – und Google hat erste für Glass entwickelte Porno-Apps sogar bereits entfernen lassen. Angesichts dessen ist es nicht verwunderlich, dass der „Playboy“ künftig auf Erotik verzichtet.

 

Quelle:

derstandard.at/2000024119087/Wie-Apple-Google-und-Facebook-die-Pornobranche-zerstoeren

Einfluss der Gen YOLO: So ticken Autobauer wie Google

November 21st, 2015

Google und Apple konkurrieren mit den traditionellen Autobauern nicht nur um Kunden, sondern auch um Mitarbeiter.

Den Club-Mate-Becher in der einen Hand, das iPad in der anderen steigt der junge Mann ins Auto. Seine Sprachansage in das, was man früher Armaturenbrett nannte, reicht, und das Vehikel bringt ihn sicher zur Arbeit. Wo auch immer diese heute stattfindet. Während der Mann seinen Tee schlürft, öffnet er die ersten Dokumente, an denen die Frühaufsteher-Kollegen schon arbeiten. Eine Vision? Ja, aber keine allzu ferne. Das Bundesland Bayern, selbsternannter Vorreiter in puncto High-Tech, plant eine Teststrecke für selbstfahrende Autos auf einem Teil der A9. Bekannte Größen wie BMW und Audi proben bereits das sogenannte pilotierte Fahren.

Dennoch: die klassischen deutschen Autobauer stehen beinah auf der Bremse. Das Gefährt der Zukunft – ob man es neudeutsch connected car nennt, intelligentes Auto oder vernetztes Fahrzeug – ist eher bei Google und Apple angesiedelt. Denn diese verstehen den Change besser.

Die alten Autobauer arbeiten evolutionär. Sie sehen ein Gefährt mit vier Rädern, Sitzen, einem Fahrer. Kontinuierlich verbessern sie Fahrgefühl und Sicherheit, preisen ihre Wagen je nach Zielgruppe und Marketing-Sprech als Statussymbol für den erfolgshungrigen Jung-Manager oder als Familienkutsche. Apple, Google und Co. dagegen betrachten das Ganze nicht nur aus Sicht der IT. Sondern aus Sicht disruptiver IT.

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So enthält ein High-Tech-Auto inzwischen mehr als 100 Millionen Lines of Code. Das ist 15-mal mehr als in manchem Passagierflugzeug. Das Auto als rollendes mobiles Device, in dem Menschen arbeiten oder spielen, mit entfernten Freunden kommunizieren oder eben einfach ihren Tee schlürfen und sich chauffieren lassen.

Chris Urmson, Leiter des Projekts „Google Driverless Car“, schilderte kürzlich auf der IAA (Internationale Automobil-Ausstellung) in Frankfurt/M., sein Gefährt verfüge weder über Lenkrad noch über Pedale. Die Symbole des manuellen Fahrens seien nicht mehr nötig. Und: im Flugzeug bräuchten die Passagiere ja auch keine Steuerknüppel.

1.200 neue Mitarbeiter für Apples iCar

„Eigenwillig“ finden das deutsche Medien wie beispielsweise das Handelsblatt. Der Spiegel attestiert aber, mit Google wachse ein neuer, ernstzunehmender Konkurrent für die etablierten Autobauer heran. Internet und Unterhaltungselektronik im Auto würden zu einem immer wichtigeren Kaufkriterium, schrieb das Hamburger Nachrichtenmagazin. Außerdem soll schon in vier Jahren Apples iCar in Serie gehen. Wie das Wallstreet Journal aus vertrauten Kreisen erfahren haben will, plant Apple, das Team dafür aufzustocken – von 600 auf 1.800 Mitarbeiter.

Dieser Plan zeigt, dass es für die traditionsreichen Automobilhersteller nicht nur auf dem Kundenmarkt enger wird, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt. Der Berliner Marktforscher Trendence fragte im Sommer dieses Jahres rund 6.600 Informatik-Studenten nach ihrem Wunscharbeitgeber. Google steht bei der Generation YOLO mit 28 Prozent der Nennungen ohnehin schon auf Platz Eins – erst weit dahinter rangiert mit knapp zehn Prozent SAP. BMW liegt mit rund neun Prozent auf Rang drei. Dahinter liegt Audi – der Konzern zählt damit also nicht zu den Top drei.

Die traditionsreichen Autobauer werden einen Gang höher schalten müssen. Das haben sie auch verstanden. „Wir stehen vor der Neuerfindung des Automobils“, erklärte etwa Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche gegenüber dem Mittelstandsportal Deutsche Unternehmerbörse, „aus der Idee des autonomen Fahrens wird eine realistische Perspektive.“

 

Zuerst veröffentlicht auf:

http://www.computerwoche.de/a/so-ticken-autobauer-wie-google

Browser – Firefox 42 bringt Tracking-Schutz und Audiosteuerung für Tabs

November 20th, 2015

Der Internet-Browser Firefox ist in Version 42 erschienen. Das Surftool, hinter dem die Mozilla Foundation steht, bringt einige Änderungen und neue Features mit. Die zentralsten Neuerungen sind ein neuer Schutz vor Tracking sowie einfache Audiokontrollen für Tabs.

Der neue Trackingschutz wurde in den privaten Surfmodus integriert. Dieser vergisst nach dem Schließen des Fensters nicht nur den Surfverlauf, sondern blockiert nun auch Elemente, die den Nutzer im Netz „verfolgen“. Solche verbergen sich gerne in Werbung, Analysetools für Seitenaufrufe oder „Teilen“-Buttons für soziale Apps und Netzwerke.

Venturebeat vergleicht die Funktion mit Browser-Erweiterungen wie Ghostery oder Privacy Badger. Verzichtet Werbung auf Tracking-Elemente, wird sie auch angezeigt. Über die Startseite des privaten Surfmodus lässt sich der Blocker auf Wunsch auch deaktivieren. Dazu gibt es nun ein Kontrollzentrum für Sicherheits- und Privatsphäreoptionen.

Firefox 42 zeigt nun auch erstmals an, wenn eine Website für Musik- oder Soundwiedergabe sorgt. In diesem Fall erscheint neben ihrem Namen im jeweiligen Tab ein kleiner Lautsprecher. Dieser kann angeklickt werden, um die Wiedergabe stummzuschalten oder wieder zu aktivieren. Damit zieht Firefox zu Google Chrome gleich, der schon seit geraumer Zeit über Audio-Indikatoren verfügt.

Ein interessantes Feature erhält außerdem die Android-Version von Firefox 42. Dort kann der Browser nun Links in Apps im Hintergrund öffnen, ohne das jeweilige Programm verlassen zu müssen. Die gesammelten Links werden beim nächsten direkten Aufruf des Browsers geladen.

Firefox 42 wird für bestehende Nutzer über die Update-Funktion verteilt und kann auch über die Mozilla-Homepage für Windows, OS X und Linux sowie im Play Store für Android heruntergeladen werden.

 

Adresse der Quelle:

http://derstandard.at/2000025062688/Firefox-42-bringt-Tracking-Schutz-und-Audiosteuerung-fuer-Tabs

Speicherreduzierung: Microsoft verschlechtert OneDrive für viele Nutzer

November 13th, 2015

Weil eine kleine Gruppe von Benutzern ihren unlimitierten Speicher auf Microsofts Cloud-Speicherdienst OneDrive exzessiv ausgenutzt hat, ändert Microsoft nun das komplette Geschäftsmodell. Betroffen sind davon vor allem Nutzer von Office 365, deren Speicherplatz nun begrenzt wird, sowie Nutzer der kostenfreien Variante.

Wie Microsoft über das OneDrive-Blog berichtet, habe eine kleine Gruppe von Office-365-Nutzern, die bisher unlimitierten Cloud-Speicher genießen durften, dieses Recht ausgenutzt, um nicht nur mehrere PCs, sondern auch komplette Filmsammlungen und DVR-Archive über OneDrive zu sichern. Das soll dazu geführt haben, dass diese Nutzer 75 Terabyte Speicherplatz und mehr auf OneDrive belegt haben. Das entspricht laut Microsoft der 14.000-fachen Speicherbelegung eines Durchschnittsnutzers.

Microsoft zieht daraus nun Konsequenzen und reduziert drastisch den zur Verfügung stehenden Speicher für Office-365- und kostenlose Nutzer. Statt unbegrenztem Speicher erhalten Nutzer von Office 365 der Versionen Home, Personal und University zukünftig nur noch 1 Terabyte Kapazität. Die davon unabhängigen Speicherangebote von 100 und 200 Gigabyte wird Microsoft nicht mehr anbieten und stattdessen auf ein Speichermodell mit 50 Gigabyte reduzieren, das 1,99 US-Dollar pro Monat kosten wird. Das kostenlose OneDrive, das bisher das Ablegen von 15 Gigabyte ermöglichte, wird Microsoft auf nur noch 5 Gigabyte reduzieren. Die Veränderungen sollen Anfang 2016 Gültigkeit haben.

Für bestehende Kunden ergeben sich daraus folgende Veränderungen: OneDrive-Nutzer mit einem Office-365-Abonnement, die mehr als 1 Terabyte Speicher nutzen, werden über die Anpassungen informiert und haben anschließend zwölf Monate Zeit, um ihre Daten neu zu verwalten. Office-365-Nutzer, die das Produkt aufgrund der Veränderungen nicht mehr nutzen möchten, können eine Rückerstattung anfordern.

Nutzer der kostenlosen Variante mit bisher 15 Gigabyte haben ab Anfang 2016 ebenfalls zwölf Monate Zeit, um sich den Veränderungen anzupassen. Zusätzlich können diese Nutzer ein kostenloses Jahr Office 365 mit 1 Terabyte Speicher anfordern (Kreditkarte benötigt). Altkunden des alleinstehenden OneDrive mit 100 oder 200 Gigabyte Speicherplatz sind von den Veränderungen nicht betroffen.

 

Die Homepage besuchen:

www.computerbase.de/2015-11/

Kontaktloses Bezahlen: iZettles neuer Kartenleser unterstützt Apple Pay

November 10th, 2015

Kontaktloses Bezahlen

Das schwedische Unternehmen iZettle hat mit dem Kartenleser Pro Contactless ein neues Produkt speziell für kleine Händler vorgestellt. Damit können sie mobiles Bezahlen via Apple Pay oder Android Pay durchführen, ohne hohe Summen in entsprechende Kassensysteme zu investieren.

Mit dem Kartenleser Pro Contactless will iZettle vor allem kleinere Händler in die Lage versetzen, beim bargeldlosen Bezahlen mit dabei zu sein. Mit dem Kartenleser sind Bezahlungen über Kreditkarten oder EC-Karten möglich, die etwa auf einem iPhone oder einer Apple Watch hinterlegt sind. Aber auch Googles Bezahlsystem Android Pay wird damit bereits unterstützt. Damit soll das Bezahlen beschleunigt werden.

Dabei handelt es sich um ein kompaktes Gerät, das für den mobilen Einsatz optimiert ist, also auch etwa in Taxen oder an Marktständen verwendet werden kann. Es erlaubt neben der kontaktlosen Bezahlung auch die Zahlungsabwicklung über eine Kredit- oder EC-Karte. Dabei kann das Gerät sowohl Chips als auch Magnetstreifen auslesen und Zahlungen werden gleich mit einer PIN-Eingabe bestätigt. Der Kartenleser unterstützt alle gängigen Kreditkarten. Im Kartenleser Pro Contactless befindet sich ein Akku, der über eine Micro-USB-Schnittstelle aufgeladen werden kann.

Smartphone dient als sicheres Modem

Das Funktionsprinzip der iZettle-Kartenleser bindet das Smartphone als sicheres Modem ein. Das Smartphone wird mit dem Kartenleser verbunden und über das Smartphone läuft auch die Bedienung des Kartenlesegeräts. Auf dem Smartphone werden keinerlei Daten gespeichert, sie werden verschlüsselt direkt weitergeleitet. Nach der Bezahlung kann der Käufer entscheiden, ob er eine Quittung per E-Mail erhalten möchte. Dabei unterliegt der Dienst den Regulationen der schwedischen Finanzaufsichtsbehörde.

„Nachdem ich neue Services wie Apple Pay getestet habe, bin ich überzeugt, dass wir kurz vor einer Veränderung im Zahlungsverhalten weg von Plastik stehen. Ich kann kaum erwarten, bis Apple und Google ihre Mobile-Payment-Apps für deutsche Kartenbesitzer verfügbar machen“, sagt Jacob de Geer, CEO und Mitgründer von iZettle. „Kontaktloses Zahlen ermöglicht nicht nur die einfachste Bedienung für Kunden, sondern beschleunigt auch den Transaktionsprozess für Händler enorm. Wir können uns alle eine Welt vorstellen, in der wir unser Portemonnaie zu Hause lassen und ganz einfach mit unserem Telefon oder unserer Uhr bezahlen. Jetzt kommen wir dort an.“

Der neue Kartenleser Pro Contactless ist ab sofort in Deutschland für circa 79 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer über die iZettle-Homepage verfügbar und kann dort bestellt werden. Im Fall des neuen Modells erfolgt der Kontakt zum Smartphone oder Tablet ausschließlich über Bluetooth. Beim jetzt als Lite-Modell angebotenen ersten Gerät ist auch eine Kabelverbindung vorgesehen.

 

Artikel-Quelle:

www.golem.de/news/kontaktloses-bezahlen-izettles-neuer-kartenleser-unterstuetzt-apple-pay-1509-116457.html

Steam Controller im Test: Gamepad-Revolution vorerst abgesagt

Oktober 28th, 2015

Ein neues Gamepad soll PC-Spiele wohnzimmertauglich machen, Maus und Tastatur auf dem Sofa ersetzen. Doch an den Erwartungen muss der Steam Controller scheitern.

 

Die Zukunft liegt gut in der Hand. Das Plastik fühlt sich anfangs etwas billig an, die Form ungewohnt klobig. Aber schon nach Minuten denkt man nicht mehr an den Steam Controller. Es sei denn, man muss gerade eine kleine Schaltfläche anklicken. Das geht so schnell wie am Laptop, merkt man dann und lehnt sich zurück. Plötzlich kann man auf dem Sofa Civilization bedienen, das Spiel ist einen Salat aus Menüs. Der Mauszeiger huscht präzise zu den Eingabefeldern, die Weltkarte gleitet sanft vorbei.

Seit Jahren setzen viele Spieler große Hoffnung in den PC: Er soll Playstation und Xbox ablösen und auch im Wohnzimmer die einheitliche Lösung zum Spielen werden. Das würde auch endlich die Kämpfe um Exklusivtitel beenden, mit dem Konsolenhersteller ihren Kunden auf die Nerven gehen. Es gibt keinen guten Grund, dass bestimmte Spiele nur auf bestimmten Konsolen laufen. Die Hardware ist überall ähnlich. Alle diese Kisten sind eigentlich PCs. Warum soll also ein ganz normaler PC, direkt an den Fernseher angeschlossen, nicht zum Spielestandard werden?

Das Ende der Spielkonsolen?

Computerspiele als Remakes Laras Haar weht jetzt natürlicher

Viele halbherzige Versuche hat es gegeben, den PC in die Wohnzimmer zu bringen. Es gibt Spiele-PCs in besonders kleinen Kisten, Funktastaturen mit integriertem Touchpad. Aber mit Macht können nur zwei Firmen wirklich versuchen, die Revolution anzuzetteln: Microsoft – aber die verkaufen lieber ihre mäßig erfolgreiche Konsole Xbox One. Zweitens Valve, Betreiber von Steam, der größten Download-Plattform für Spiele. Der probiert es jetzt mit dem Steam Controller.

Ein Kernproblem ist seit langem ungelöst: Auf dem PC sind Adventures, Simulationen, Management- und Strategiespiele populär. Sie alle lassen sich nur mit Maus und Tastatur gut bedienen. Auch Egoshooter kann man damit deutlich präziser steuern als mit einem Gamepad. Wenn der PC ohne Maus ins Wohnzimmer einzieht, verliert er einige seiner besten Seiten. Der Steam Controller soll das fehlende Puzzleteil im Masterplan sein: Alles soll sich komfortabel bedienen lassen, egal ob ein Spiel bisher mit Gamepad oder Maus gespielt wurde.

Die Lösung sieht erstaunlich simpel aus. Jeder Laie könnte den Steam Controller mit einem normalen Gamepad verwechseln. Die äußere Form ist dieselbe. Aber er hat nicht zwei kleine Joysticks, sondern nur einen. Dafür finden sich auf der Oberseite runde Flächen, die wie das Touchpad eines Laptops aussehen. So lassen sie sich auch bedienen. Die rechte Fläche ist in vielen Spielen der direkte Mausersatz. In Strategiespielen oder Adventures schiebt man den Mauszeiger mit dem Daumen ans Ziel. Das klappt genau so gut wie am Laptop. In Egoshootern bewegt man sich mit dem Joystick auf der linken Seite, und steuert die Blickrichtung mit dem Touchpad auf der rechten. Das ist erst ein merkwürdiges neues Gefühl. Aber auch daran gewöhnt man sich nach wenigen Minuten.

Der Fernseher ist weit weg

Dann will man sich eigentlich begeistern lassen von dem ersten wirklich neuen und ausgereiften Eingabegerät seit Jahren. Aber Spielen mit dem Steam Controller hakt schnell. In einigen wenigen Spielen wird er nicht erkannt, dann bewegt sich ohne erkennbaren Grund gar nichts. In den meisten wird man durch einen kurzen Konfigurationsprozess geleitet. Man muss nicht für jedes Spiel jeden Knopf des Controllers zuweisen, sondern wählt eine von mehreren Voreinstellungen aus. Aber hundertprozentig passen die selten. Also muss man im Spiel pausieren und auf einem neuen Menübildschirm die Befehle so auf die Knöpfe verteilen, wie man es gern hätte. Umständlich. Für PC-Spieler, die Mods selbst installieren und Grafikkarten austauschen, ist der Arbeitsschritt trivial. Für die gemütliche Mehrheit, die sonst lieber an der Spielkonsole spielt, sind diese Hürden zu hoch. Statt abends auf dem Sofa entspannt zu spielen muss man nun überlegen, wie man das Unterhaltungsprogramm gern bedienen würde.

Spiele sind weit weg

Noch problematischer sind die eigentlichen Spiele. Die wissen in der Regel noch nichts vom Controller und geben deswegen hartnäckig falsche Hinweise. Sie fordern Spieler auf, die rechte Maustaste zu drücken – am Steam Controller ist das meist der Abzug links hinten. Oder vielleicht sollen sie das E auf der Tastatur drücken. Dann wird es schwierig. Das könnte jeder Knopf sein: A, B, X und Y tauchen als Buchstaben auf dem Controller auf, aber es gibt auch kleine Pfeiltasten, Schultertasten, und als Neuheit auf dem Steam Controller sogar Rückentasten.

Selbst ohne diese Hürde sind viele PC-Spiele einfach nicht auf das Wohnzimmer vorbereitet. Das grundlegende Problem bei Spielen mit viel Text liegt in der Schriftgröße. Sie ist in aller Regel zu klein. Nur selten kann man sie vergrößern. So huscht ein Spiel wie Civilization zwar sanft über den Fernseher, aber wenn sich ein Textkasten öffnet, dann lehnt man sich unweigerlich nach vorn. Und wünscht sich doch wieder zurück an den Schreibtisch.

Ein Controller allein macht eben noch keine Revolution. Der Steam-Controller hätte ein wichtiges Teil in einem größeren Plan sein können. Aber die anderen Teile fehlen noch.

 

Übernommen aus:

www.sueddeutsche.de/digital/steam-controller-im-test-gamepad-revolution-vorerst-abgesagt-1.2699293

Fieser URL-Bug lässt Google Chrome abstürzen

September 27th, 2015

Ein Bug in Google Chrome lässt den Browser abstürzen, sobald sich eine bestimmte Zeichenfolge in der URL befindet.

Eine bestimmte Zeichenfolge in einer URL kann Google Chrome zum Absturz bringen. Den Bug entdeckte ein Nutzer kürzlich im Google-Browser und meldete diesen auch umgehend an Google. Betroffen ist mindestens die aktuelle Chrome-Version.

Der URL muss die Zeichenfolge „%%30%30“ (ohne Anführungsstriche) hinzugefügt werden. Der Aufruf der entsprechenden URL führt dann zum Absturz von Google Chrome. Fieserweise muss der Chrome-Nutzer nicht mal die URL anklicken. Es genügt, mit dem Mauszeiger über die URL zu fahren, um den Browser-Absturz zu verursachen.

Ein entsprechender Link könnte wie folgt aussehen:

www.google.de/%%30%30

Hinweis: Teilweise stürzt Chrome auch dann ab, wenn eine Website geladen wird, auf der sich der entsprechende Link befindet. Sorry, falls das jetzt bei Ihnen auch passiert sein sollte…

Nach dem bisherigen Kenntnisstand kann der Bug nicht für Angriffe missbraucht werden. Es handelt sich also um keine Sicherheitslücke, sondern tatsächlich „nur“ um einen klassischen Absturz-Bug. Dennoch könnte der Bug dazu ausgenutzt werden, um Chrome-Nutzer zu ärgern. Entsprechend zügig dürfte Google mit einem Update reagieren.

Der Bug in Google Chrome erinnert an einen Bug, den Skype kürzlich hatte. Dabei konnte Skype durch den Empfang einer bestimmten acht Zeichen langen Nachricht zum Absturz gebracht werden. Auch ein Neustart der Software half nicht, denn Skype stürzte bei jedem Aufruf immer wieder erneut ab. Microsoft reagierte schnell und lieferte kurze Zeit später eine neue Skype-Version aus.

 

externer Link zum Artikel:

www.pcwelt.de

Google gründet neuen Mutterkonzern Alphabet, bekommt neuen Chef

September 26th, 2015

Der Internetgigant Google hat einen breit angelegten Umbau seiner Unternehmensstruktur bekanntgegeben – in dessen Rahmen Google mit Sundar Pichai den CEO-Posten bei Google selbst übernimmt, während der Internetkonzern unter eine neue Muttergesellschaft gestellt wird, die den Firmennamen „Alphabet“ trägt.Alphabet selbst wird künftig eine Reihe von Unternehmen unter seinem Dach vereinen, die bisher teilweise eigentlich Dienste von Google sind, aber auch eigenständige Ausgründungen. So sollen einerseits die Internet-bezogenen Angebote von Google der neuen Firma untergeordnet werden, andererseits aber auch die anderen zu Google gehörenden Firmen, deren Geschäftsfelder Bereiche wie Gesundheitsprodukte oder Biotechnologie abdecken.

Google-Mitgründer Larry Page wird künftig der CEO von Alphabet sein, während der andere Google-Miterfinder Sergey Brin die Rolle des Vorstandsvorsitzenden übernimmt. Sundar Pichai, der bisher vor allem durch das mobile Betriebssystem Android bekannt wurde, wird hingegen neuer Chef von Google Inc., dem größten Umsatzbringer unter den Fittichen von Alphabet.

Zu dem neuen Unternehmensimperium gehören auch Firmen wie die Biotechnologie-Spezialisten von Calico, der Investment-Arm Google Ventures, Google Capital, die Forschungsabteilung Google X und diverse andere Abteilungen. Es geht wohl vor allem darum, das Hauptgeschäft von Google stärker von den anderen Aktivitäten des Unternehmens zu trennen, um sie besser verwalten zu können und flexibler zu werden.

Page und Brin übernehmen nun eher strategische Rollen, während der Alltagsbetrieb in die Hände ihrer vertrauenswürdigen Manager abgegeben wird. Der Name Alphabet steht dabei für die Zusammenfassung der diversen Unternehmensteile – so soll Google zum Beispiel das „G“ im neuen Firmenkatalog von Alphabet darstellen. Wie so oft wählen die Google-Gründer ein kurioses Konzept für das Branding des neuen Konzerns, unter dem Google jetzt steht. So lautet die Web-Adresse der Firmen-Homepage abc.xyz.

 

URL der Quelle:

winfuture.de/news

Ein Selfie kann dich töten!

Juli 17th, 2015

Nicht kleckern, sondern klotzen, sagte das Innenministerium in Russland, als es eine neue Kampagne für Jugendliche startete. Landesweit gibt es Werbespots, Straßenplakate und auch eine Website und eine Hotline stehen bereit. Aber es geht nicht um Patriotismus oder Putins-Wiederwahl, es geht um Selfies. Genauer gesagt um lebensgefährliche Selfies.

Was sich zuerst wie eine leicht absurde Bürokraten-Idee anhört, hat einen ernsten Hintergrund. Wegen riskanter Selfies haben sich in diesem Jahr weit über 100 Russen schwer verletzt, Dutzende sollen bei der Suche nach dem perfekten Selfie gestorben sein. Wie konnte das passieren? Die Russen sind verrückt nach Selfies, wie der Rest der Welt. Aber weder Duckface, noch der ultimative Belfie-Shot bringen jemand um. Der neueste Trend im osteuropäischen Netz heißt „Mädchen + Döner“ – auch das hört sich nicht gefährlich an.

Das Selfie ist das neue Russische Roulette

Das Ministerium weiß es besser: „Ein cooles Selfie kann dein Leben kosten“, warnt ein Booklet, um in einzelnen Tipps zu verraten: „Ein Selfie mit einer Schusswaffe ist tödlich.“ In Russland verbinden sich mehrere Risikofaktoren zu einem explosiven Gemisch. Da wären der allgemeine Hang zu gefährlichen Sportarten, die Geringschätzung von Risiken, Alkoholkonsum und die Verfügbarkeit von Waffen. Auch die wilde Natur des Landes ist nicht ohne Risiken, ausdrücklich wird vor dem Herumposen vor wilden Tieren – wie vor Bären, dem russischen Nationalsymbol – gewarnt.

Hang zum Risiko

Spektakuläre Fälle illustrieren die russischen Exzesse. Im Januar starben zwei junge Männer im Ural. Auf ihrem letzten Selfie halten sie eine entsicherte Granate mit abgezogenem Stift – das Smartphone überlebte die Explosion, die Männer nicht. In der Oblast Rjasan starb ein Teenager wegen eines Bildes auf einer Eisenbahnbrücke, nachdem der Junge die stromführenden Leitungen berührte. Anna K. starb in Moskau, als sie beim Knipsen von einer Brücke stürzte. Ebenfalls in Moskau schoss sich eine Frau aus Versehen in den Kopf, sie überlebte den Selfie-Unfall dank rascher Hilfe. Yelena Alexeyeva,  Sprecherin des Innenministeriums, erklärte die Hintergründe der Presse: „Traurigerweise nehmen diese schweren Unglücke von Selfie-Liebhabern ununterbrochen zu. Seit Beginn des Jahres mussten wir Hunderte von Verletzungen registrieren.“ Hinzu käme eine ungewisse Dunkelziffer. „Also das ist ein echtes Problem mit häufig schrecklichen Folgen.“

Gefährliche Vorbilder

Roofers tragen ihren Namen, weil sie auf den Dächern hoher Gebäude posieren.  Sie suchen bewusst Orte mit extremen Risiken für ihre spektakulären Videos und Filme auf, sind aber eher als die Nachahmer in der Lage, die Gefahr abzuschätzen. Auch Profis aus dieser Szene mahnt Yelena Alexeyeva: „Bevor ihr ein Selfie macht, denkt daran, dass eure Likes jemand anders auf eine Reise in den Tod schicken können. Sein Bild erscheint dann post mortem.“ 

Ein unnötiges Risiko. Mädchenbilder mit Döner sind in Russland der Trend und weit ungefährlicher.

Solche Selfies sieht der Kreml gern: Eine bekannte prorussische Internetaktivistin lichtet sich vor Putin ab.

 

Gesehen auf:

www.stern.de/digital/online/bizarre-kampagne-aus-russland–ein-selfie-kann-dich-toeten—6340750.html

Vodafone, O2, E-Plus, Telekom – Dieser Anbieter hat das beste Netz und den besten Empfang

Juli 13th, 2015

  • Die Netzabdeckung zwischen den Mobilfunkanbietern variiert oft gewaltig.
  • Insgesamt hat die Telekom die Nase vorn – andere Anbieter holen jedoch auf.
  • Die besten Smartphones finden Sie in unserer Bestenliste.

Egal ob Samsung, Apple oder Sony: Ohne das richtige Netz wird das neue Spitzen-Smartphone zum teuren Briefbeschwerer. Aber bietet die Telekom wirklich das beste Netz? Oder doch eher Vodafone? Und wie schneiden O2 und E-Plus ab? Verschiedene Fachredaktionen führen regelmäßig Tests in Deutschland durch, um das beste Netz zu ermitteln.

Connect: In Zügen schwächeln alle

Die Fachzeitschrift „Connect“ war auf 45.000 Kilometern in ganz Deutschland unterwegs und hat Telefonie und Datenempfang in Städten und unterwegs getestet. Die Telekom liegt in allen Disziplinen deutlich vor ihren Mitbewerbern und bietet gute Sprach- und Datenqualität – egal ob Großstadt, Kleinstadt oder auf der Autobahn. Abzüge gibt es für die Netznutzung in Zügen: Hier hat die Telekom deutlich Nachholbedarf. Trotzdem liegt der Anbieter noch vor Vodafone, O2 und E-Plus.

Die Connect-Redaktion erklärt: So haben wir getestet

Vodafone auf der Überholspur

Vodafone hat im Vergleich zum Vorjahrestest deutlich aufgeholt und kommt in den Städten an den großen Konkurrenten in Magenta heran. In Kleinstädten und im Zug macht Vodafone allerdings keine gute Figur, liefert aber auf den Straßen eine ordentliche Leistung ab. O2 bietet in Großstädten ein gutes Datennetz, kommt dafür aber in Kleinstädten nicht hinterher. Insgesamt schwächelt O2 bei der Telefonie: lange Rufaufbauzeiten sind die Folge. Das Netz von E-Plus bietet dagegen eine gute Sprachqualität, schwächelt allerdings bei der Datengeschwindigkeit in den Städten.

Chip: Test mit Facebook und WhatsApp

Die Experten der Computerzeitschrift „Chip“ haben auf 5600 Kilometern die Autobahnen und Landstraßen Deutschlands getestet und waren mit speziellen Messrucksäcken in den größten Städten jedes Bundeslandes. Auch hier holt die Telekom Spitzenwerte in allen Kategorien. Egal ob Telefonie, mobiles Internet oder LTE-Netz: Der ehemalige Staatskonzern hat die Nase vorn. Während die anderen Anbieter in Sachen Sprachqualität nahe an die Telekom herankommen, bietet die Telekom das beste Datennetz in den Städten. Das Unternehmen liefert hier hervorragende Werte im Auto, im öffentlichen Nahverkehr und zu Fuß.

 

O2 und E-Plus versagen im Datennetz

Vodafone erzielt laut „Chip“ ebenfalls gute Werte in den Städten und kommt bei der Sprachqualität nahe an die Telekom heran. Auf dem Land schwächelt Vodafone dagegen. Das mobile Internet ist insgesamt ordentlich, weißt aber Probleme in Norddeutschland auf. O2 und E-Plus bieten eine ähnlich gute Sprachqualität, verlieren aber viele Punkte im Datennetz. O2 konnte sein mobiles Internet auf dem Land ein wenig ausbauen, weist hier aber im Vergleich zur Telekom und Vodafone noch Defizite auf. E-Plus bietet ein gutes LTE-Netz, allerdings noch nicht in allen Städten.

„Chip“ hat außerdem beliebte Apps wie Facebook und WhatsApp mit den verschiedenen Mobilfunkanbietern getestet und Upload-Geschwindigkeiten gemessen. Auch hier liegt die Telekom deutlich vorne, gefolgt von Vodafone, O2 und E-Plus.

Originalbeitrag lesen:

www.focus.de/

Neue Smartphones: Nokia: Rückkehr ins Handygeschäft geplant

Juli 5th, 2015

Geht es nach Nokia, sollen ab 2016 wieder Smartphones des einstigen Traditionsherstellers in den Läden stehen.

Wie der derzeitige Nokia-Chef Rajeev Suri gegenüber dem Manager-Magazin verraten hat, befindet sich das finnische Unternehmen derzeit auf Partnersuche. Das Ziel: 2016 will das Unternehmen wieder in den Smartphone-Markt einsteigen. Da man 2013 alle Fertigungskapazitäten an Microsoft verkauft hat, muss jetzt ein neuer Partner her.

Dabei will man bei Nokia allerdings keine eigenen Fertigungskapazitäten aufbauen. Stattdessen soll der zukünftige Partner die Geräte bauen. Nokia selbst würde die Smartphones designen und den Markennamen per Lizenz zur Verfügung stellen. Ob Nokia für das Projekt einen Partner findet, hängt davon ab, wie viel Potenzial dieser dem einstigen Marktführer zutraut. Zumindest der Nokia-Chef gibt sich zuversichtlich und sieht sich in der Lage, Microsoft im Bereich der mobilen Geräte anzugreifen. Andernfalls könne man es gleich lassen, so der Chef weiter. Mit dem Nokia N1hat Nokia dem taiwanesischen iPhone-Hersteller Foxconn bereits eine vergleichbare Übereinkunft zum Bau von Tablets geschlossen.

Deal mit Microsoft

Mit der Suche nach einem Handybauer kann sich der Konzern allerdings noch Zeit lassen, denn vor 2016 darf Nokia nicht ins Handygeschäft zurück. Bis dahin darf nur Microsoft Smartphones mit der Marke Nokia vertreiben. Die Rechte für die Nutzung des Markennamens bei einfachen Handys liegen sogar bis 2023 bei Microsoft, auch wenn der Software-Riese diesen mittlerweile gar nicht mehr nutzt.

 
zum Artikel:

Verbraucherzentrale: Wochenlange Ausfälle bei Umstellung der Telekom auf All-IP

Juni 12th, 2015

Verbraucherzentrale

Kunden der Deutschen Telekom klagen über Ausfälle bei der Umstellung auf das sogenannte All-IP. Vom Netzbetreiber kämen keine Antworten oder Hilfe, melden Betroffene einer Verbraucherzentrale.

Bei der Umstellung auf IP-Technik der Deutschen Telekom gibt es offenbar Probleme. Wie die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern berichtet, funktioniert „die Umstellung oft nicht, der Anschluss fällt wochenlang aus, Informationen über die Technik sind unzureichend und Hausnotrufe“ werden funktionsunfähig. Häufig erhalten die Betroffenen keine Antwort oder Hilfe vom Netzbetreiber, so dass sie längere Zeit ihr Telefon nicht nutzen können.

Auch andere Netzbetreiber stellen auf All-IP um oder haben das bereits getan. Jürgen Fischer vom Vorstand der Verbraucherzentrale sagte Golem.de auf Anfrage: „Die Beschwerden kommen von Kunden der Telekom. Dort gibt es die Probleme offenbar am häufigsten.“ Europaweit seien bereits rund acht Millionen Anschlüsse auf IP-Technik umgestellt, davon in Deutschland fünf Millionen, erklärte die Telekom im März 2015.

Von dem Ultimatum der Telekom, die Sprachtelefonie auf VoIP umzustellen oder gekündigt zu werden, sind 300.000 Kunden betroffen. Golem.de berichtete am 23. September 2014, dass die Telekom begonnen hatte, die VoIP-Umstellung in den 54 Städten, in denen zuerst VDSL angeboten wurde, mit Kündigungsdrohungen durchzusetzen. Angeschrieben wurden nur Kunden, deren Vertrag in einigen Monaten auslief und die einen PSTN/ISDN-Anschluss hatten. Ziel war es, bis zum Ende des Jahres 2018 das gesamte Netz in Deutschland auf IP-Technologie umzustellen.

Die Umstellung wurde oft bei einer Tarifänderung vorgenommen. „Das ist nicht akzeptabel. Anbieter müssen Verbraucher ausreichend über die anstehenden Änderungen und Folgekosten informieren, eine Umstellung darf nicht so nebenbei stattfinden“, sagte Matthias Wins, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale. Darüber hinaus erfolge die Umstellung nicht im Rahmen der noch verbleibenden Vertragslaufzeit des aktuellen Vertrages. Stattdessen müsse der Verbraucher neue Verträge mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten abschließen oder aber den Anbieter wechseln.

Rechtlich darf die Telekom Kunden nicht ohne neuen IP-Vertrag umschalten.

 

http://www.golem.de/

Der Windows-Siegeszug begann heute vor einem viertel Jahrhundert

Juni 9th, 2015

Genau 25 Jahre ist es heute her, dass Microsoft faktisch der Durchbruch beim Umstieg auf ein Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche gelang. Am 22. Mai 1990 wurde Windows 3.0 durch Bill Gates offiziell vorgestellt und legte den Grundstein, für die spätere Dominanz des Unternehmens. Bis zu diesem Zeitpunkt hinkte Microsoft hinter der Entwicklung eindeutig her. Schon sechs Jahre zuvor hatte Appleauf seinem Macintosh den Siegeszug der grafischen Benutzeroberflächen eingeleitet. Zwar versuchte auch Microsoft nachzuziehen und seine mühsam mit MS-DOS erworbene Stellung zu halten, doch konnten die ersten Fassungen einer eigenen GUI nicht gerade überzeugen. So war im PC-Bereich erst einmal IBMs OS/2 das Maß der Dinge.

Doch hinter den Kulissen hatten Microsoft-Entwickler bereits begonnen, die Grundlagen für wesentliche Verbesserungen zu legen – erst einmal ohne Wissen des Managements. Erst als das Verhältnis zu IBM zunehmend abkühlte legten sie ihre Arbeiten Steve Ballmer vor, der schnell überzeugt werden konnte.

Während es hier erst einmal um entscheidende Veränderungen unter der Haube ging, hielten mit Windows 3.0 letztlich verschiedene Neuerungen Einzug, die den endgültigen Abschied von der DOS-Eingabeaufforderung einläuteten. Während letztere beim Start der früheren Windows-Fassungen automatisch erschien, weil sie noch immer die entscheidende Eingabemöglichkeit war, folgte nun der Bruch.

Stattdessen konnten die Nutzer nun über den Programm-Manager auf ihre Anwendungen zugreifen, die sich in Form grafischer Icons präsentierten. Hinzu kam ein grafischer Datei-Manager, mit dem sich durch die Ordner auf dem Speichermedium navigieren ließ. Doch nicht nur das: In Windows 3.0 waren die Dateiendungen nun auch bestimmten Anwendungen zugeordnet. Das ermöglichte es, dass das Anklicken des gewünschten Dokumentes dafür sorgte, dass etwa die Textverarbeitung startete und den Inhalt zeigte. Bis dahin musste erst die Anwendung gestartet und mit dieser dann die benötigte Datei geöffnet werden.

Hinzu kam, dass sich verschiedenste Einstellungen auch über eine komplett grafisch aufgearbeitete Systemsteuerung vornehmen ließen. Das eröffnete einer wesentlich breiteren Gruppe von Nutzern Zugang zu wichtigen Optionen, die zuvor nur mühsam über kryptische Angaben in Konfigurations-Dateien zu verändern waren.

Neben zahlreichen technischen Neuerungen waren es aber auch verschiedene mitgelieferte zusätzliche Anwendungen, die Windows 3.0 bei einer steigenden Zahl von Usern beliebt machte. Dazu gehörten das neue Zeichenprogramm Paintbrush, das nun auch Farben unterstützte, der Rekorder, mit dem sich Makros aus Tastatur- und Maus-Eingaben aufzeichnen ließen, sowie ein Rechner mit wissenschaftlichem Modus. Erleichtert wurde der Einstieg in die neue Oberfläche durch ein Hypertext-basiertes Hilfesystem.

Windows 3.0 wurde so schnell zum Kassenschlager. Drei Millionen verkaufte Kopien binnen der ersten sechs Monate waren zum damaligen Zeitpunkt ein sehr beachtlicher Wert. Da Privatkunden zu dieser Zeit noch eher Mangelware waren, legte Microsoft letztlich das regelrecht legendär gewordene Windows for Workgroups 3.11 nach, das in Unternehmen Support für Domain-Networking bereitstellte und den PC von der eigenständigen Arbeitsmaschine zum Bestandteil einer firmenweiten Netzwerk-Infrastruktur machte.

Gesehen auf:

winfuture.de/news

Smartphone-Sicherheit – Smartphone-Lücken selbst stopfen

Juni 2nd, 2015

In vielen Smartphones verstecken sich gefährliche Sicherheitslücken, nicht alle werden von den Herstellern geschlossen. Wir geben Hilfe zur Selbsthilfe

  • Gravierende Sicherheitslücke bei Android können Sie selbst schließen.
  • Auch bei Apples iOS ist Vorsicht geboten.
  • Microsoft-Lücken werden kaum genutzt.

In mehr als der Hälfte aller Android-Geräte klafft eine gravierende Sicherheitslücke. Sie ermöglicht es Hackern unter anderem, E-Mails mitzulesen oder Mobiltelefone mit Googles Betriebssystem sogar fernzusteuern. In Deutschland sind rund 18 Millionen Smartphone-Nutzer von diesem Sicherheitsproblem betroffen.

Und das Schlimmste: Sie werden von Google und den meisten Geräteherstellern im Stich gelassen. Die gefährliche Schwachstelle in Android wird durch WebView verursacht, das in den Versionen 4.3 und älter zum Einsatz kommt. Zahlreiche Apps sowie der Android-Werksbrowser nutzen WebView, um Webseiten oder Werbebanner anzuzeigen.

Die Schnittstelle ist jedoch anfällig für das sogenannte Universal Cross Site Scripting: Eine manipulierte Webseite könnte so etwa die E-Mails des Users mitlesen, wenn dieser bei einem Webmailer eingeloggt ist. Dazu muss er nur auf die Seite des Angreifers surfen. Der Sicherheitsexperte Tod Beardsley hat zudem festgestellt, dass ein Hacker über die Lücke auch vollen Zugriff auf das Gerät bekommen und beispielsweise das Mikrofon oder die Kamera heimlich einschalten könnte. Die Sicherheitslücke, die sich immerhin in knapp 60 Prozent aller aktiven Android-Geräte befindet, lässt sich zwar beheben oder umgehen, aber von Google können die User diesbezüglich keine Hilfe erwarten.

So schützen Sie ihr Smartphone vor dem BKA-Trojaner

Der Konzern argumentiert, man habe das Problem in den Android-Versionen 4.4 und 5.0 behoben und sieht seine Schuldigkeit damit getan. Doch viele ältere Geräte werden nicht mit Updates auf diese Versionen versorgt – auch weil die Hersteller nicht mitziehen. Sie verkaufen lieber neue Smartphones, als alte Geräte mit Updates zu versorgen. Deshalb muss jeder selbst tätig werden. Auch im oft als virenfrei beschriebenen iOS verbergen sich Lücken. Die Sicherheitslage ist zwar nicht so bedenklich wie bei Googles mobilem Betriebssystem, doch auch hier können Nutzer selbst einiges zu ihrer Sicherheit beitragen. Wir geben Hilfe zur Selbsthilfe.

Browser austauschen

Ob Sie beim Surfen mit Ihrem Smartphone gefährdet sind, hängt neben der Version Ihres Betriebssystems auch davon ab, welchen Browser Sie verwenden. In allen Android-Versionen bis 4.3 nutzt der Werksbrowser das lückenhafte WebView, um Seiten darzustellen – und öffnet damit Hackern Tür und Tor.

1 Android-Version checken

Zunächst sollten Sie überprüfen, ob eine der gefährdeten Android- Versionen auf Ihrem Smartphone installiert ist. Unsicher sind alle Versionen von Android 2.2 alias Froyo bis einschließlich 4.3 alias Jelly Bean. In ihnen kommt die anfällige WebView-Komponente WebKit zum Einsatz, auf die unter anderem der Android-Werksbrowser zurückgreift. Erst ab Android 4.4 ist die sichere WebView-Variante Blink verbaut, die Engine des Chrome-Browsers. Sie sollten also auf keinen Fall mit dem Werksbrowser surfen, wenn Sie eine Android-Version bis 4.3 verwenden. Falls Sie nicht auswendig wissen, welche Version auf Ihrem Gerät installiert ist, wechseln Sie in die Systemeinstellungen und tippen auf »Über das Telefon« . Sollte unter dem Eintrag »Android-Version »4.4« oder »5.0« stehen, können. Sie hier zu lesen aufhören: Sie sind sicher. In allen anderen Fällen sollten Sie weiter unserer Anleitung folgen.

2 Hersteller-Update überprüfen

Als Nächstes sollten Sie überprüfen, ob Ihr Gerätehersteller ein Update auf eine sichere Android-Version anbietet. Bleiben Sie dazu im Menü »Über das Telefon« und tippen Sie auf »Online-Aktualisierung «. Sollte das Smartphone keine Aktualisierung finden oder eine Version unter 4.4 als aktuellstes Update verfügbar sein, bleiben Ihnen zwei Optionen, um Ihr System abzusichern: Entweder Sie installieren einen alternativen Browser oder Sie aktualisieren Ihr Gerät manuell mit einem alternativen Betriebssystem. Letzteres ist zwar sicherer, weil es das Problem löst und nicht nur umgeht, aber nicht trivial und für

Anfänger eher ungeeignet. Leichter ist es in jedem Fall, einen Browser zu verwenden, der nicht für die eingangs genannten Sicherheitslücken anfällig ist.

3 Alternativen Browser installieren

Im Prinzip eignet sich jeder Browser mit eigener Engine zur Umgehung der WebView-Lücke. Dazu gehören unter anderem Chrome, Firefox, Opera und Dolphin. Für Chrome gibt es jedoch eine Einschränkung: Google stellt für den Browser keine Updates mehr bereit, wenn er auf Android 4.0.4 oder noch älteren Systemen läuft. Auch Sicherheitsupdates gibt es dann nicht mehr. Wir empfehlen deshalb Firefox, da dieser Browser regelmäßig aktualisiert wird. Installieren können Sie Firefox wie andere Apps über den Google Play Store. Nach der Installation müssen Sie den neuen Browser als Standard definieren, damit Webinhalte künftig immer damit angezeigt werden. Öffnen Sie dazu einen Link, zum Beispiel aus einer E-Mail, setzen Sie im Fenster »Aktion durchführen mit« den Haken neben »Immer für diese Aktion verwenden« und tippen Sie dann auf das Icon des Browsers. Sollte sich statt des Dialogfensters ein Browser öffnen, lesen Sie Schritt 4.

4 Selbst updaten

Wer einen sicheren Browser nutzt, kann zwar die gravierendsten Probleme umgehen, die durch die WebView-Lücke entstehen. Das Problem, dass Werbebanner in Apps dadurch zum potenziellen Einfallstor für Angreifer werden, wir jedoch nicht gelöst, denn die Lücke selbst bleibt bestehen. Sie verschwindet erst durch das Update des Betriebssystems auf Android 4.4 oder höher. Stellt ein Gerätehersteller kein offizielles Update bereit, bleibt noch die Möglichkeit, ein alternatives Android-System – eine sogenanntes Custom-ROM (CR) – auf dem Gerät zu installieren.

Beim Rooten ist Vorsicht geboten. Da CRs permanent von der Entwickler-Community weiterentwickelt werden, sind sie quasi immer auf dem neuesten Stand. Die Installation einer alternativen Android-Version ist jedoch keinesfalls trivial: Der Nutzer braucht dazu volle Administratoren-, also Root-Rechte für sein Gerät. Die Hersteller räumen ihren Kunden diese Rechte jedoch nicht ein – aus gutem Grund: Ein gerootetes Gerät kann von Grund auf modifiziert werden, was im schlimmsten Fall dazu führt, dass das Smartphone oder Tablet nicht mehr funktioniert. Aus diesem Grund verlieren gerootete Geräte auch die Herstellergarantie. In manchen Fällen, wie der WebView-Lücke, bleibt dem Nutzer jedoch keine andere Möglichkeit. Die größte Hürde dabei: Je nach Hersteller und Gerät unterscheiden sich die Rootvorgänge voneinander. Manche Hersteller wie HTC und Sony erleichtern es der Entwickler- Community, andere wie Samsung erschweren das Prozedere enorm, was den Einsatz von Spezialsoftware wie Odin nötig macht. Entwicklerforen bieten Rooting-Hilfe Holen Sie sich am besten Rat in einem Entwicklerforum wie androidhilfe.de oder xda-developers.com. Hier finden sich für die meisten Geräte aktuelle Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Hilfreiche Software wie Rootkits und Backup-Tools finden Sie auf unserer Heft-DVD. Hat man einmal vollen Zugriff, muss im Anschluss eine Custom- Recovery-Software installiert werden, über die letztendlich das CR aufgespielt wird. Aber Vorsicht: Nicht jedes ROM funktioniert mit jeder Recovery. Lesen Sie am besten auch hier in den entsprechenden Foren nach. Da das Gerät bei der Installation eines CRs – oft auch schon beim Rooten – auf den Werkszustand zurückgesetzt wird, sollte man davor unbedingt ein Backup aller wichtigen Daten vornehmen. In der Regel müssen die meisten Schritte bis zur vollständigen Installation eines CRs von Hand durchgeführt werden. Das ist oft langwierig und kompliziert.

 

Für die CR CyanogenMod gibt es jedoch einen Installer, der alle notwendigen Schritte automatisch ausführt – quasi ein Rootkit für jedermann. Das Problem: Der Installer funktioniert nur bei Smartphones aus der Galaxy-Reihe, den Nexus-Geräten und dem HTC One. Wer ein anderes Modell besitzt, muss sich unter wiki. cyanogenmod.org die Installationsanleitung dafür besorgen. Der CyanogenMod empfiehlt sich wegen seiner Benutzerfreundlichkeit besonders für User, die zum ersten Mal ein CR installieren.

iOS-Apps lesen mit

Apple möchte Nutzer gerne glauben machen, dass sein mobiles Betriebssystem iOS keine Sicherheitsrisiken birgt. Deshalb verbannte der iPhone-Hersteller im März alle Antiviren-Apps aus dem App- Store. Begründung: Solche Apps könnten User zu der Vermutung drängen, es gäbe Viren für iOS. Da Apple Anwendungen viel strenger als Google prüft, bevor sie in den App Store gelangen, gibt es zwar fast keine schädlichen Apps für iPhone und iPad. Doch frei von Fehlern ist iOS keineswegs: Mit dem Update auf die neueste Version 8.3 veröffentlichte Apple eine Liste mit knapp 60 Sicherheitslücken, die darin geschlossen wurden – darunter Bugs in der Browser-Engine WebKit, die Angriffe per Remote Code Execution ermöglichen (siehe rechts). Anders als Google verteilt Apple Updates immerhin an die meisten Geräte – auch an ältere: iOS 8.3 läuft auf allen iPhones bis zurück zum dreieinhalb Jahre alten 4S.

Das bedeutet aber auch: Wer kein Update mehr bekommt, muss mit den Sicherheitslücken leben, oder sich ein neues Modell kaufen. Es ist zwar möglich, ein iPhone zu rooten – bei Apple-Geräten wird dieser Vorgang Jailbreak genannt. Das ermöglicht es aber lediglich, Apps zu installieren, die nicht über den offiziellen Store vertrieben werden. Weil solche Apps jedoch nicht von Apple überprüft werden, ist gerade hier die Gefahr groß, sich eine gefährliche Anwendung auf das Telefon zu holen. Doch auch legitime Apps können ein Risiko darstellen, wie der iOS-Entwickler Craig Hockenberry herausgefunden hat. Ähnlich wie bei Android macht auch bei iOS WebView Probleme, eine Systemkomponente, über die Apps Webinhalte anzeigen. Apple nutzt jedoch eine weniger gefährdete Version der dahinterliegenden Engine WebKit als Google. Bei der Darstellung von Webseiten erhalten Apps über WebView Zugriff auf Formulardaten wie Benutzername und Passwort und können diese theoretisch auch weitergeben. Hockenberry empfiehlt deshalb, sensible Daten nur in Safari einzugeben.

Windows mobil sicher

Zur Sicherheit bei Windows Phone gibt es im Grunde wenig zu sagen. Nur so viel: Bislang bekannte Lücken werden praktisch nicht ausgenutzt. Der Hauptgrund dafür ist die geringe Verbreitung des Betriebssystems: In Deutschland kommt Windows Phone nur auf einen Marktanteil von knapp 2,5 Prozent, weltweit noch weniger. Das macht dieses System für Hacker schlichtweg uninteressant. Ein anderer Grund liegt in den hohen Sicherheitsauflagen, die an Anwendungen gestellt werden: „Microsoft kontrolliert Apps sogar strenger als Apple“, erklärt Sicherheitsexperte Mike Morgenstern von AV-Test. Hinzu kommt, dass anders als auf dem Desktop Prozesse bei Windows Phone sehr eingeschränkt laufen: „Auch wenn jemand Zugriff auf eine App bekäme, könnte er noch lange nicht das System selbst angreifen“, so Morgenstern. Da Microsoft seine Mobilgeräte zudem regelmäßig mit Updates versorgt, ist Windows Phone für sicherheitsbewusste Smartphone-Nutzer eine gute Wahl.

Homepage:

http://www.focus.de/digital/handy/sicherheit-geht-vor-smartphone-luecken-selbst-stopfen-so-werden-sie-zum-profi_id_4692453.html

Streaming-Apps: Periscope und Meerkat: rechtliche Risiken für Nutzer

Mai 31st, 2015

Live-Streaming-Apps wie Periscope und Meerkat werden immer beliebter. Vielen Nutzern ist dabei nicht bewusst, dass die neuartigen Apps zu einem großen Risiko im Bezug auf Copyright-Gesetze werden können.

Durch die neuen Live-Streaming-Apps wie Meerkat und Periscope ist es seit Kurzem fast jedem Menschen mit einem Smartphone und der entsprechenden App möglich, einen Live-Stream zu starten, der weltweit übertragen wird. Neben dem Hype um die Apps gehen mit der erhöhten Nutzung auch immer mehr Beschwerden und Gerichtsverfahren aufgrund von Verstößen gegen Copyright und Datenschutz einher.

Während viele Nutzer die Apps nutzen um einen Live-Stream von zu Hause aus zu übertragen, werden diese auch immer öfter in der Öffentlichkeit genutzt. Da kaum ein Nutzer vor dem Start des Live-Streams die Erlaubnis von den auch im Stream zu sehenden Personen einholt, ist in vielen Fällen der Verstoß gegen verschiedene Gesetze die Folge.

Der Anwältin Kerry O’Shea zufolge ist die Live-Übertragung dabei das größte Problem. Während bei traditionellen Videoaufnahmen auch nach der Aufnahme noch die Erlaubnis von aufgezeichneten Personen eingeholt werden kann, ist dies bei Live-Übertragungen nicht der Fall.

Während fremde Personen in der Öffentlichkeit meist ohne explizite Erlaubnis gefilmt werden dürfen, ist eine Erlaubnis der betroffenen Personen notwendig sobald das Videomaterial für kommerzielle Zwecke wie einen Social-Media-Post genutzt wird. Verstöße gegen den Datenschutz und die Privatsphäre sind daher vor allem für Unternehmen ein Risiko. Im Gegensatz dazu sind Copyright-Verstöße allerdings auch für Privatpersonen, die Live-Streams starten, relevant.

Periscope und Meerkat sind zwei Shootingsstars in der App-Landschaft. Beide sind sich sehr ähnlich und erlauben es, einen einfachen Livestream über das iPhone zu starten und dies per Push-Nachricht an „Abonnenten“ zu melden, die ebenfalls die App nutzen. Zuschauer können während der Übertragung Fragen im Chat stellen. Beide sind eng an Twitter gebunden, man kann sein Twitterkonto als Login nutzen, Periscope stammt sogar direkt von Twitter, das Unternehmen hat die App kürzlich übernommen.

Kleinere Unterschiede gibt es bei den Funktionen: Während Periscope vergangene Übertragungen für 24 Stunden speichert und so abrufbar macht, speichert Meerkat keine Videos, erlaubt aber Vorankündigungen geplanter Übertragungen. Zudem ist die Bildqualität nach unserem Eindruck bei Meerkat etwas besser, dafür hat Periscope deutlich mehr Nutzer.

Sie finden auch die Macwelt auf beiden Plattformen, jeweils als @macwelt. Dort werden wir in Zukunft gerne Einblicke in die Redaktion geben.

Livestreams von TV und Theater?

Auch wenn Pericope und Meerkat in den Nutzungsbedingungen ausdrücklich Copyright-Verstöße verbieten, passiert es inzwischen häufig, dass Nutzer der Apps Video oder Audio von TV-Shows wie Game of Thrones live übertragen. Dies resultierte bereits in einigen Unterlassungs-Verfügungen durch den Sender HBO, der solche Übertragungen verhindert will.

Zusätzlich zu TV-Shows, Filmen und Musik sind auch Theateraufführungen und Konzerte urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Erlaubnis ins Internet übertragen werden. Während die Dienste wie Periscope und Meerkat als Plattform für die Live-Streams vor gerichtlichen Konsequenzen geschützt sind, trifft dies nicht auf die Nutzer zu.

 

Webseite:

http://www.macwelt.de

Veröffentlichungstermin geleaked – Windows-10-Update bereits ab 29. Juli kostenlos erhältlich?

Mai 18th, 2015

Auf seiner Entwicklerkonferenz gab Microsoft bekannt, dass Windows 10 im Sommer dieses Jahres als Upload zur Verfügung stehen soll. Ein britischer Journalist will nun sogar den konkreten Veröffentlichungstermin kennen.

  • Laut Microsoft-Manager Joe Belfiore kommt Windows 10 im Sommer dieses Jahres.
  • Einem Journalisten zufolge, ist der Verkaufsstart am 29. Juli 2015.
  • Das Update ist für Nutzer von Windows 7 und 8 kostenlos.

Microsoft wird sein neues Betriebssystem doch nicht in einem Schwung, sondern nach und nach veröffentlichen. Laut dem Microsoft-Manager Joe Belfiore kommt das neue Betriebssystem im Sommer dieses Jahres zunächst nur für PCs, Laptops, 2-in-1-Systeme und größere Tablets. Smartphone-User müssen sich hingegen noch eine Weile in Geduld üben. Denn Windows 10 für Mobiltelefone hinkt in der Entwicklung der Desktop-Version noch hinterher.

2015 für alle Geräteklassen

Wann auch Smartphones von dem Betriebssystem profitieren werden, ist noch nicht bekannt. Laut Belfiore wird Microsoft Windows 10 aber im Laufe des Jahres für alle Geräteklassen verfügbar machen.

Blick auf das Wundersystem: So gut ist das neue Windows 10 wirklich:

Einen konkreten Veröffentlichungstermin nannte der Manager bisher nicht. Den will nun aber der Journalist Tom Warret erfahren haben. Laut Warret gibt das Unternehmen AMD den 29. Juli 2015 als Veröffentlichungstermin für die PC-Version an. Ob die Information wirklich stimmt, ist bisher noch ungeklärt.

Kostenloses Update

Windows 10 wird für Nutzer von Windows 7 und Windows 8 kostenlos als Update erhältlich sein. Voraussetzung ist, dass sich User die Aktualisierung im ersten Jahr nach Veröffentlichung des Betriebssystems herunterladen.

 

Zur Anbieter-Website:

www.focus.de/digital/computer/

Unglaublich, aber wahr: Ungültiger Product-Key für Office bei Amazon

Mai 12th, 2015

Die Geschichte wollte ich zuerst nicht glauben, aber es ist wirklich passiert. In unserem Immobilienbüro mussten 3 PC’s ausgetauscht werden. Sie waren einfach in die Jahre gekommen und wurden immer langsamer. Auf allen 3 Rechnern war Microsoft Office 2010 installiert und das wollten wir auch wieder auf den neuen PC’s haben. Geht ja auch, wenn man das Programm nur auf einem Rechner aktivieren bzw. laufen lässt. Unser IT-Dienstleister vom PC Service Berlin, mit dem wir seit Jahren zusammen arbeiten, richtete uns im ersten Schritt 2 von den neuen PC’s ein und überspielte die Daten wie Outlook-Emails, Lesezeichen und Musik und Bilder.

Auf beiden PC’s konnte er auch das Office 2010 wieder installieren, alles lief, auch in dem Outlook hat er unsere Email-Konten eingerichtet. Beim nächsten Termin sollte der 3. neue Rechner eingerichtet werden. Nachdem der Computerservice die Daten übertragen hatte, fragte er nach dem Product-Key für die Office 2010-Installation. Und dann begann das Unheil. Wie so oft, das hatte uns auch der Mann vom PC Notdienst bestätigt, findet man dann nicht die benötigten Unterlagen. Eigentlich hatten wir alles in einem Ordner und die 2 Lizenzen, die wir bereits für die beiden PC’s verwendet hatten, waren da auch drin. Nur die dritte fehlte. Nach langem Suchen beschlossen wir gemeinsam mit dem IT-Experten, eine neue Version von Office Home & Business 2013 zu kaufen. Gemeinsam gingen wir auf amazon, um eine Version zu bestellen. Einige Tage später kam dann tatsächlich das Päckchen, so wie man es mittlerweile bei MS Office kennt. Eine eingeschweißte Pappschachtel, in der sich eine scheckkartengroße Pappkarte mit dem Product-Key befindet ohne DVD, eine sogenannte datenträgerlose Version

Wir riefen unseren Dienstleister vom PC Service Berlin an und vereinbarten einen neuen Termin. Er ging also frisch ans Werk und wollte mit dem Product-Key das neue Office installieren. Die Installationsdatei hatte er bereits heruntergeladen. Bloß, der gute Mann ist fast verzweifelt, was auch immer er probiert hatte, es kam immer wieder die Meldung, dass der Key ungültig sei. Schließlich hatte er genug und rief die Hotline von Microsoft an. Und dann kam der Hammer. Laut Microsoft ist der Key definitiv ungültig und nicht von Microsoft herausgegeben. Wir sind also einer Fälschung aufgesessen. Aber die war professionell. Die eingeschweißte Verpackung, die Aufmachung, irgendwie alles war, wie es sein sollte. Dann fiel unserem Dienstleister vom PC-Service Berlin allerdings eins auf. Die in der Packung angegebene Internet-Adresse zum Download der Installationsdatei existierte nicht, soll heißen, wenn man sie aufrief, kam eine Microsoft-Seite, dass die gewünschte Seite nicht existiert. Lange Rede, kurzer Sinn, wir bestellten dann nochmals eine Version, diesmal in einem Computerladen und unser PC-Service Mitarbeiter übernahm freundlicherweise die Rückabwicklung mit Amazon. In Zukunft werde ich mir überlegen, ob ich bei Amazon wieder etwas bestelle. Es bleibt ein ungutes Gefühl, wenn die so lasch ihre Händler, die über den Amazon Marketplace Artikel verkaufen, kontrollieren.

WhatsApp startet VoIP-Telefonie für iOS

Mai 11th, 2015

Unter Android sind VoiP-Gespräche schon seit Ende März möglich. Nun zieht die Facebook-Tochter mit der iPhone-Version nach.

Der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp ist bereit für die breite Einführung der seit langem angekündigten Anruf-Funktion. Die am Dienstagabend veröffentlichte neue Version der App für Apples iPhone enthält den VoIP-Telefonier-Service mit dem Namen WhatsApp Call, nachdem das Feature Ende März bereits in die Android-Version eingebaut worden war. Die Funktion werde Schritt für Schritt „in den nächsten Wochen langsam aktiviert“, hieß es von der Facebook-Tochter.

Mitgründer Jan Koum hatte Anrufe über WhatsApp bereits vor über einem Jahr in Aussicht gestellt. Mit dem Update, das die Versionsnummer 2.12.1 trägt, vereinfacht WhatsApp zudem das Teilen von Fotos und Videos, unter anderem aus anderen Apps heraus. Außerdem wurde ein Schnellzugriff auf die Kamera direkt aus der WhatsApp-Anwendung eingeführt.

Diverse konkurrierende Messenger-Dienste bieten bereits die Möglichkeit an, über ihre Apps zu telefonieren. Darunter sind der Pionier Skype, Google, Facebook selbst, jüngere Services wie Viber oder das unter iOS standardmäßig verfügbare FaceTime.

WhatsApp hat nach jüngstem Stand über 800 Millionen Nutzer weltweit und hat für viele die SMS weitgehend abgelöst. Der Dienst wurde im vergangenen Jahr für knapp 22 Milliarden Dollar von Facebook gekauft. Manager beider Unternehmen versicherten seitdem immer wieder, dass WhatsApp unabhängig betrieben werden solle und auch die Nutzerdaten nicht zusammengeführt würden. Das WhatsApp-Team bekam zugleich Zugriff auf die gigantische technische Plattform von Facebook. (mit Material von dpa) / (bsc)

 

Zur Internetseite:

www.heise.de

Die Telekom stellt auf VoIP um und die Kunden stehen da

Mai 3rd, 2015

Kaum von der Öffentlichkeit beachtet bzw. groß in den Medien gemeldet, geht momentan eine Kündigungswelle der Telekom um. Worum geht es? Die Telekom hat beschlossen, sowohl das analoge als auch das digitale (ISDN) Telefonnetz stillzulegen bzw. auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. In der Zukunft wird alles über die Internet-Verbindung laufen. Also der Internetverkehr und die Telefonie und Fax. Die Technologie nennt sich VoIP, Voice over IP, sprich, Gespräche und Faxe werden über das Internetprotokoll (IP) geführt. In diesem Zusammenhang wird allen Kunden der Telekom, die derzeit Internet über DSL und Telefon/Fax über ein analoge oder ISDN-Leitung nutzen, eine Kündigung von der Telekom zugeschickt.  Die Begründung der Telekom ist, dass Ersatzteile für die alte Netztechnik immer teurer werden bzw. bald nicht mehr erhältlich seien.
Ein wesentlich wichtigerer Grund dürfte sein, dass die Telekom sich durch die Umstellung auf VoIP erhebliche Kosten dadurch spart, weil die Administration sehr viel einfacher wird. Mittlerweile wurden schon Tausende von Kunden der Telekom angeschrieben und darüber informiert, dass ihr Vertrag zum Vertragsende gekündigt wird, wenn sich der Kunde nicht dazu entschließen will, auf VoIP umzusteigen. Und die ziehen das knallhart durch, was zwar rechtlich okay ist, für den einzelnen Kunden aber Aufwand und Ärger bedeutet. Worauf ist bei der Umstellung zu achten? Jeder, der zukünftig VoIP nutzt, benötigt einen entsprechenden VoIP-fähigen DSL-Router. Da dürfte schon ein großer Aufrüstbedarf bestehen, denn bisher hat man einen derartigen Router nicht gebraucht. Hinzu kommt aber noch, dass nicht jedes Telefon oder Telefonanlage und Fax für VoIP geeignet ist. Um das herauszufinden, muss man es ausprobieren. Die Telekom selbst bietet natürlich ihren Router Speedport an, der VoIP kann, allerdings muss man das Gerät entweder kaufen oder mieten und was für viele wahrscheinlich der Albtraum ist, komplett neu einrichten. Man muss aber nicht unbedingt den Telekom-Router nehmen, sondern kann sich auch z.B. eine Fritzbox kaufen, die gerade bei der Wlan-Funktion deutlich besser ist, als der Speedport. Aber auch eine Fritzbox will eingerichtet werden, woran so mancher schon gescheitert ist.

Und wenn eine neue Telefonanlage angeschafft werden muss, dann braucht man in den meisten Fällen ohnehin einen Fachmann. Schon bieten findige Dienstleister wie z.B. voip-umstellung.de an, die gesamte Umstellung von der Bestandsaufnahme der vorhandenen Ausstattung über die Absprache mit der Telekom bis zum Hardwareaustausch und Einrichtung. So mancher dürfte froh sein, wenn ihm dieser Aufwand abgenommen wird.